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Samstag, 28.04.2018

Testroet beginnt bei Dynamo

Mit einer neuen Spitze wollen die Dresdner Düsseldorf den Aufstieg vermasseln. Vor mehr als 30 000 Zuschauern im ausverkauften DDV-Stadion fordert Trainer Neuhaus von seinem Team eine hohe Laufbereitschaft.

Von Sven Geisler

Pascal Testroet
Pascal Testroet

© Robert Michael

Es kommt, wie erwartet: Pascal Testroet steht zum ersten Mal seit seinem Kreuzbandriss in der Startelf von Dynamo Dresden, dafür muss Moussa Koné erst einmal auf der Ersatzbank Platz nehmen. Die Schwarz-Gelben treffen am Samstag ab 13 Uhr im mit mehr als 30 000 Zuschauern ausverkauften Rudolf-Harbig-Stadion auf Fortuna Düsseldorf. Spannender könnte die Ausgangslage kaum sein: Während die Gäste mit einem Sieg in Dresden den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga perfekt machen könnten, braucht Dynamo die drei Punkte für den Klassenerhalt. Auch nachdem der Abstieg des 1. FC Kaiserslautern feststeht und obwohl Erzgebirge Aue schon mal definitiv nach dem Spieltag weiter hinter den Schwarz-Gelben steht, bleibt es im Tabellenkeller der zweiten Liga spannend. „Wir brauchen definitiv noch Punkte, um die Klasse zu halten. Deshalb gilt es, den Fokus auf die Aufgaben zu legen für jeden Einzelnen und als Mannschaft. Das ist das Einzige, was Erfolg bringen kann“, sagt Uwe Neuhaus. Dabei gibt Dynamos Trainer zu: „Die Rechnerei mit den Spielen, die noch ausstehen, das könnte ich in- und auswendig, vorwärts und rückwärts runter rasseln.“ Erleitet daraus jedoch keine Schlussfolgerungen für die Partie gegen den Spitzenreiter ab. „Das ist nicht meine Denkweise“, sagt er. „Wir wollen unser Spiel machen und nehmen uns nicht so etwas vor wie: Hauptsache zu null, alles andere ist egal, ein Punkt hilft uns vielleicht. Wir müssen uns auf die Dinge konzentrieren, die uns helfen, Düsseldorf zu schlagen, war der einzige Antrieb in dieser Woche.“

Außer Testroet rückt Manuel Konrad für Marco Hartmann in die Anfangsformation, weil der Kapitän nach einer unberechtigten Gelb-Roten Karte gesperrt ist. Ansonsten schenkt Neuhaus der Mannschaft das Vertrauen, die in Kaiserslautern dem Druck standgehalten hat. Verzichten muss er außerdem auf die langzeitverletzten Sören Gonther und Jannik Müller sowie Niklas Hauptmann, der auch in dieser Woche wegen muskulärer Probleme nicht trainieren konnte. Dagegen steht Philip Heise wieder zur Verfügung, bleibt aber zunächst in Reserve. Genau wie Markus Schubert fürs Tor, die Stürmer Lucas Röser und Peniel Mlapa sowie Sascha Horvath und Fabian Müller. Andreas „Lumpi“ Lambertz bleibt im Spiel gegen seinen Ex- und wohl auch zukünftigen Klub nur die Zuschauerrolle. Neuhaus hatte das damit begründet, dass er den Kader so besetzen müsse, um auf allen Positionen reagieren zu können.

„Fortuna wird uns deutlich mehr abverlangen als Kaiserslautern, da bin ich mir sicher. Wir müssen die gleichen Tugenden wieder zeigen und darüber hinaus mehr Qualität zeigen beim letzten Pass, um Tore vorzubereiten“, sagt der Chefcoach, denn die Präzision im vorderen Drittel hat er als Schwachstelle ausgemacht. Düsseldorf habe „eine unglaubliche individuelle Qualität. Dagegen muss die Mannschaft mit großer Kompaktheit arbeiten, viel Laufbereitschaft zeigen, eventuell zu doppeln.“ Der Plan steht also, Schiedsrichter Robert Hartmann aus Wangen kann anpfeifen.

Dynamo spielt mit: Schwäbe – Kreuzer, Franke, Ballas, Seguin – Konrad – Berko, Benatelli, Aosman, Duljevic – Testroet.

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