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Montag, 01.01.2018

Und plötzlich ist da ein großes Loch

Oberhalb der Wohnsiedlung an der Wolframsdorfer Straße in Dippoldiswalde liegt ein altes Bergrevier. Das ist heute noch eine Gefahr.

Rund drei Meter tief bei einem Durchmesser von rund fünf Metern ist dieses plötzlich entstandene Loch in einem Feld oberhalb des Stadtgutweges bei Dippoldiswalde.
Rund drei Meter tief bei einem Durchmesser von rund fünf Metern ist dieses plötzlich entstandene Loch in einem Feld oberhalb des Stadtgutweges bei Dippoldiswalde.

© Egbert Kamprath

Dippoldiswalde. Vor einer Woche haben Spaziergänger beobachtet, wie sich auf dem Feld oberhalb des Stadtgutwegs in Dippoldiswalde die Erde zu senken begann. Ein Tagesbruch entstand. Am Neujahrstag hatte das Loch in der Erde fünf Meter Durchmesser und war rund drei Meter tief.

Anwohner haben das Sächsische Oberbergamt in Freiberg über die Öffnung informiert. Die Felder oberhalb der Wohnsiedlung am Firstenweg und am Stadtgutweg bewirtschaftet der Landwirt Hubert Bourgeois aus Hartmannsdorf. Er hat dort im Herbst Weizen gedrillt. Bei dieser Arbeit hat sich noch kein Problem auf dem Feld gezeigt. Bourgeois sagte: „Von dem Tagesbruch habe ich noch nichts gehört. Da muss ich gleich einmal rüberfahren.“ Ein solches Loch in der Erde kann gefährlich werden, wenn beispielsweise ein Traktor darüber rollt. Bourgeois bewirtschaftet die Felder am Stadtrand von Dippoldiswalde seit 1993 und hat seitdem nie ein Problem mit einem Tagesbruch gehabt.

Das Oberbergamt hat die Bergsicherung Freital GmbH beauftragt, den Tagesbruch abzusperren. Das soll am Mittwoch geschehen. Danach wird der Sachstand zu der Schadstelle erfasst, teilt Bernhard Cramer, der Leiter des Oberbergamts weiter mit. Wenn diese Informationen alle zusammengetragen sind, wird entschieden, wie es dort weitergehen wird. Die Entscheidung fällt dann zwischen den Möglichkeiten einer einfachen Absperrung oder einer Verfüllung, vor der aber die Schadstelle erst einmal aufgewältigt werden müsste.

Oberhalb des Dippser Wohngebiets Wolframsdorfer Straße liegt ein altes Bergrevier am Stadtrand, wie die Hohlraumkarte des Oberbergamts zeigt. Im Umkreis von 300 Metern sind in den Unterlagen des Bergamts keine Tagesbrüche verzeichnet. Bisher gab es also keine Probleme. Aber eine Gefahr besteht immer, wie der neue Tagesbruch zeigt.