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Mittwoch, 13.09.2017

Stadt geht gegen „Tretminen“ vor

Hunderte Hunde leben in Strehla. Damit ihre Hinterlassen- schaften nicht überall herumliegen, tut die Stadt etwas.

Einer der Hundekotbeutel-Spender in Strehla am Markt.
Einer der Hundekotbeutel-Spender in Strehla am Markt.

© Eric Weser

Strehla. Hilfe für Hundebesitzer: Die Stadt Strehla will schrittweise weitere Kotbeutel-Spender aufstellen. Nach Angaben des Rathauses sollen sie an der Straße Am Wasserwerk, am Oppitzscher Weg sowie am Stadtpark oberhalb der B 182 platziert werden. Da jeder neue Spender rund 500 Euro koste, passiere die Anschaffung schrittweise.

An einem halben Dutzend weiterer Stellen gibt es in der Stadt bereits solche Spender, unter anderem am Markt. Die Boxen beinhalten nicht nur rote Beutel, mit denen Hundehalter die Hinterlassenschaften ihrer Tiere einsammeln können. Sie dienen auch gleichzeitig als Sammelstelle für benutzte Beutel. Die Behälter werden regelmäßig von Stadt-Mitarbeitern geleert. Vandalismus an den Behältern verzeichnet die Stadt nicht – allerdings ließen Langfinger gern mal die Beutel mitgehen.

Haltern droht Bußgeld

Nicht weggeräumter Hundekot ist nach Angaben des Rathauses vor allem auf den Elbwiesen ein Problem, aber auch am Melchior-Tatzen-Weg sowie entlegeneren Wegen und Gassen. Hundehaltern, die den Kot ihrer Tiere im öffentlichen Raum liegen lassen, drohen Verwarngelder von 55 Euro, so die Stadt. Diese Strafe sei auch schon verhängt worden. Man sei auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen, teilt das Rathaus mit.

Nach Angaben der Stadtverwaltung gibt es in Strehla derzeit rund 280 angemeldete Hunde, eines der Tiere gilt als sogenannter gefährlicher Hund. Wie hoch die Dunkelziffer nicht angemeldeter Tiere ist, dazu will sich die Stadt nicht äußern. Hinweisen auf unangemeldete Hunde gehe man aber nach.

Bei der Hundesteuer ist Strehla vergleichsweise günstig: Der erste Hund kostet in Strehla 40 Euro pro Jahr, in Riesa zwischen 65 und 92 Euro, Gröditz verlangt für das erste Tier immerhin 55 Euro. (SZ/ewe)

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