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Donnerstag, 28.12.2017

Sparkasse wird Wohnhaus

Vor einem Jahr musste die Filiale in Stauchitz schließen. Bei den Gemeinderäten wirft die geplante Nachnutzung Fragen auf.

Von Jürgen Müller

„Es gibt keinen sachlichen Grund, die Umnutzung zu verbieten“ – Bauamtsleiter Dirk Zschoke.
„Es gibt keinen sachlichen Grund, die Umnutzung zu verbieten“ – Bauamtsleiter Dirk Zschoke.

© SZ-Archiv/Lutz Weidler

Stauchitz/Meißen. Das Gebäude, in dem sich bis Ende vorigen Jahres die Filiale der Sparkasse Meißen befand, wird verkauft und als Wohnhaus umgebaut. Ein entsprechender Antrag, die Gewerberäume als Wohnungen nutzen zu können, wurde jetzt gestellt. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag zu. Allerdings ist man in der Gemeinde der Sparkasse nicht wohlgesonnen, seitdem sie die Filiale schloss, Geldautomat und Kontoauszugsdrucker abbaute. Gemeinderäte wollten wissen, was denn passieren würde, wenn man den Antrag ablehne. „Das würde das Verfahren lediglich verzögern. Weil es keinen sachlichen Grund gibt, die Umnutzung zu verbieten, würde das Landratsamt unseren Beschluss aufheben“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Zschoke. So stimmte der Gemeinderat schließlich zu.

Nach der Volksbank Riesa hatte die Sparkasse Meißen ihre Filiale aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Das hatte für großen Unmut in Stauchitz gesorgt. Schließlich konnte ein privater Betreiber gefunden werden, der einen Geldautomaten in Stauchitz aufstellte. Mit der Volksbank Riesa wurde eine Vereinbarung getroffen, dass deren Kunden kostenlos dort Geld abheben können. Die Sparkasse Meißen stimmte einer solchen Regelung für ihre Kunden nicht zu.

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