• Einstellungen

September: Was Nieskyer über ihre Stadt denken

Eigeninitiative wird ausgebremst

Niesky ist nicht nur mein Arbeitsort, hier wohnte ich auch 25 Jahre lang. In Niesky habe ich mein Abitur gemacht. Vor zehn Jahren bin ich mit meiner Familie nach Kollm gezogen und lebe seitdem dort. An Niesky schätze ich das Ländliche. Ich bin kein Großstadttyp und fühle mich deshalb hier gut aufgehoben. Als begeisterter Biker bin ich oft mit meinem Chopper in und um Niesky unterwegs. Mit so einem Motorrad ist man nicht so schnell und kann seine Freiheit genießen.
In Niesky lernt man schnell Leute kennen und ist erstaunt, wen es hier so alles gibt. Da ich auch Musik mache und Bassist in einer Hardrock-Band bin, war ich erstaunt, wie viele Musiker Niesky so hat und dass man auf Gleichgesinnte trifft. Aber ich erlebe auch das Gegenteil, das Kleinbürgerliche. Niesky zeigt sich nur wenig weltoffen, es wird viel getratscht. Wenn man Initiative ergreifen möchte, wird es schwierig, die eigenen Ideen umsetzen zu können. Das fiel mir besonders auf, als wir für unsere Band auf der Suche nach einem Probenraum in der Stadt waren. Da wünsche ich mir mehr Vertrauen untereinander.
Und noch etwas: Wir hätten uns gern als Band beim Herbstfest beworben, aber an Musiker war in dem Anmeldeformular auf der Internetseite der Stadt nicht gedacht worden. Also haben wir es gelassen.

Andreas Wirth (38) ist als Hausmeister am Schleiermacher-Gymnasium beschäftigt. Mit seiner Frau und beiden Kindern wohnt der einstige Sachbearbeiter in der Kreisverwaltung in Kollm.
Eigeninitiative wird ausgebremst Niesky ist nicht nur mein Arbeitsort, hier wohnte ich auch 25 Jahre lang. In Niesky habe ich mein Abitur gemacht. Vor zehn Jahren bin ich mit meiner Familie nach Kollm gezogen und lebe seitdem dort. An Niesky schätze ich das Ländliche. Ich bin kein Großstadttyp und fühle mich deshalb hier gut aufgehoben. Als begeisterter Biker bin ich oft mit meinem Chopper in und um Niesky unterwegs. Mit so einem Motorrad ist man nicht so schnell und kann seine Freiheit genießen. In Niesky lernt man schnell Leute kennen und ist erstaunt, wen es hier so alles gibt. Da ich auch Musik mache und Bassist in einer Hardrock-Band bin, war ich erstaunt, wie viele Musiker Niesky so hat und dass man auf Gleichgesinnte trifft. Aber ich erlebe auch das Gegenteil, das Kleinbürgerliche. Niesky zeigt sich nur wenig weltoffen, es wird viel getratscht. Wenn man Initiative ergreifen möchte, wird es schwierig, die eigenen Ideen umsetzen zu können. Das fiel mir besonders auf, als wir für unsere Band auf der Suche nach einem Probenraum in der Stadt waren. Da wünsche ich mir mehr Vertrauen untereinander. Und noch etwas: Wir hätten uns gern als Band beim Herbstfest beworben, aber an Musiker war in dem Anmeldeformular auf der Internetseite der Stadt nicht gedacht worden. Also haben wir es gelassen. Andreas Wirth (38) ist als Hausmeister am Schleiermacher-Gymnasium beschäftigt. Mit seiner Frau und beiden Kindern wohnt der einstige Sachbearbeiter in der Kreisverwaltung in Kollm.

