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Freitag, 21.04.2017

Toter Taucher obduziert

Nach dem Unfall in einem Kamenzer Steinbruch gehen die Ermittlungen weiter. Erwartet wird, dass es Aussagen zur Todesursache am Montag geben kann. Auch zu einem möglichen technischen Versagen.

In diesem Steinbruch in Kamenz geschah das Unglück.
In diesem Steinbruch in Kamenz geschah das Unglück.

© Rico Löb

Kamenz/Görlitz. Die Obduktion des vor einer Woche in der Tauchbasis Sparmann in Kamenz verunglückten Tauchers fand am Freitag statt. Dies bestätigte ein Polizeisprecher in Görlitz. Das Ergebnis werde die ermittelnde Behörde, also die Staatsanwaltschaft Görlitz, am Montag mitteilen, heißt es. Neben den Untersuchungen am Körper des Verstorbenen spielt nach wie vor auch die Tauchtechnik eine wichtige Rolle. So soll geprüft werden, ob eventuell das Beatmungsgerät versagt habe und wenn ja, welche Ursachen das gehabt haben könnte. Ein Fremdverschulden am Tod des 58-jährigen Dresdners war schon nach den ersten Ermittlungen ausgeschlossen worden.

Das Mitglied des Tauchertreffs Dresden war am Ostersonnabend mit zwei Sportfreunden im Sparmann mit eigener Technik zum Tauchgang aufgebrochen und von diesem nicht zurückgekehrt. Erst nach Stunden konnte der bis auf die 50-Meter-Ebene abgesunkene Verunglückte schließlich durch Spezialisten geborgen werden. Es war der vierte tödliche Tauchunfall im früheren Granittagebau an der Macherstraße in Kamenz seit 2002. (szo)