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Samstag, 30.12.2017

Stadt gewinnt gegen Baufirma

Die Sanierung der Reppiser Straße war 2011 zum Zankapfel geworden. Nun hat ein Gericht in dem Fall entschieden.

Lang ist’s her: Im Jahr 2011 wurde die Reppiser Straße in Gröditz gebaut. Die Autos rollen inzwischen längst wieder - die Gerichte beschäftigen sich aber noch immer mit Streitigkeiten rund um das einstige Bauprojekt.
Lang ist’s her: Im Jahr 2011 wurde die Reppiser Straße in Gröditz gebaut. Die Autos rollen inzwischen längst wieder - die Gerichte beschäftigen sich aber noch immer mit Streitigkeiten rund um das einstige Bauprojekt.

© Archiv/Alexander Schröter

Gröditz. Die Autos rollen bereits seit Jahren auf der fertig sanierten Reppiser Straße durch Gröditz. Vor Gericht streiten die Stadt und eine an der Sanierung beteiligte Baufirma aber noch immer wegen des Vorhabens – und zwar ums Geld. Im November hatte es eine Entscheidung gegeben. Wie das Dresdner Landgericht bestätigte, wurde die Baufirma zur Zahlung von 76 000 Euro nebst Zinsen an die Stadt verurteilt. Gröditz hatte dem Unternehmen 2011 wegen Verzugs in der Bauphase den Vertrag gekündigt und einen anderen Betrieb mit den Arbeiten beauftragt. Die Mehrkosten dafür sollte aus Sicht der Stadt die Baufirma tragen. Für die Richter am Landgericht war dieser Anspruch der Stadt gerechtfertigt.

Die Stadt ihrerseits muss knapp 1 700 Euro nebst Zinsen an die Tiefbaufirma zahlen, entschied das Landgericht weiterhin. Die Baufirma hatte versucht, einen restlichen Werklohn von reichlich 290 000 Euro bei der Stadt einzuklagen. Der letztlich geringe Erfolg liege unter anderem im fehlenden Vortrag der Baufirma zur Sache begründet, erklärte Sprecher des Dresdner Landgerichts.

Beendet ist der Streit offenbar nicht. Inzwischen liegen beide Verfahren bei der nächsten Instanz, dem Dresdner Oberlandesgericht, bestätigte eine Sprecherin. Während weiter Autos über die Reppiser Straße rollen, wird der Streit ums Geld im Hintergrund also weitergehen. (SZ/ewe)

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