@ andré schulze

Mir gefällt die Vielfalt in Niesky

Ich bin gebürtige Görlitzerin.
Hier in unserer Region habe ich viele Bekannte und Fans und somit natürlich auch in Niesky.
Deshalb habe ich bei meinem Auftritt am Sonntag beim Herbstfest einen kleinen Heimvorteil. Als Kind hatte ich in der Musikschule in Niesky Gitarrenunterricht. Natürlich mag ich das Baden im Waldbad und in den Seen in unserer Region. In Niesky gibt es viele gute und bekannte Einrichtungen. Wie zum Beispiel die Werkstatt vom Martinshof, oder für alle Eissportfans das neue Eisstadion. Und ganz wichtig: das leckere Eis beim Becker-Bäcker. Ich nutze gern die Einkaufsmöglichkeiten in dieser Stadt. Mir gefällt die Vielfalt auf kleinem Raum. Das ist von den Menschen und Wegen her viel entspannter und stressfreier und man findet immer einen Parkplatz gleich vor der Tür. Da in dieser kleinen Stadt nicht alles anonym ist, und ich hin und wieder erkannt werde, nehme ich mir immer die Zeit für ein paar Worte mit den Leuten. Neben meinem Auftritt am Sonntag würde ich mir gern auch Anna-Maria Zimmermann am Freitag anschauen. Wenn es die Zeit hergibt, mische ich mich gern unters Volk. Ich freue mich schon riesig, gemeinsam mit Bernhard Brink am Sonntagnachmittag die Gäste mit deutschem Schlager zu erfreuen. Das wird eine tolle Party.

Nicci Schubert (31) ist Schlagersängerin aus Görlitz und tritt am Sonntag beim Herbstfest im Festzelt auf.
Mir gefällt die Vielfalt in Niesky Ich bin gebürtige Görlitzerin. Hier in unserer Region habe ich viele Bekannte und Fans und somit natürlich auch in Niesky. Deshalb habe ich bei meinem Auftritt am Sonntag beim Herbstfest einen kleinen Heimvorteil. Als Kind hatte ich in der Musikschule in Niesky Gitarrenunterricht. Natürlich mag ich das Baden im Waldbad und in den Seen in unserer Region. In Niesky gibt es viele gute und bekannte Einrichtungen. Wie zum Beispiel die Werkstatt vom Martinshof, oder für alle Eissportfans das neue Eisstadion. Und ganz wichtig: das leckere Eis beim Becker-Bäcker. Ich nutze gern die Einkaufsmöglichkeiten in dieser Stadt. Mir gefällt die Vielfalt auf kleinem Raum. Das ist von den Menschen und Wegen her viel entspannter und stressfreier und man findet immer einen Parkplatz gleich vor der Tür. Da in dieser kleinen Stadt nicht alles anonym ist, und ich hin und wieder erkannt werde, nehme ich mir immer die Zeit für ein paar Worte mit den Leuten. Neben meinem Auftritt am Sonntag würde ich mir gern auch Anna-Maria Zimmermann am Freitag anschauen. Wenn es die Zeit hergibt, mische ich mich gern unters Volk. Ich freue mich schon riesig, gemeinsam mit Bernhard Brink am Sonntagnachmittag die Gäste mit deutschem Schlager zu erfreuen. Das wird eine tolle Party. Nicci Schubert (31) ist Schlagersängerin aus Görlitz und tritt am Sonntag beim Herbstfest im Festzelt auf.

