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Donnerstag, 14.09.2017

Vollbremsung auf gesperrter Straße

Fünftklässler der Oberschule Am Kupferberg durften hautnah erleben, wie wichtig das Anschnallen im Auto ist.

Von Jörg Richter

ADAC-Moderator Kai Heubner in seinem Testfahrzeug.
ADAC-Moderator Kai Heubner in seinem Testfahrzeug.

© Jörg Richter

Großenhain. Wer bremst denn da wie verrückt? Das haben sich sicherlich Anwohner der Robert-Koch-Straße gefragt. Dabei war sie doch gesperrt. Aber wie sich herausstellte, extra für eine Aktion des Automobilclubs ADAC. Dessen Moderator Kai Heubner war an die Kupferbergschule eingeladen, um den Schülern der beiden fünften Klassen zu demonstrieren, wie lang der Bremsweg eines Autos sein kann. Zuerst bremste er aus einer Geschwindigkeit von 30 km/h ab. Die Schüler sollten schätzen, nach wie vielen Metern sein weißer Opel zum Stehen kommt. „Bei 30 km/h haben alle noch ziemlich gut mit ihren Tipps gelegen“, erzählt Klassenleiter Falk Lippert. „Aber anschließend bei 50 km/h lagen alle daneben.“

Wie der Vorführtest ergab, kam der Opel bei einer Vollbremsung aus 30 km/h nach vier Metern zum Stehen. Bei 50 km/h waren es schon zwölf Meter Bremsweg. „Und im normalen Straßenverkehr kommt noch der Reaktionsweg dazu“, erläutert Heubner. Das seien noch zusätzliche 14 Meter. – Ein Aha-Effekt, den die ADAC-Aktion „Achtung Auto“ den Oberschülern mitgeben will. „Aber wir sind auch in Kindergärten, Grundschulen und Gymnasien mit dieser Aktion unterwegs“, sagt Heubner und berichtet: „Den meisten Spaß hatten die Kinder, als sie bei der Vollbremsung selbst im Auto saßen. Spätestens jetzt wissen sie, wie wichtig es ist, richtig angeschnallt zu sein.“

Im Anschluss daran absolvierten sie auf dem eingezäunten Bolzplatz einen Fahrradparcours. Die besten drei Mädchen und Jungen der Klassen 5a und 5b, die diese Hindernisstrecke am Schnellsten und mit den wenigsten Fehlern absolvierten, qualifizierten sich für das ADAC-Fahrradtest-Landesfinale. Das findet in diesem Schuljahr in Niederau statt.