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Donnerstag, 07.12.2017

Striezelmarkt-Steine wieder grün

Der erste Verschönerungsversuch mit Folie schlug fehl. Jetzt haben es die Dekorateure mit Farbe probiert.

Die Nizzasperren tragen jetzt frisches Tannenzweig-Grün.
Die Nizzasperren tragen jetzt frisches Tannenzweig-Grün.

© René Meinig

Erst eingewickelt, dann ausgepackt und nun auch noch angepinselt: Die Nizza-Sperren vorm Dresdner Striezelmarkt haben schon wieder ihr Aussehen verändert. Diesmal haben sich die Dekorateure weder für schlichtes Betongrau noch kräftiges Weihnachtsmann-Rot entschieden. In mattem Grün werden die Besucher seit Dienstag zum Budenbummel empfangen. Diesmal soll die Farbe aber dranbleiben.

Der Wandel der Betonsteine

Zunächst hatte das Marktamt die Blöcke mit roter und grüner Folie bekleben lassen. Diese schmiegte sich allerdings wenig zärtlich um die kalten Steine und schlug Falten. Die Stadtverwaltung selbst unkte, man halte den Verschönerungsversuch nicht für besonders gelungen. Der kreative Prozess sei noch nicht abgeschlossen, war dann am Montag zu hören. Anstatt einen weiteren Einpackversuch zu starten, entschied man sich diesmal lieber gleich für Farbe. Auch die anderen im Stadtgebiet aufgestellten Blöcke sollen auf diese Art umdekoriert werden. Der Vorschlag sei aus der Bürgerschaft gekommen, so die Stadt.

Immerhin lässt es sich Dresden um die 6500 Euro kosten, die Terrorabwehr so unauffällig wie möglich zu halten. Allein an der Wilsdruffer Straße, der See- und der Kreuzstraße sind 160 dieser schweren Poller hingesetzt worden. Sie dienen als Schutz vor möglichen Lkw-Attentätern und sind erstmals im vergangenen Jahr aufgebaut worden, nachdem in Berlin ein Mann mit einem Laster in einen Weihnachtsmarkt gerast war.

In Dresden sind jeweils drei Steine miteinander verbunden, um einem Lkw etwas entgegenzusetzen. Dazwischen ist für die Striezelmarkt-Besucher Platz gelassen worden. (SZ/sr/mja)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 44 Kommentare

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  1. Mkm

    Noch schöner wäre es, man würde die Steine nicht auf die Fahrbahn setzen... Soll ja auch immer noch Leute geben, die da durchfahren müssen.

  2. Hilft

    Wird schon helfen, gegen die durchgeknallten Typen mit dem Messer in der Tasche... Ich fühle mich jetzt sicherer, zu hause.

  3. Rolf H.

    Lieber Hardy, zu NVA-Zeiten hätten wir keine Betonklötze gebraucht. Was für ein surreales Bild, überall die Klötze, sogar in Geschenkpapier verpackt, Polizei mit vorgehängter Maschinenpistole. Und Sachsen-Radio sucht den schönsten Weihnachtsmarkt im Lande, irre ... Übrigens die AfD sucht den schönsten Betonpoller.

  4. Fritz

    Rechungsadressat sollte hier doch eindeutig Fr. Merkel und ihre Kuscheltierwerfenden Willkommensjubelschafe sein.

  5. DDay

    Liebe SZ. Ich bitte um mehr Berichte über Weihnachtsmarktabsicherungen. Dann schäumt der Pegidist jedes mal so schön und verkündet (wie "L.T. und "Hilft" z.B.) schön zu hause zu bleiben. Wir leben ja in einer Stadt voller Terroristen! Macht mal alle schön, was Islamisten von euch wollen. Euer Leben verändern. Jeder Pegidafan weniger auf den Weihnachtsmärkten ist gut! Ich freue mich.

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