@ PR

Wenn was los ist, gehe ich hin

Ursprünglich komme ich aus Nieder Seifersdorf und habe ein paar Jahre in Kodersdorf gelebt. Aber damals war ja auf dem Dorf nichts los. Die Jugendlichen haben rumgehangen, das gab nur Ärger. Zum Einkaufen wurde immer weniger, der Fleischer war weg, erst jetzt ist wieder der große Edeka dort. Durch schwere Krankheit musste ich mein Grundstück aufgeben und bin 2004 nach Niesky gezogen. Auch meine Geschwister wohnen überwiegend hier. Ich wohne in einem Wohnblock, da ist für Hausreinigung und Winterdienst gesorgt. Das macht viel aus, wenn man etwas behindert ist. Man wird ja auch nicht jünger. Auch die ärztliche Versorgung ist gut in der Stadt. Das Einkaufen war hier viel besser als früher in Kodersdorf. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, mache ich manchmal einen Schaufensterbummel. Tagsüber bin ich viel unterwegs, zu Fuß und mit dem Fahrrad, um in Bewegung zu bleiben.
Zum Beispiel fahre ich nach Jänkendorf zu meiner Schwester. In diese Richtung gibt es ja zum Glück den extra Radweg neben der Straße. Aber in der Innenstadt muss man als Radfahrer und auch als Fußgänger sehr auf die Autofahrer aufpassen, denn die passen nicht auf. Die blinken in die eine Richtung und fahren woanders hin. Da hab ich mir vor einer Weile das Handgelenk verletzt, als ich so einem ausweichen musste.
Ich selbst habe kein Auto. Aber da, wo ich wohne, kann ich beobachten, dass viele fremde Autos stehen von den Mitarbeitern vom Landratsamt, sodass die Anwohner selbst keinen Parkplatz mehr finden.
Ansonsten gibt es nicht viel Schlechtes über Niesky zu sagen. Ich freue mich auf das Herbstfest. Wenn mal was los ist, gehe ich auch hin.

Peter Eichholz (55) wohnt seit 2004 in Niesky.
Wenn was los ist, gehe ich hin Ursprünglich komme ich aus Nieder Seifersdorf und habe ein paar Jahre in Kodersdorf gelebt. Aber damals war ja auf dem Dorf nichts los. Die Jugendlichen haben rumgehangen, das gab nur Ärger. Zum Einkaufen wurde immer weniger, der Fleischer war weg, erst jetzt ist wieder der große Edeka dort. Durch schwere Krankheit musste ich mein Grundstück aufgeben und bin 2004 nach Niesky gezogen. Auch meine Geschwister wohnen überwiegend hier. Ich wohne in einem Wohnblock, da ist für Hausreinigung und Winterdienst gesorgt. Das macht viel aus, wenn man etwas behindert ist. Man wird ja auch nicht jünger. Auch die ärztliche Versorgung ist gut in der Stadt. Das Einkaufen war hier viel besser als früher in Kodersdorf. Wenn ich nachts nicht schlafen kann, mache ich manchmal einen Schaufensterbummel. Tagsüber bin ich viel unterwegs, zu Fuß und mit dem Fahrrad, um in Bewegung zu bleiben. Zum Beispiel fahre ich nach Jänkendorf zu meiner Schwester. In diese Richtung gibt es ja zum Glück den extra Radweg neben der Straße. Aber in der Innenstadt muss man als Radfahrer und auch als Fußgänger sehr auf die Autofahrer aufpassen, denn die passen nicht auf. Die blinken in die eine Richtung und fahren woanders hin. Da hab ich mir vor einer Weile das Handgelenk verletzt, als ich so einem ausweichen musste. Ich selbst habe kein Auto. Aber da, wo ich wohne, kann ich beobachten, dass viele fremde Autos stehen von den Mitarbeitern vom Landratsamt, sodass die Anwohner selbst keinen Parkplatz mehr finden. Ansonsten gibt es nicht viel Schlechtes über Niesky zu sagen. Ich freue mich auf das Herbstfest. Wenn mal was los ist, gehe ich auch hin. Peter Eichholz (55) wohnt seit 2004 in Niesky.

