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Montag, 05.02.2018

Unterwegs im Winter: Alles unter Kontrolle

trotz schlechter Straßenverhältnisse. Schnee, Glätte, immer wieder Regen und die früh einsetzende Dunkelheit - jeder Autofahrer weiß,

Bildrechte: Flickr Opel Astra GTC Petr Magera CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten
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dass im winterlichen Straßenverkehr besondere Vorsicht geboten ist. Winterreifen sind natürlich das A und O. Doch was können Autofahrer noch tun, um die Sicherheit im Straßenverkehr zu erhöhen?

Autofahren im trübsten Winter seit Langem

Regen statt Schneepracht und dauerhaft wolkenbedeckter Himmel statt winterlicher Sonnenstrahlen - dieser Winter lässt für viele doch ganz schön zu wünschen übrig. Und tatsächlich handelt es sich um den trübsten und grauesten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen (1951), so der Deutsche Wetterdienst (DWD). Gelegentliche Schneefälle, viel Regen sowie die starken Temperaturschwankungen können vor allem längere Autofahrten zu einer Herausforderung machen.

Was ist vor Fahrtantritt zu beachten?

Wer sich im Winter hinters Steuer setzt, ist gut beraten, wenn er seine Jacke vor Fahrantritt ablegt. Handelt es sich um eine dicke Daunenjacke, ist beispielsweise der Bewegungsspielraum des Fahrers eingeschränkt, was im Zweifelsfall sogar eine reale Gefahr sein kann. Laut dem ADAC verhindert solch eine dicke Jacke, dass der Sicherheitsgurt ausreichend eng am Körper anliegt. Ist der Fahrer gezwungen, abrupt abzubremsen, schneidet der Gurt dann womöglich tief in den Bauchraum hinein. Also lieber die Autoheizung etwas höher einstellen und die Daunenjacke auf einem freien Sitz oder im Kofferraum verstauen.

Fahrtrainings für mehr Sicherheit beim Fahren

Übung macht bekanntlich den Meister - das gilt nicht nur für das Autofahren an sich, sondern auch für den winterlichen Straßenverkehr. Es gibt Situationen, die ein Autofahrer nicht vorhersehen kann und auf die er blitzschnell reagieren muss. Da fällt es einem Vielfahrer mit jeder Menge Routine insgesamt leichter, sich bei winterlichen Wetterbedingungen im Straßenverkehr zu bewegen, als jemandem, der nur selten Auto fährt oder gerade erst seinen Führerschein gemacht hat. Um ein Gespür für unerwartete Fahrzeugreaktionen zu entwickeln, können spezielle Trainings hilfreich sein, wie sie beispielsweise Mercedes Benz als Teil einer Reihe verschiedener Fahrveranstaltungen anbietet. Auch beim ADAC ist ein kostenpflichtiges Fahrsicherheitstraining buchbar, bei dem der Autofahrer lernt, sein Fahrzeug in ganz unterschiedlichen Situationen besser zu kontrollieren.

Wer langsam und umsichtig fährt, kommt sicher an

Aber auch ohne Fahrsicherheitstraining können Autofahrer ihre Fahrsicherheit erhöhen, wenn sie einige Tipps beachten. Dass man die Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpasst und genügend Sicherheitsabstand einhält - am besten nach der Faustregel „halber Tacho“ -, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Um beim Anfahren auf einer glatten Fahrbahn besser in Bewegung zu kommen, empfiehlt der ADAC, im zweiten Gang zu starten. Dies reduziert nämlich die auf die Räder wirkende Kraft, was ein Durchdrehen besser verhindert. Dabei lässt man gleichzeitig die Kupplung langsamer kommen und gibt etwas mehr Gas als gewöhnlich. Bei schwierigen Straßenverhältnissen sollte man generell sanft Gas geben und sanft abbremsen. Beim Einlenken in Kurven ist insbesondere auf einer vereisten oder schneebedeckten Fahrbahn Fingerspitzengefühl gefragt. Wer behutsam einlenkt und abrupte Lenkbewegungen vermeidet, verhindert damit bestenfalls, dass das Fahrzeug ausbricht. Passiert dies trotzdem, hilft es, auszukuppeln und vorsichtig gegenzulenken. Und immer daran denken: Auch wenn der wechselhafte Winter eher an den Herbst erinnert, gehören ein Eiskratzer und ein Starterset immer an Bord. Am besten deponiert man es dauerhaft im Fahrzeug, so besteht nicht die Gefahr, es in der morgendlichen Eile zu vergessen.

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