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Mittwoch, 03.01.2018

Umgestürzte Bäume liegen immer noch

Entlang der Schlumper in Steina hat Sturm Herwart Ende Oktober riesige Bäume umgerissen. Was mit ihnen passiert, ist unklar.

Von Sylvia Jentzsch

Wie Mikadostäbe liegen die Pappeln entlang der Schlumper in Steina. Bisher gibt es noch keinen Plan, wie sie beräumt und der kaputte Uferbereich gesichert werden sollen.
Wie Mikadostäbe liegen die Pappeln entlang der Schlumper in Steina. Bisher gibt es noch keinen Plan, wie sie beräumt und der kaputte Uferbereich gesichert werden sollen.

© Dietmar Thomas

Hartha. Mehrere riesige Pappeln hat das Sturmtief Herwart Ende Oktober in Steina entwurzelt. Sie standen entlang der Schlumper. „Gut, dass sie in Richtung Wiese und nicht auf die Straße gefallen sind“, sagte Ortsvorsteherin Carin Lau. Die Bäume seien schon alt gewesen und weil sie Flachwurzler sind, habe der Sturm leichtes Spiel gehabt, so Lau. Die Pappeln wurden inklusive Wuzelballen aus dem Uferbereich der Schlumper herausgerissen. „Eigentlich hatte ich gehofft, dass sich die Stadt kümmert.

Es geht nicht nur um die Beseitigung der Bäume, sondern auch um die Reparatur des Bachbettes“, sagte Carin Lau. An diesem seien große Schäden entstanden. Bei starken Niederschlägen könnte der Bach wieder zu einem reisenden Strom werden und noch mehr Schaden am Bachbett anrichten – so wie beim Junihochwasser 2013. Noch immer sind die Schäden, die damals entstanden sind, nicht beseitigt worden. Carin Lau hatte gehofft, dass die Stadt etwas unternimmt, um die Bäume und die Schäden zu beseitigen. „Hier muss etwas passieren und Ordnung gemacht werden. Zurzeit sieht es aus wie im Urwald“, so die Ortsvorsteherin.

Nicht überall wurden die Bäume, die der Sturm umgerissen hat, einfach liegengelassen. Der Pächter einer Wiese, auf der immer Schafe stehen, und auf dessen Pachtgrundstück die Bäume kreuz und quer lagen, hat einen Großteil der Bäume beräumen lassen, so Carin Lau. Es sei vernünftig, die Arbeiten dann zu erledigen, wenn der Boden gefroren ist, um so wenig wie möglich den Boden zu belasten.

Vonseiten der Stadt wurde auf DA-Anfrage bezüglich der Bäume in Steina mitgeteilt: „Es ist noch keine abschließende Feststellung erfolgt. Daher können wir noch nicht sagen, wie viele Bäume entsorgt werden müssen und wie hoch die Kosten für die Beräumung sind. Sicher ist, dass Dritte ins Boot geholt werden müssen.“ Geklärt sei auch noch nicht, wie die Schäden an den Uferbereichen beseitigt werden und was mit dem Holz geschieht, so Bauamtsleiter Ronald Fischer.

Dass es bisher noch keine klaren Festlegungen zu den umgestürzten Bäumen im Ortsteil Steina gibt, sei insbesondere den Vorbereitungen für den Winterdienst und den Weihnachtsmärkten geschuldet. „Der Bauhof hat erst mal dort Hand angelegt, wo die öffentliche Ordnung und Sicherheit wieder herzustellen war“, sagte der Amtsleiter für Bau und Ordnung.

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