@ andré schulze

Mit dem Fahrrad schnell da

chon seit meiner Kindheit lebe ich in Niesky. Hier findet man wirklich alles, was man im Alltag benötigt. Egal ob Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitbeschäftigungen. Hinzu kommt, dass alles in kurzer Zeit selbst mit dem Fahrrad schnell zu erreichen ist. Meinen Schulweg lege ich mit dem Rad zurück und bin damit schnell da.
Für mich ist Niesky eine perfekte Mischung aus Erholung im Dorf und Möglichkeiten wie in einer Stadt. Auch wenn noch einiges verbessert werden kann, bin ich froh. dass hier etwas passiert. Zum Beispiel der Neubau des Eisstadions. Ich selbst bin seit acht Jahren als Leichtathletiksportler beim LSV Niesky aktiv. Ebenso lange nehme ich in der Kreismusikschule Klavierunterricht. Beides habe ich in Niesky, das ist sehr praktisch, weil sehr nahe.
Schon seit der fünften Klasse setze ich mich gern für meine Mitschüler ein und bin deshalb ihr Klassensprecher, seit zwei Jahren sogar der für das gesamte Gymnasium. Es macht mir große Freude, selbst in der Schule mitzuwirken und etwas zu bewirken. Natürlich benötigt man dafür viel Zeit, deswegen freue ich mich über engagierte Schüler besonders. Man sollte Engagement fordern und fördern, um die Arbeit effektiv auf viele Schultern verteilen zu können. Dazu gehört auch eine sinnvolle technische Ausstattung. Als Schülersprecher trage ich einen großen Aktenordner mit mir herum. Ein vom Schulträger zur Verfügung gestellter Laptop würde mir die Arbeit im Schülerrat erleichtern.
Was ich mir von den Nieskyern wünsche? Mehr Engagement für ihre Stadt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das ist ein Wunsch, den ich auch an meine Mitschüler habe.

Sebastian Horn (16) besucht die 10. Klasse am Schleiermacher-Gymnasium in Niesky. Seit zwei Jahren ist er Schülersprecher der Schule und wohnt in Niesky.
Mit dem Fahrrad schnell da chon seit meiner Kindheit lebe ich in Niesky. Hier findet man wirklich alles, was man im Alltag benötigt. Egal ob Kindergärten, Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Freizeitbeschäftigungen. Hinzu kommt, dass alles in kurzer Zeit selbst mit dem Fahrrad schnell zu erreichen ist. Meinen Schulweg lege ich mit dem Rad zurück und bin damit schnell da. Für mich ist Niesky eine perfekte Mischung aus Erholung im Dorf und Möglichkeiten wie in einer Stadt. Auch wenn noch einiges verbessert werden kann, bin ich froh. dass hier etwas passiert. Zum Beispiel der Neubau des Eisstadions. Ich selbst bin seit acht Jahren als Leichtathletiksportler beim LSV Niesky aktiv. Ebenso lange nehme ich in der Kreismusikschule Klavierunterricht. Beides habe ich in Niesky, das ist sehr praktisch, weil sehr nahe. Schon seit der fünften Klasse setze ich mich gern für meine Mitschüler ein und bin deshalb ihr Klassensprecher, seit zwei Jahren sogar der für das gesamte Gymnasium. Es macht mir große Freude, selbst in der Schule mitzuwirken und etwas zu bewirken. Natürlich benötigt man dafür viel Zeit, deswegen freue ich mich über engagierte Schüler besonders. Man sollte Engagement fordern und fördern, um die Arbeit effektiv auf viele Schultern verteilen zu können. Dazu gehört auch eine sinnvolle technische Ausstattung. Als Schülersprecher trage ich einen großen Aktenordner mit mir herum. Ein vom Schulträger zur Verfügung gestellter Laptop würde mir die Arbeit im Schülerrat erleichtern. Was ich mir von den Nieskyern wünsche? Mehr Engagement für ihre Stadt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Das ist ein Wunsch, den ich auch an meine Mitschüler habe. Sebastian Horn (16) besucht die 10. Klasse am Schleiermacher-Gymnasium in Niesky. Seit zwei Jahren ist er Schülersprecher der Schule und wohnt in Niesky.

