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Donnerstag, 17.05.2018

Souveräner Aufstieg

Graupas Tischtennisfrauen holen den Staffelsieg und spielen somit künftig in der Sachsenliga. Auch der Nachwuchs feiert Erfolge.

Von Stephan Klingbeil

© Symbolfoto: dpa

Pirna. Diese Meisterbilanz beeindruckt durchaus: 16 Siege, ein Remis und nur eine Niederlage. Die Tischtennisfrauen des TSV Graupa haben in dieser Saison souverän den Staffelsieg in der Landesliga geholt. Nach mehreren vergeblichen Anläufen in Vorjahren hat das Team um Pascale und Anne Roth, Nancy Keller und Anna Nguyen sowie den Nachwuchskräften Flora Helena Richter und Lisa Randel nun den Aufstieg in die Sachsenliga geschafft. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten Neukirch betrug am Saisonende immerhin fünf Zähler.

Nachdem der TSV zuletzt vor einem Jahr sogar mit nur einem einzigen Punkt hinter dem Tabellenzweiten und späteren Relegationssieger Motor Wilsdruff den Aufstieg haarscharf verpasst hatte, beherrschten die Graupaerinnen nun die Liga deutlich. „Es war in den letzten Jahren sehr knapp, jetzt hat es endlich geklappt“, freut sich Vereinschef und Tischtennistrainer Peter Kraetsch. „In der neuen Saison in der Sachsenliga geht es für uns zunächst vor allem darum, dass die Klasse gehalten wird.“

Vielleicht ist sogar mehr drin. Die beiden Roth-Schwestern und Nancy Keller haben reichlich Erfahrung. Die vor der Saison vom aufgelösten Damenkader des ehemaligen Stützpunktvereins ESV Lok Pirna nach Graupa gewechselte Anna Nguyen spielt mit ihren jungen Jahren ebenfalls schon routiniert auf. Und darüber hinaus stößt noch ein weiteres Talent zur Mannschaft.

Eine U 14-Spielerin aus Radeburg wechselt zur neuen Spielzeit zu Graupa. Sie kennt Pascale Roth und fiel der zuständigen Bundestrainerin beim Deutschland-Pokal in Bonn auf. Die junge Schülerin müsse unbedingt Sachsenliga spielen. Ihre Eltern stimmten zu, nun tritt sie für Graupa an – trotz ihres Alters sei das möglich.

Titel gleich beim ersten Turnierstart

Darüber hinaus wird es eine neue zweite Damenauswahl beim TSV geben. Nachdem die älteren Spielerinnen laut Kraetsch den Verein 2016/17 in Richtung Dresden-Mitte verlassen hatten, steht eine neue Nachwuchstruppe in der zweiten Reihe parat. Das Quintett mit 13 bis 15 Jahren jungen Schülerinnen werde in der Bezirksliga starten. Auch hier ist vor allem das Ziel, dass sich das junge Team erst einmal etabliert. Auch eine Graupaer Jungenmannschaft gehe auf Bezirksebene auf Punktejagd.

Ab der Spielzeit 2018/19 soll es beim TSV außerdem zwei neuen Schülerteams geben, eine mit Jungs und eine mit Mädchen, die mit teils erst zehn Jahren sehr jung sind und vor allem auf Kreisebene Erfahrung im Punktspielbetrieb sammeln sollen. „Ziel ist, dass wir reine Jungen- oder Mädchenteams stellen und vor allem, dass sie über einen langen Zeitraum hinweg zusammen spielen“, erklärt TSV-Nachwuchstrainingsleiter Kraetsch die Vereinspolitik.

In Sachen Nachwuchsförderung ist die Tischtennis-Abteilung des 1908 gegründeten Klubs inzwischen die Nummer eins in Pirna. Vor dem Umzug in die Copitzer Diesterweg-Halle vor fast 20 Jahren bestand die 1955 gegründete Tischtennisabteilung aus kaum 15 Mitgliedern. Jetzt schlagen rund 80 Aktive für den TSV auf. Mehr als die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche.

Dass die Talentförderung stetig besser klappt, hänge aber insbesondere damit zusammen, dass viele junge Trainerinnen und Übungsleiter aus dem eigenen Nachwuchs die jüngeren TSV-Spieler betreuen. „Die machen eine sehr gute Arbeit“, sagen Kraetsch und Abteilungsleiter Peter Thomas. Erfolge lassen nicht auf sich warten.

So gewann der TSV-Tischtennis-Nachwuchs erst kürzlich bei seiner ersten Teilnahme überhaupt den Sächsischen Nachwuchscup in Döbeln. Die Jüngsten des Klubs behaupteten sich dort gegen 17 Vereine aus ganz Sachsen mit insgesamt 67 Kindern. Die zehn Graupaer Talente waren begeistert bei der Sache und konnten auch überzeugen –  vier schafften es sogar auf das Podest – mit je einmal Gold und Silber sowie zweimal Bronze.