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Donnerstag, 12.10.2017

Skate-Rundweg nimmt wichtige Hürde

Zuletzt musste das Ottendorfer Projekt Rückschläge hinnehmen. Doch nun könnte es 2018 tatsächlich los gehen.

Von Nadine Steinmann

Noch ist der Rundweg im Gewerbegebiet uneben und nicht befahrbar. Doch ab 2018 soll hier ein Paradies für Skater entstehen.
Noch ist der Rundweg im Gewerbegebiet uneben und nicht befahrbar. Doch ab 2018 soll hier ein Paradies für Skater entstehen.

© Archivfoto: Thorsten Eckert

Ottendorf-Okrilla. Mehr Angebote für Jugendliche! Dies ist ein primäres Ziel, dass die Gemeinde Ottendorf-Okrilla in den kommenden Jahren verfolgen möchte. Und wie gut passt es da, dass es in der Großgemeinde auch engagierte Jugendliche gibt, die selbst Ideen haben, ausarbeiten und vorantreiben. Wie zum Beispiel die Ottendorfer Ortsforscher. Sie haben vor mittlerweile zwei Jahren unter der Federführung von Jugendsozialpädagogin Antje Krieck eine rasante Idee entwickelt: Ein Skate-Rundweg im Ottendorfer Gewerbegebiet.

Dieser sollte auf einer Strecke von einem Kilometer rund um die Firma Sick Engineering, entstehen. Im Laufe der darauffolgenden Monate haben die Jugendlichen einiges erreicht, haben Spenden gesammelt, das Projekt im Gemeinderat vorgestellt und gemeinsam mit dem Ottendorfer Gewerbeverein einen Antrag auf Fördermittel beim Dresdner Heidebogen gestellt. Dieser bewilligte die Gelder sogar! Doch dann mussten die engagierten jungen Ottendorfer einen herben Rückschlag hinnehmen. Denn die endgültige Entscheidung über die Vergabe von Fördermitteln fällt das Landratsamt Bautzen. Und die Behörde lehnte ab. Grund: Der Skate-Rundweg sollte auf Gemeindegebiet entstehen – und dort kann auch nur die Gemeinde bauen und keine Interessengemeinschaft von Jugendlichen.

Damit das Projekt aber nicht im Sand verläuft, hat die Gemeinde die Fäden in die Hand genommen und erneut einen Antrag beim Dresdner Heidebogen gestellt. Und die wurden nun erneut bewilligt, wie Ottendorfs Hauptamtsleiter Udo Rößler auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung erklärt. Im kommenden Jahr können die Arbeiten dann beginnen. Und glücklicherweise sind nicht nur die Fördermittel bestätigt, sondern mittlerweile auch die eingeplanten Spenden auf dem Konto der Gemeinde eingegangen. So unterstützt der Förderverein der Oberschule das Projekt mit 3 000 Euro und die Stadtentwässerung Dresden mit knapp 19 500 Euro. Anfang August konnte der Ottendorfer Gemeinderat beide Spenden in seiner Sitzung offiziell annehmen. Im Anschluss an den Skate-Rundweg soll von den Geldern zudem noch der ebenfalls langgeplante Skatepark entstehen, der mit verschiedenen Elementen in unmittelbarer Nähe des Rundweges geplant ist.