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Sonntag, 15.04.2018

Testspielsieg lässt Fragen offen

Die Footballer der Monarchs haben den Zweitligisten Albershausen im Griff und trotzdem noch viel zu tun.

Von Alexander Hiller

Noch sitzt nicht jeder Griff: Dresdens Konrad Platz (r.) stört in dieser Szene zumindest den Albershausener Alexander Ketzer empfindlich.
Noch sitzt nicht jeder Griff: Dresdens Konrad Platz (r.) stört in dieser Szene zumindest den Albershausener Alexander Ketzer empfindlich.

© Robert Michael

Ulrich Däuber fühlt sich bestätigt. Der neue Trainer der Dresden Monarchs hat im ersten und einzigen Testspiel in Vorbereitung auf die neue Saison in der German Football League (GFL) genau das zu sehen bekommen, was er sich erhofft hat.

Der 55:14-Erfolg (34:0) vor knapp 1 300 Fans im Heinz-Steyer-Stadion über den Zweitliga-Aufsteiger Albershausen Crusaders zwei Wochen vor dem eigentlichen Saisonstart war eine Bestandsaufnahme – mehr nicht. „Ich bin damit ganz zufrieden. Die Partie hat gezeigt, dass unsere erste Garde das draufhat, was wir uns von ihr erhofft haben“, sagte Ulrich Däuber. Natürlich passierten hier und da noch Abstimmungsfehler. „Zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung hatte ich das aber auch nicht anders erwartet“, betonte er. Erst seit einer Woche hatte er den kompletten Kader von insgesamt 66 Spielern gemeinsam im Training, um sie auf die hochkomplexen Abläufe und Taktiken im Football einzustimmen. „Da, wo wir jetzt gerade sind, wollten wir auch sein“, erklärte der gebürtige Würzburger.

Soll heißen, sämtliche Importspieler, also die Profis im Team, erfüllen auf den ersten (Wettkampf-)Blick die in sie gesteckten Erwartungen und Anforderungen. Allerdings war der Gegner wohl auch zu schwach, um in dieser Hinsicht für bahnbrechende Erkenntnisse zu sorgen. Allerdings hat der Vergleich gegen den engagierten Zweitligisten Däuber auch zu einigen neuen Ansichten verholfen. Unter anderem zu der, dass einige Athleten aus der sogenannten zweiten Reihe schon ziemlich dicht dran sind an den beiden Stammformationen in der Offense und der Defense. Der 47-jährige Trainer nennt dafür stellvertretend etwa Hans Plam, Marcel Fürst, Markus Riedel, Manuel Behrends oder Martin Neumann. „Da liegt sicher noch viel Arbeit vor uns, aber von dem einen oder anderen wird in dieser Saison schon einiges zu hören sein“, versichert Däuber.

Bis zum Saisonstart beim Erstliga-Aufsteiger in Potsdam bleiben den Monarchs nun noch zwei Trainingswochen, die entsprechend intensiv ausfallen werden. In dieser Woche wird am Dienstag und Donnerstag trainiert – im Anschluss daran beraumt der Trainerstab ein sogenanntes „Camp-Wochenende“ an. Heißt: dreimal Training an zwei Tagen – plus zwei teambildende Abende. Für den ersten müssen die Neuen bei den Monarchs – und das sind eine Menge – ein paar Sketche einstudieren, zum Gaudi der Etablierten. Der zweite Abend gehört ganz den Familien der Spieler und des Betreuerstabes. „Wir wollen den Angehörigen auf diese Weise Danke sagen, weil wir wissen, dass auch sie viel Zeit und Herzblut investieren“, verdeutlicht Ulrich Däuber. Gerade gemeinsame Zeit wird in den nächsten Wochen ein kostbares, weil seltenes Gut sein.

Denn in der unmittelbaren Saisonvorbereitung, die nun beginnt, will der Monarchs-Trainer möglichst wenig Luft ranlassen. Schließlich treffen seine Schützlinge zum Start in die GFL-Saison auf den Erstliga-Aufsteiger Potsdam Royals und damit auf eine ihnen völlig fremde Mannschaft. Noch nie hat es einen Vergleich beider Teams gegeben. „Potsdam bestreitet zwei Testspiele – gegen Brüssel und Hildesheim. Wir tauschen das Videomaterial untereinander aus“, sagt er. Im Football ist das üblich. „Jetzt in den nächsten zwei Wochen wird sich zeigen, ob wir als Team Charakter haben – oder ob wir uns von einem relativ leichten Sieg in der Vorbereitung blenden lassen“, sagt Däuber und will sich in zwei Wochen erneut bestätigt fühlen.

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