• Einstellungen
Dienstag, 14.11.2017

Soli-Demo für DRK-Mitarbeiter

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Sonnabend zur Kundgebung nach Dresden auf. Auch die Bezahlung im Rödertal spielt dort eine Rolle.

© dpa

Radeberg/Pulsnitz. Diese Nachricht war in den vergangenen Monaten regelmäßig zu lesen gewesen: Beim Rettungsdienst in Radeberg/Pulsnitz wird gestreikt. Die Gewerkschaft Verdi hatte ihre Mitglieder im Krankentransport der DRK-Rettungsdienst Radeberg-Pulsnitz gGmbH immer wieder zum Warnstreik aufgerufen. Jetzt wird es in Dresden zu einer Solidaritäts-Demo kommen; am Sonnabend ab 13 Uhr auf dem Albertplatz in der Dresdner Neustadt. Es geht um eine faire Bezahlung, sagt Verdi-Verhandlungsführer André Urmann. In Sachsen gibt es im Rettungsdienst Lohnunterschiede von mehreren Hundert Euro im Monat, macht er deutlich. „In Chemnitz bekommen Mitarbeiter zum Beispiel fast 30 Prozent mehr als in Radeberg oder Dresden“, rechnet André Urmann vor. Aber die Verantwortlichen der DRK Rettungsdienst Radeberg-Pulsnitz gGmbH hätten der Verhandlungskommission der Gewerkschaft bisher kein akzeptables Angebot vorgelegt, sich an die höheren Tarife anzupassen, fügt er an.

Wobei es bei der Demo in Dresden auch um ein grundlegendes sächsisches Problem gehe, sagt der Gewerkschafter. Denn die Kommunen, die ja für den Rettungsdienst zuständig sind, verweisen darauf, dass sie Rettungsdienstleistungen europaweit ausschreiben und dann auch dem sozusagen preiswertesten Anbieter den Zuschlag erteilen müssen. „Dabei gilt diese von der EU vorgegebene Pflicht seit 2015 nicht mehr; die EU hat den Rettungsdienst aus dieser Vorgabe ausdrücklich herausgenommen“, unterstreicht er. (jf)

Desktopversion des Artikels