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Mittwoch, 11.10.2017

Von A bis Ö ein Öhrwurm

Ein einziger Laut genügte Island bei der EM 2016, um ein weltweites Echo auszulösen. Huh, hallte es über den Globus. Jetzt legt der Inselstaat nach: mit dem härtesten Karaoke-Song der Welt.

Von Fabian Schröder

Komiker Steindi Jr arbeitet sich in seinem Islandsong humorvoll an gängigen Klischees ab.
Komiker Steindi Jr arbeitet sich in seinem Islandsong humorvoll an gängigen Klischees ab.

© Inspired by Iceland

Das muss man erst mal schaffen: einen martialisch anmutenden Schlachtruf zum Sympathiefaktor umwandeln. Huh!!! Das genügte bei der EM 2016 - und Island überraschte nicht nur durch guten Fußball, sondern faszinierte mit der Einfachheit seines Fangesangs.

Die Berliner Morgenpost widmete seinerzeit dem Wikingerschrei eine interaktive Website, auf der man auch heute noch bei jedem Besuch den Huh-Button immer wieder klicken will. Mit der nun klargemachten Qualifikation zur WM im nächsten Jahr, wird die Erfolgsgeschichte des dumpfen Schreis sicher fortgeschrieben.

Doch Island ist mehr als Fußball - und die Sprache des Landes komplex und für Ausländer lustig anzuhören. Das wissen auch die Macher eines am Sonntag auf Youtube veröffentlichten Clips namens „The Hardest Karaoke Song in the World“ . Zu deutsch: „Der härteste Karaoke-Song der Welt“

In dem knapp dreieinhalb Minuten langen Video besingt der isländische Komiker Steindi Jr gängige Klischees der Skandinavier. Er macht sich über sein Land auf humorvolle Weise lustig - einschließlich der isländischen Liebe zu Wolle und Schafen.

Die Folk-Schlager-Nummer mit Ohrwurmpotenzial säuselt locker Zungenbrecher wie „bílaleigubíll“ (Leihwagen) oder „hringvegurinn“ (Ringstraße) daher. Das Ziel: Von „A bis Ö“, also mit dem auf Ö endenden isländischen 32-Buchstaben-Alphabet, soll möglichen Besuchern die Vielfalt und Breite des Inselstaates nahegebracht werden. Produziert wurde das Video im Auftrag von „Inspired by Iceland“, der offiziellen Tourismuswerbung des Landes, die online eine gleichlautende „A bis Ö“-Kampagne gestartet hat. Dort kann man das Land virtuell erkunden.

„Wir suchen immer nach einfallsreichen Wegen, um Besucher zu inspirieren“, sagt Inga Hlín Pálsdóttir, die Direktorin der isländischen Tourismuswerbung. Mit dem Song scheint das 334 000-Einwohner-Land wieder einen solchen Weg gefunden zu haben. Denn es gibt bereits eine erste Replik, in der Touristen das Karaoke-Video nachahmen. Pálsdóttir wisse, dass die isländische Sprache schwierig sei. „Aber durch unseren Karaoke-Film wollen wir Besucher ermutigen, sich an ihr zu versuchen. Und wir möchten außerdem der Welt zeigen, dass wir keine Angst davor haben mitzulachen.“ Darauf ein Huh!

Das Video zum Song

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