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Donnerstag, 28.12.2017

Unternehmen investieren 75 Millionen in Kreis

Die Summe ist dreimal so hoch wie im vergangenen Jahr. Doch 2017 gab es nicht nur positive Schlagzeilen, so der Landrat.

Von Maria Fricke

Landrat Matthias Damm.
Landrat Matthias Damm.

© André Braun

Mittelsachsen. Freud und Leid liegen in Sachen Wirtschaft in Mittelsachsen 2017 eng beieinander: Über 75 Millionen Euro haben Firmen in diesem Jahr in den Landkreis investiert. Diese Summe nannte Landrat Matthias Damm (CDU) kurz vor Jahresende in Freiberg. „Das ist eine gute Nachricht. Es ist das Dreifache von dem, was im Vorjahr investiert worden ist“, freute sich der Mittweidaer. „Es hat sich etwas getan im Landkreis.“ Doch es gab auch schlechte Schlagzeilen, wie die Insolvenz von Solarworld. „Hier ist ein Unternehmen mit einem Schlag von ganz oben nach ganz unten gestürzt“, umschrieb Damm.

Zu den Höhepunkten für den Landrat zählten 2017 das Landeserntedankfest in Burgstädt sowie die Agrolympics, die am selben Wochenende in dem Ort ausgetragen worden sind. „Wir haben Gewinner im Projekt ‚Unser Dorf hat Zukunft‘ gehabt. Das sollte am Leben erhalten und weiterentwickelt werden“, so der Landrat. Gefeiert worden sei zudem die 25-jährige Partnerschaft mit dem Landkreis Calw. Im März erhielt Heiner Stephan die erste Verdienstmedaille des Landkreises, im September wurde auf der Rochsburg die Sagensammlung herausgegeben. „Anfangs stand die Frage: Wie wird diese angenommen? Doch wir haben einen regen Zulauf. Es gibt immer wieder Nachfragen. Viele verbinden etwas Persönliches mit den Sagen aus dem eigenen Umfeld“, begründet Damm.

Falscher Rücktritt zu falscher Zeit

Auch politisch habe es das Jahr 2017 in sich gehabt. „Ein viel gesagter Satz im September war: ‚Wir haben verstanden.‘ Das wird hoffentlich auch im kommenden Jahr umgesetzt. Die Erwartungen an die Politik sind hoch“, sagte Damm über die Folgen der Bundestagswahl im September. Eine davon war es auch gewesen, dass Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) zurückgetreten ist. „Für mich der falsche Rücktritt zur falschen Zeit“, so Damm. Tillichs Nachfolger Michael Kretschmer kenne er aus vielen Gespräche. Damm erhofft sich von seinem Parteikollegen, dass er den ländlichen Raum mehr stärkt. „Wie konkret, das muss man dann sehen“, so Damm. Im kommenden Jahr freut sich der Landrat auf die Feierlichkeiten zum zehnjährigen Bestehen des Kreises, das bei mehreren Veranstaltungen eine Rolle spielen wird.

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