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Dienstag, 21.03.2017

Sonne satt im vergangenen Winter

Auch wenn wir ihn so nicht in Erinnerung haben: Der Winter zeigte sich zu trocken.

© dpa (Symbolfoto)

Kaum hat der kalendarische Frühling begonnen, kommt die Statistik des vergangenen Winters auf den Tisch. Aber wollen uns die Datenanalysten hinters Licht führen? Sie schätzen die kalten Monate als zu sonnig und zu trocken ein. Wo finden sich all die schneereichen Tage? Offenbar haben wir sie überbewertet. So verlief der Winter 2016/17 überdurchschnittlich sonnig, mit +0,47 Grad geringfügig zu warm und mit 70 Prozent der sonst üblichen Niederschlagsmenge zu trocken.

Zum vierten Mal in Folge war der Dezember zu warm. Plus 1,4 Grad schlugen zu Buche. Zwei ausgeprägte Hochdruckgebiete, besonders Hoch Wolfgang zur Monatsmitte, sorgten für überdurchschnittlich sonniges Dezemberwetter. Mit einer Sonnenscheindauer von 87 Stunden nimmt der Dezember 2016 hier den zweiten Platz nach 2000 ein. Die Messreihe begann 1991. Gleichzeitig regnete es 30 Prozent zu wenig im Vergleich zum Klimamittelwert 1961 bis 1990.

Mit dem Jahreswechsel wurde es jedoch kälter in Dresden. Wintersturm Egon bescherte Deutschland eine geschlossene Schneedecke. Nach in Folge sechs zu warmen Januarmonaten war der Januar 2017 mit einer Abweichung von -2,3 Grad erstmals wieder kälter im Vergleich zum Klimareferenzwert. Es wurden 30 Frosttage mit einer tiefsten Tagestemperatur von unter null Grad Celsius gemessen. Doch mit nur 63 Prozent der sonst üblichen Monatssumme gab es erneut zu wenig Niederschlag, wie das Rathaus informiert. Im Februar war bis Monatsmitte das kräftige Hoch Erika wetterbestimmend, das viel Sonnenschein brachte. Es blieb aber weitgehend winterlich kalt.

Erst in der zweiten Monatshälfte strömte milde Atlantikluft nach Deutschland, ließ Temperaturen steigen und letzte Schneereste schmelzen. So war der Februar letztlich 2,3 Grad wärmer gegenüber dem Vergleichswert 1961 bis 1990. Bei den Niederschlägen fehlten wiederum 27 Prozent zur Regenmenge des Vergleichszeitraumes. (SZ/kh)

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