@ André Schulze

Die gepflegten Holzhäuser gefallen

Mit Niesky bin ich größtenteils durch meine Arbeitsstätte verbunden und über Verwandte, die in der Stadt leben. In Niesky habe ich bei der BHG Bürokauffrau gelernt und bin nun schon seit 27 Jahren dabei. Unter anderem leitete ich auch drei Jahre den Baywa-Markt in Rothenburg. Seit 2010 bin ich Marktleiterin in Niesky. Jetzt heißt der Markt an der Straße am Bahnhof Werkers Welt und wird am Donnerstag nach dem Umbau wieder eröffnet. An Niesky gefällt mir der Zinzendorfplatz und die vielen Holzhäuser, und dass die so gut gepflegt sind und erhalten werden. Ich finde, dass Niesky ein guter Arbeitgeber ist. Hier im Markt beschäftigen wir 13 Mitarbeiter, einen mehr nach dem Umbau. Wo Niesky Nachholbedarf hat? Das sind beispielsweise die öffentlichen Toiletten. Oft kommen Leute bei uns fragen, ob sie die Kundentoilette nutzen dürfen. Ein weiteres Thema ist der Zugverkehr. Niesky muss endlich wieder auch per Zug erreichbar sein. Beispielsweise für unsere Lehrlinge ist es schwierig, sie müssen ewig fahren, damit sie zu uns gelangen oder zur Berufsschule nach Görlitz. Als Rietschenerin, die in diesem und dem vergangenen Jahr hautnah den Straßenausbau der B 115 durch den Ort miterleben musste, kann ich Niesky einen Tipp geben: Sorgen Sie dafür, dass die Umleitungen für jeden verständlich ausgeschildert werden. Denn der Verkehr durch die Stadt während der B-115-Sperrung wegen des Brückenbaus und dann auch während dem Bau des Bahnübergangs, das wird richtig spannend.

Grit Schröter (43) lebt in Rietschen und leitet den Nieskyer Markt Werkers Welt.
Die gepflegten Holzhäuser gefallen Mit Niesky bin ich größtenteils durch meine Arbeitsstätte verbunden und über Verwandte, die in der Stadt leben. In Niesky habe ich bei der BHG Bürokauffrau gelernt und bin nun schon seit 27 Jahren dabei. Unter anderem leitete ich auch drei Jahre den Baywa-Markt in Rothenburg. Seit 2010 bin ich Marktleiterin in Niesky. Jetzt heißt der Markt an der Straße am Bahnhof Werkers Welt und wird am Donnerstag nach dem Umbau wieder eröffnet. An Niesky gefällt mir der Zinzendorfplatz und die vielen Holzhäuser, und dass die so gut gepflegt sind und erhalten werden. Ich finde, dass Niesky ein guter Arbeitgeber ist. Hier im Markt beschäftigen wir 13 Mitarbeiter, einen mehr nach dem Umbau. Wo Niesky Nachholbedarf hat? Das sind beispielsweise die öffentlichen Toiletten. Oft kommen Leute bei uns fragen, ob sie die Kundentoilette nutzen dürfen. Ein weiteres Thema ist der Zugverkehr. Niesky muss endlich wieder auch per Zug erreichbar sein. Beispielsweise für unsere Lehrlinge ist es schwierig, sie müssen ewig fahren, damit sie zu uns gelangen oder zur Berufsschule nach Görlitz. Als Rietschenerin, die in diesem und dem vergangenen Jahr hautnah den Straßenausbau der B 115 durch den Ort miterleben musste, kann ich Niesky einen Tipp geben: Sorgen Sie dafür, dass die Umleitungen für jeden verständlich ausgeschildert werden. Denn der Verkehr durch die Stadt während der B-115-Sperrung wegen des Brückenbaus und dann auch während dem Bau des Bahnübergangs, das wird richtig spannend. Grit Schröter (43) lebt in Rietschen und leitet den Nieskyer Markt Werkers Welt.

