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Mittwoch, 13.09.2017

Uhren gucken am Dresdner Neumarkt

Um Besucher anzulocken, geht das Uhrenmuseum einen ungewöhnlichen Weg – bereits zum zweiten Mal.

Von Maik Brückner

Das Uhrenmuseum zieht mit einem Teil seiner Sammlung nach Dresden. Hier beteiligt es sich mit einer Auswahl von Exponaten an der Nacht der Museen.
Das Uhrenmuseum zieht mit einem Teil seiner Sammlung nach Dresden. Hier beteiligt es sich mit einer Auswahl von Exponaten an der Nacht der Museen.

© Foto: Uhrenmuseum

Glashütte. Zu einer Zeitreise durch die Glashütter Uhrengeschichte lädt das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte am Sonnabend ein. Allerdings nicht im „Stammhaus“ in der Glashütter Kernstadt, sondern in Dresden, unweit der Frauenkirche.

Hier besitzt die Uhrenmanufaktur Glashütte Original, einer der Träger des Museums, eine Boutique im Quartier QF. Diese wird für einen Abend zur „Außenstelle“ des Museums, das sich damit an der Dresdner Museumsnacht beteiligen wird. „Das Uhrenmuseum zeigt eine kleine Ausstellung über die 170-jährige Geschichte der Glashütter Uhrenindustrie“, kündigt Museumssprecherin Sonja Hauschild an. Mit dabei ist auch Museumsleiter Reinhard Reichel. Er und sein Team freuen sich auf viele interessierte Besucher und spannende Gespräche rund um das Thema Zeitmessung, Feinmechanik und Handwerkskunst damals und heute.

Den Anstoß für die Gespräche soll die Auswahl von Exponaten aus der Dauerausstellung geben, mit der das Museum einen exklusiven Einblick in die Sammlung des Hauses geben will. „Neben verzierten Herrentaschenuhren aus den Anfängen der Glashütter Uhrmacherei, einer Standuhr der Jahrhundertwende über präzise Chronographen bis zu schlanken Zeitmessern werden alle Facetten der Uhrmacherkunst bis zur heutigen Produktion am Beispiel der aktuellen Kollektion der Manufaktur Glashütte Original aufgezeigt und medial erlebbar gemacht“, sagt Frau Hauschild. Das Team des Uhrenmuseums steht für Fragen rund um Exponate und Geschichte bereit. Die Manufaktur nutzt die Gelegenheit, den Besuchern einen Einblick in die praktische Arbeit zu geben. Sie können einem Uhrmacher über die Schulter schauen, der an einem historischen Uhrmachtisch sein Präzisionshandwerk zeigen wird und Fragen rund um Unruhe, Zahnräder und Zeiger beantwortet.

Die Boutique der Manufaktur Glashütte Original öffnet am Sonnabend 18 Und und ist bis 1 Uhr offen. Der Eintritt ist frei. Die „Außenstelle“ des Museums befindet sich im Quartier an der Frauenkirche auf der Töpferstraße 4.

Wer mehr historische Uhren sehen möchte, muss allerdings das Museumstammhaus in Glashütte besuchen. Das öffnet täglich zwischen 10 und 17 Uhr.