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Sonntag, 29.04.2018

Thüringer HC ist zu stark

Der HC Rödertal kassiert gegen den Spitzenreiter eine hohe Heimniederlage. Die Gäste sind vorzeitig Deutscher Meister.

Von Florian Triebel

Kamila Szczecina vom HCR setzt sich hier gegen Saskia Lang (Nr. 5) durch.
Kamila Szczecina vom HCR setzt sich hier gegen Saskia Lang (Nr. 5) durch.

© Henry Lauke

Handball-Bundesliga Frauen. Sowohl die Heim- als auch die vielen mitgereisten Gästefans sorgten am Sonnabend für eine eindrucksvolle Atmosphäre in der Großröhrsdorfer Sporthalle. Nachdem die Bienen den Favoriten vor über 700 Zuschauern lange Zeit ärgern konnten, ging ihnen in der zweiten Halbzeit ein wenig die Luft aus. Am Ende verlor der HC Rödertal gegen den klaren Favoriten Thüringer HC mit 22:35 (10:15).

HCR-Trainer Maximilian Busch sagte nach dem Abpfiff: „Zunächst möchte ich dem Thüringer HC zum Meistertitel gratulieren. Aber auch auf meine Mädels bin ich sehr stolz. Wir haben permanent Gas gegeben und sehr gut mit dem Favoriten mitgehalten. Auch als zu Beginn der zweiten Halbzeit der THC in Rollen kam, sind wir konzentriert geblieben. Es gibt Mannschaften, die nach so einem Rückstand zusammenbrechen, aber die Mädels haben bis zum Schluss gekämpft. Das zeichnet uns schon die ganze Saison aus. Zum Abschluss möchte ich noch bekannt geben, dass ich weiter Trainer beim HC Rödertal bleibe.“

Lange Verletztenliste beim HCR

Die Krankenlage beim HCR hatte sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Noch immer fehlten die beiden Langzeitverletzen Grete Neustadt sowie Lisa-Marie Ostwald. Außerdem musste Trainer Busch auf die angeschlagenen Izabella Nagy und Jurgita Markeviciute verzichten.

Schon mit der Anfangsformation zeigte THC-Trainer Herbert Müller, dass er dieses Spiel ernsthaft und konzentriert angehen wollte. So standen unter anderem Beate Scheffknecht, Saskia Lang, Meike Schmelzer und Toptorschützin Iveta Luzumova – sie allein erzielte zwölf Treffer – beim Anwurf auf der Platte. Doch wer von einem reinen Schaulaufen des Favoriten ausging, täuschte sich. Zwar ging der Thüringer HC mit seinem zweiten Angriff 1:0 in Führung, der Konter der Bienen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Im Gegenzug markierte Michelle Urbicht den Ausgleich.

Auch danach ließ sich der HCR nicht abschütteln. Dank einer konzentrierten Abwehrleistung und der glänzend aufgelegten Nele Kurzke im Tor kam der Thüringer HC nicht ins Rollen. THC-Coach Müller stellte um und brachte bei eigenem Angriff eine zusätzliche Feldspielerin auf die Platte. Doch nach 25 Minuten führten die Gäste nur mit 12:9. Nach der Halbzeitpause kam der Thüringer HC entschlossen aus der Kabine. In nur zwölf Minuten legte das Müller-Team einen 8:1-Lauf hin und nach 42 Minuten war die Partie beim Stand von 23:11 für die Gäste entschieden.

In dieser Phase wurde der Klassenunterschied zwischen beiden Mannschaften deutlich. Trotz der guten kämpferischen Leistung der Bienen war gegen die Qualität des Gegners kein Kraut gewachsen. Doch die Mannschaft von Trainer Maximilian Busch brach nicht zusammen, kämpfte verbissen weiter und ließen den Rückstand nicht mehr signifikant anwachsen. Als nach 60 Minuten das 22:35-Endergebnis auf der Anzeigetafel leuchtete, stand fest, dass der THC erneut Deutscher Meister ist.

HC Rödertal: Nele Kurzke, Ann Rammer; Tamara Bösch (6), Sarolta Selmeci (6/5), Michelle Urbicht (4/1), Stefanie Hummel (2), Egle Alesiunaite (1), Kathleen Nepolsky (1), Kamila Szczecina (1), Jacqueline Hummel (1), Brigita Ivanauskaite, Tammy Kreibich, Jessica Jander, Emma Kocken und Julia Mauksch.