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Mittwoch, 28.03.2018

Von der Hölle zum Hoch

Die Dresdner Volleyball-Frauen stehen nach einem souveränen Auftritt verdient im Halbfinale.

Von Michaela Widder

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Myrthe Schoot, Katharina Schwabe, Marrit Jasper und Mareen Apitz (v. l.) bejubeln den Einzug ins Halbfinale.
Myrthe Schoot, Katharina Schwabe, Marrit Jasper und Mareen Apitz (v. l.) bejubeln den Einzug ins Halbfinale.

© Robert Michael

Das Motto des Abends hatten die Fans schon mal auf ein Plakat gedruckt: „Keine Lust auf Sommerpause“. Und dieses Gefühl wandelten die Volleyballerinnen vom Dresdner SC am Mittwoch auf dem Feld vom ersten Ball an in pure Spielfreude um. In der entscheidenden dritten Begegnung gewann der nervenstarke Pokalsieger gegen Potsdam mit 3:0 (25:16, 25:17, 25:12) – und steht im Halbfinale gegen Schwerin.

„Das war wieder ein Riesenspiel. Wir waren in allen Momenten auf den Punkt da“, fand Trainer Alexander Waibl, der über das Weiterkommen in der Meisterschaftsrunde sichtlich erleichtert war: „Jetzt kann man schon sagen: Es ist eine gute Saison.“ Vor anderthalb Wochen stand der 50-Jährige noch etwas ratlos in der Margonarena, nachdem seine Mannschaft überraschend das erste Viertelfinale gegen den Tabellensiebenten verloren hatte. „Das war wichtig für uns als Team. Wir sind durch die Hölle gegangen und haben die richtigen Lehren daraus gezogen.“

Der Schlüssel zum Erfolg war die Annahme, die das Trainerteam daraufhin verändert hatte, und damit kam Stabilität ins Team zurück. Zuspielerin Mareen Apitz konnte bereits beim Sieg in Potsdam und nun auch beim dritten Duell wieder das typische Dresdner Spiel aufziehen.

„Sie wollen sich noch nicht aus der Saison und voneinander verabschieden“, hatte Waibl vor der Partie gesagt – und auch für Apitz war „Endstation im Viertelfinale keine Option“. Das bereits sechste Aufeinandertreffen in dieser Saison war dann eine klare Angelegenheit für den DSC. „Ich bin stolz auf die Mannschaft, wie cool wir das nach der ersten Niederlage gegen Potsdam gelöst haben, wie wir dem Druck standgehalten haben“, sagte die 31-Jährige.

Auf den Ost-Klassiker im Halbfinale freut sie sich. „Wir sind aus unserem kleinen Tal im Februar wieder raus. Es fühlt sich wieder nach unserem Spiel an.“ Und dann kann dem DSC der Gegner sowieso egal sein. „Ach Schwerin interessiert mich heute noch nicht“, meinte Waibl kess. Wie man den Trainer aber kennt, wird er als Erster aus dem Team schnell den Fokus auf den nächsten Gegner lenken.

Nach einem freien Donnerstag steht zu Ostern viel Training auf dem Programm. Das erste Duell steigt am Dienstag, 18 Uhr, in der Margonarena. Der ungewöhnliche Spieltag ist dem Fernsehen geschuldet. Der Spartensender Sport1 überträgt die Partie gegen den Titelverteidiger, wie auch vier Tage später den Klassiker in Schwerin.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Marc Brossmann

    Gratulation an die DSC-Damen. Das schien einfacher als anfangs befürchtet. Auch schön, dass die Halbfinalserie gegen Schwerin (Man möge sich die Terminologie des Ostderbys verkneifen - da weder Ost im Falle von Schwerin, noch Derby. Und trotzdem wirds wohl zu lesen und zu hören sein. Naja, ich habs versucht.) im deutschen Farbfernsehen übertragen wird, auch wenn es auf einem obskurer Kanal stattfindet, der mit Sport so viel zu tun hat wie "Das Erste" mit öffentlich-rechtlichem Rundfunk. Aber der Mensch ists zufrieden. Sport frei.

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