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Freitag, 08.12.2017

Vergewaltigung erfunden?

Die Tat soll im Juni in Zittau stattgefunden haben. Doch schon beizeiten waren Zweifel an den Aussagen des vermeintlichen Opfers aufgekommen.

Die Polizei war im Fall einer angeblichen Vergewaltigung in Zittau von Anfang an skeptisch.
Die Polizei war im Fall einer angeblichen Vergewaltigung in Zittau von Anfang an skeptisch.

© Uwe Soeder

Zittau. Die angebliche Vergewaltigung einer 50-jährigen Frau Anfang Juni in Zittau hat offenbar nicht stattgefunden. „Das Verfahren musste eingestellt werden, da kein Beschuldigter namhaft gemacht werden konnte und die Spurenuntersuchungen nichts ergeben haben“, teilte Till Neumann, Sprecher der Staatsanwaltschaft, auf SZ-Anfrage mit. „Bei Vorliegen neuer Erkenntnisse kann es vor Ablauf der Verjährung wieder aufgenommen werden.“

Die Polizei war von Anfang an skeptisch. Es sei unklar, ob sich die Tat überhaupt zugetragen hat, sagte ein Polizeisprecher schon im Juni der SZ. Die Kriminalpolizei hatte Ermittlungen zum Verdacht des sexuellen Übergriffs aufgenommen, nachdem die Frau der Polizei mitgeteilt hatte, im Schlaf in einem Haus in Zittau von einem ihr bekannten Deutschen vergewaltigt worden zu sein.

Aufgrund der Zweifel an der Tat, aber auch wegen des eventuell nötigen Opferschutzes hatte sich die Polizei damals trotz Diskussionen in den sozialen Medien erst auf Anfrage der SZ öffentlich zu dem Fall geäußert. (szo/tm)

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