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Samstag, 23.12.2017

Überraschung!

Bischofswerdas Karl-May-Bühne setzt auf eine erfolgreiche Saison noch einen drauf. Am Sonntag lüftet sie ihr Geheimnis.

Defa-Star Gojko Mitic (r.) ist Stammgast auf der Waldbühne am Schmöllner Weg. In diesem Jahr war er dort als Erzähler zu hören. Das Foto zeigt ihn mit Hans Traupe, der für das Stück seine Ochsen auslieh, und Kinderdarsteller Justus Beyer.
Defa-Star Gojko Mitic (r.) ist Stammgast auf der Waldbühne am Schmöllner Weg. In diesem Jahr war er dort als Erzähler zu hören. Das Foto zeigt ihn mit Hans Traupe, der für das Stück seine Ochsen auslieh, und Kinderdarsteller Justus Beyer.

© Uwe Soeder

Bischofswerda. Morgen, Kinder, wird’s was geben, morgen können wir uns freuen! Entgegen jeder Zeitungsregel, in der Wochenendausgabe nicht heute oder morgen, sondern den betreffenden Wochentag zu schreiben, zitieren wir an dieser Stelle gern aus dem bekannten Weihnachtslied. Denn um eine Weihnachtsüberraschung geht es auch in diesem Text. Die Spielgemeinschaft „Gojko Mitic“ hat sie sich einfallen lassen und macht seit Tagen auf Facebook neugierig. Zu sehen ist dort ein kurzer Videoclip, in dem viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene „in zivil“ und mit Requisiten zu sehen sind. Sie üben offenbar Szenen. Langzeitdarsteller Ben Hänchen gibt Hinweise durch ein Mikrofon. Wer das diesjährige Karl-May-Stück auf der Bischofswerdaer Waldbühne gesehen hat, merkt sehr schnell: Das alles war nicht Teil der Inszenierung. Was Ben Hänchen auch prompt bestätigt. Doch ansonsten verrät er nichts. „Wir veröffentlichen das Weihnachtsgeschenk an unsere Fans pünktlich Heiligabend. Vorher halten wir alle dicht.“ So viel Heimlichkeit in der Weihnachtszeit.

Einmal werden wir noch wach. Dann will die Spielgemeinschaft ihr Geheimnis lüften. „Das hat es bei den Karl-May-Spielen in Bischofswerda noch nie gegeben“, verspricht Ben Hänchen. Wir vertrauen darauf – und freuen uns auf ein Geschenk, welches das Sahnehäubchen der diesjährigen, überaus erfolgreichen Saison von Deutschlands kleiner Karl-May-Bühne mit den jüngsten Darstellern werden könnte. Es war deren 25. Spielzeit. In 22 Aufführungen wurde am Bischofswerdaer Stadtrand der Schatz im Silbersee gehoben. Diese Saison bot viel Neues. Erstmals flog 2017 ein echter Adler über die Köpfe des Publikums. Schirmherr Gojko Mitic lieh seinen Schützlingen als Erzähler seine Stimme. Eine neue feste Holz-Kulisse wurde gebaut. Viele prominente Gäste besuchten die Waldbühne – natürlich auch der Namensgeber der Spielgemeinschaft. Kollegen von den Landesbühnen Sachsen wie Langzeit-Shatterhand Jürgen Haase und Regisseur Olaf Hörbe sowie MDR-Kultur-Moderator Thomas Bille waren da. Auf der Waldbühne selbst erhielten die Laiendarsteller prominente Unterstützung. Bautzens Theaterintendant Lutz Hillmann, dessen Sohn bei den Karl-May-Spielen dabei ist, stand viermal als „Grauer Luchs“ auf der Bühne, trotz des Sommertheaters des eigenen Ensembles auf der Bautzener Ortenburg. Für Spielleiter Uwe Hänchen auch ein Ausdruck für die Wertschätzung der Leistungen der Akteure in Bischofswerda. Der Jüngste auf der Bühne war fünf Monate, der Älteste 78 Jahre. Die Jubiläumssaison endete mit einem Besucherrekord. Fast 12 000 Zuschauer sahen das Stück.

Viel Zeit und Energie

O Tannenbaum! – die Weihnachtsüberraschung „war ein Kraftakt“, bekennt Ben Hänchen. Aber ein wunderschöner Kraftakt. „Das war es wert. Unsere große Weihnachtsüberraschung hat viel Zeit und Energie gekostet. Einige Mitstreiter haben unzählige Stunden, viel Kreativität und Herzblut reingesteckt. Das hat sich gelohnt. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.“ Bleibt Heiligabend abzuwarten.

Sind am Sonntag die Lichter angezündet, könnte sich ein Blick auf Facebook und auf die Homepage der Karl-May-Spiele Bischofswerda lohnen. Dort will die Spielgemeinschaft das Geheimnis lüften und ihre Überraschung veröffentlichen.

Nach dem „Süßer die Glocken nie klingen“ stimmen wir alle noch ein in das „Alle Jahre wieder“. Was außer Weihnachtsvorbereitungen machen die kleinen und größeren Darsteller eigentlich noch so im Winter? Ganz klar: Sie bereiten die neue Spielzeit vor. „Textbücher studieren, Rollen verteilen, Kulissen und Kostüme bauen. Alles im Stillen“, sagt Ben Hänchen. Auch wenn der Titel des Stückes im neuen Jahr nun gar nicht zum Weihnachtsfrieden passen mag, so wollen wir ihn an dieser Stelle trotzdem schon verkünden: Tödlicher Staub. Premiere am 17. Juni 2018. Wir sind gespannt. Auf das Stück. Und natürlich auf die Weihnachtsüberraschung. (SZ/pi)

www.karl-may-spiele-bischofswerda.de