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Donnerstag, 07.12.2017

Ungewöhnlicher Zugunfall

Die Scheiben eines Zuges der Kurhessenbahn sind zerstört. Durch ein lockeres Karosserieteil wurden auch die Scheiben eines entgegenkommenden IC-Zuges beschädigt.
Die Scheiben eines Zuges der Kurhessenbahn sind zerstört. Durch ein lockeres Karosserieteil wurden auch die Scheiben eines entgegenkommenden IC-Zuges beschädigt.

© Bundespolizei Kassel

Wabern/Felsberg. Bei einem ungewöhnlichen Zugunfall in Hessen sind sechs Passagiere verletzt worden. Eine Motorklappe einer Kurhessenbahn wurde aufgewirbelt und zerstörte mehrere Fenster, als die Regionalbahn und ein IC am Donnerstag in der Nähe des nordhessischen Felsberg-Gensungen aneinander vorbeifuhren. „Die Ermittlung hat ergeben, dass eine lockere Abdeckung für massive Schäden an beiden Zügen verantwortlich ist“, erklärte ein Sprecher der Bundespolizei in Kassel.

Bei dem Vorfall wurden fünf Jugendliche in der Kurhessenbahn leicht verletzt. Im IC erlitt laut Polizei eine 30-Jährige Verletzungen an den Augen. Der Zug war von Hannover nach Karlsruhe unterwegs. Nach Angaben der Deutschen Bahn hielt der IC nach dem Vorfall planmäßig in Wabern. Die Frau wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Die Strecke zwischen Wabern und Treysa war erst nach knapp drei Stunden Sperrung wieder frei.

Laut Bundespolizei hatten die Passagiere Glück: „Das hätte schlimmer ausgehen können“, sagte ein Sprecher. Die Bundesstelle für Eisenbahn-Unfalluntersuchung werde hinzugezogen. Mit einem abschließenden Ermittlungsergebnis sei nicht ganz so bald zu rechnen. (dpa)

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