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Freitag, 29.12.2017

Stadtrat widerspricht Tierparkchef

SPD-Kommunalpolitiker Matthias Rost nennt fehlende Konzepte als Grund für die Streichung der Fördermittel.

Tierparkbetreiber Heiko Drechsler sollte ein Konzept vorlegen. Das hat er nicht getan, sagt SPD-Stadtrat Matthias Rost.
Tierparkbetreiber Heiko Drechsler sollte ein Konzept vorlegen. Das hat er nicht getan, sagt SPD-Stadtrat Matthias Rost.

© Claudia Hübschmann

Meißen. Der Meißner SPD-Stadtrat Matthias Rost hat in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung die Streichung weiterer Fördermittel für den Tierparkbetreiber Heiko Drechsler verteidigt. Politische Gründe gebe es nicht, aber wirtschaftliche. „Bereits zu Beginn des Jahres 2016 wurde Herrn Drechsler bekannt gemacht, dass er ein Betriebskonzept aufstellen muss, um langfristig die Unterstützung zu erhalten“, so Rost. Das habe dieser innerhalb von zwei Jahren nicht getan. Auf seine Nachfragen im Sozial- und Kulturausschuss hin, mit welchen konkreten Projekten sich der Tierpark bei Ganztagesangeboten an Schulen oder Angeboten von Kindertageseinrichtungen einbringt, seien ihm keine Beispiele genannt worden, so Rost.

Drechsler hingegen verweist auf regelmäßige Besuche von Kindergarten- und Schülergruppen. Das Betriebskonzept für seinen Tierpark habe er bereits vor 15 Jahren als Teil seiner Bewerbung als Pächter vorgelegt. Jederzeit könnte die Jahresrechnung für die Anlage eingesehen werden.

Problematisch an dem Zwist zwischen Betreiber und Stadträten ist vor allem, dass Meißen keinen Zukunftsplan für das Gelände hat. Sollte Drechsler gehen, würde dieser seine Tiere mitnehmen und seine Gehege abbauen. Die Betriebsgenehmigung für die alten Volieren würden wegfallen. Ein neuer Pächter, der gänzlich auf Zuschüsse verzichtet, dürfte kaum zu finden sein. Die Sicherung des Grundstücks könnte hohe Kosten verursachen. (SZ/pa)

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