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Donnerstag, 04.01.2018

Super-Schiebock an der neuen Straße

Die für Bischofswerda typische Schubkarre steht an der Zufahrt zur Firma Aicher. Kaum zu übersehen, vor allem nachts.

Von Ingolf Reinsch

Geschäftsführer Ulf Mildner (links) und Konstrukteur Olaf Finke stehen an dem Riesen-Schiebock. Er ist der neue Blickfang an der Zufahrt zum Gewerbepark am Drebnitzer Weg. Diese wird neu gestaltet.
Geschäftsführer Ulf Mildner (links) und Konstrukteur Olaf Finke stehen an dem Riesen-Schiebock. Er ist der neue Blickfang an der Zufahrt zum Gewerbepark am Drebnitzer Weg. Diese wird neu gestaltet.

© Steffen Unger

Bischofswerda. Vom Guinnessbuch der Rekorde spricht (noch) keiner. Doch wer hat je einen größeren Schiebock gesehen als den, der an der Zufahrt zum Gewerbepark der Max Aicher Bischofswerda GmbH steht? Dieser ist 6,34 Meter lang, rund zwei Meter breit, und er bringt es auf eine Gesamthöhe von drei Meter. Die beiden Bögen über dem Rad sind anderthalb Meter hoch. Die stadttypische Schubkarre trägt den Firmennamen und das -logo. Edelstahl trifft Aicher-Blau.

Der Mega-Schiebock ist ein Kind des Bischofswerdaer Betriebes, dessen Kerngeschäft der Stahl- und Anlagenbau ist. Der langjährige Geschäftsführer Klaus-Jürgen Kramer, der in wenigen Wochen in den Ruhestand geht, und Konstrukteur Olaf Finke hatten, die Idee. Olaf Finke war es auch, der den Schiebock projektierte. Der Schiebock selbst ist aus feuerverzinktem Stahl, der pulverbeschichtet wurde. Der Aufbau ist aus Edelstahl. Die Firma Aicher wirbt so an exponierter Stelle: an der Kreuzung Drebnitzer Weg/Süßmilchstraße, die im Zuge des Baus des vor Weihnachten freigegebenen Zubringers zur Ortsumfahrung umgestaltet wurde. Am Abend ist die Schrift auf dem Schiebock beleuchtet. Ein interessantes Detail, das sich Olaf Finke einfallen ließ, sieht man dagegen nur am Tage und auch nur, wenn man direkt vor oder hinter dem Gefährt steht: Der Schiebock ist konisch, das heißt, an einem Ende ist er etwa einen halben Meter breiter als am anderen. „Im Zusammenhang mit dem Kreuzungsumbau wollten wir auch den Haupteingang zu unserem Gewerbepark neu gestalten“, sagt Geschäftsführer Ulf Mildner. Parallel gab es den Aufruf zu einem Schiebock-Wettbewerb anlässlich des 790-jährigen Bestehens Bischofswerdas.

Verbundenheit zur Stadt zeigen

Dessen Ziel war es, den Schiebock nachhaltig im Bischofswerdaer Stadtbild sichtbar und erlebbar zu machen. Hier trafen sich die Intentionen von Stahlbauern und Wettbewerbsinitiatoren um Tierpark-Leiterin Silvia Berger und Netzwerk-Chef Andreas Mikus. „Mit dem Schiebock möchten wir auch unsere Verbundenheit mit der Stadt deutlich machen“, sagt Ulf Mildner. Um beim Wettbewerb als Preisträger berücksichtigt zu werden, kam der Aicher-Schiebock leider ein paar Tage zu spät. Allerdings wurde er noch rechtzeitig fertig, um beim Festumzug am 9. September mitzurollen. Schon dort waren die Besucher begeistert vom Schiebock XXL.

Die Firma Aicher beschäftigt aktuell in Bischofswerda 72 Mitarbeiter. Produziert werden unter anderem Mülltransportsysteme, die aus Pressen und Containern bestehen, Anlagen für den mobilen Hochwasserschutz sowie zahlreiche weitere Produkte im Stahl- und Metallbau – von Treppen, Geländern und Balkonen bis zu Schweißbaugruppen unterschiedlichster Konstruktion für den Landmaschinen- und Fahrzeugbau. Hinzu kommen eine Kfz-Werkstatt, Dienstleistungen im Bereich Heizung, Lüftung und Sanitär sowie der Bereich Immobilien/Vermietungen. Letzterer konzentriert sich vor allem auf den Gewerbepark am Drebnitzer Weg. Rund 30 Firmen sind dort eingemietet – sowohl produzierendes Gewerbe als auch Handelsunternehmen, wie zum Beispiel der Eurofuchser, die Teppichscheune und der Rohstoffversand Paligo. Hinzu kommen Privatleute, die Garagen oder Räume nutzen. Die im Gewerbepark ansässsigen Unternehmen sichern zusammen 270 Arbeitsplätze, sagt Ulf Mildner. Bis auf die Räume, die bis vor einigen Jahren ein Fitnessstudio nutzte, sind alle Gebäude im Gewerbepark der Firma Aicher am Drebnitzer Weg vermietet.

www.max-aicher-bischofswerda.de