@ andré schulze

Niesky ist bekannter als manche denken

Aufgewachsen bin ich in Lodenau, lernte hier meine Frau kennen, gründete eine Familie und zog zwei Jahren später ins elterliche Grundstück meiner Frau nach Niesky. Als gelernter Maurer und Kesselwärter habe ich erst im Stahlbau und dann als Hausmeister und Heizer in der Herbert-
Balzer-POS sowie in der Kinderkombination Hausmannstraße gearbeitet. Zur Wende habe ich mich selbstständig gemacht und unser Grundstück erst als Zimmervermietung und später die Pension Stück für Stück in Eigenleistung mithilfe der ganzen Familie aufgebaut. Mit einem Zimmer haben wir begonnen, jetzt sind es zehn Zimmer und zwei Ferienwohnungen, wofür auch das Seitengebäude komplett neu errichtet wurde.Durch unsere Gäste erfahren wir immer wieder, dass Niesky sehr bekannt ist in der Welt, viel mehr als manch Nieskyer denkt - durch die Brüdergemeine. Zu vielen Gästen pflegen wir auch private Kontakte wie nach Neuseeland, Spanien oder Südafrika. Weggezogene schätzen Niesky als saubere Gartenstadt. Ich begrüße den Bau des Eisstadions. Als Waldbad und Eisstadion gebaut wurden, hatte Niesky bestimmt nicht viel mehr Geld, eher weniger als jetzt und hat das trotzdem in Angriff genommen. Schön finde ich, dass beim Trimm-dich-Pfad am Eisstadion jetzt wieder Sportgeräte und Bänke aufgestellt wurden und dass sich dafür Sponsoren gefunden haben. Ich hoffe, dass in Niesky wieder Personenzüge halten und man von hier aus nach Leipzig oder vielleicht sogar wie früher über Kohlfurt nach Breslau fahren kann. Nicht verstehen kann ich, warum auf der B 115 der Asphalt erneuert wird, obwohl die Straße eigentlich gut war. Aber für die Rothenburger Straße ist kein Geld da. Dort hätte dafür wenigstens die oberste Schicht abgefräst und neu aufgebracht werden können, als Zwischenlösung bis zum Ausbau. Gerne fahre ich Rad. Aber viele Radwege um Niesky sind mittlerweile kaputt. Schade ist, dass der Froschradweg schlecht ausgeschildert ist in unserer Ecke. Dabei müssten gar nicht viele Schilder aufgestellt werden: Aufkleber an Laternen würden auch helfen.

Helmut Riesner (67) hat im Stahlbau und bei der Stadtverwaltung Niesky gearbeitet. 1990 hat er sich selbstständig gemacht und ist Inhaber der Pension Body Sun in Niesky.
Niesky ist bekannter als manche denken Aufgewachsen bin ich in Lodenau, lernte hier meine Frau kennen, gründete eine Familie und zog zwei Jahren später ins elterliche Grundstück meiner Frau nach Niesky. Als gelernter Maurer und Kesselwärter habe ich erst im Stahlbau und dann als Hausmeister und Heizer in der Herbert- Balzer-POS sowie in der Kinderkombination Hausmannstraße gearbeitet. Zur Wende habe ich mich selbstständig gemacht und unser Grundstück erst als Zimmervermietung und später die Pension Stück für Stück in Eigenleistung mithilfe der ganzen Familie aufgebaut. Mit einem Zimmer haben wir begonnen, jetzt sind es zehn Zimmer und zwei Ferienwohnungen, wofür auch das Seitengebäude komplett neu errichtet wurde.Durch unsere Gäste erfahren wir immer wieder, dass Niesky sehr bekannt ist in der Welt, viel mehr als manch Nieskyer denkt - durch die Brüdergemeine. Zu vielen Gästen pflegen wir auch private Kontakte wie nach Neuseeland, Spanien oder Südafrika. Weggezogene schätzen Niesky als saubere Gartenstadt. Ich begrüße den Bau des Eisstadions. Als Waldbad und Eisstadion gebaut wurden, hatte Niesky bestimmt nicht viel mehr Geld, eher weniger als jetzt und hat das trotzdem in Angriff genommen. Schön finde ich, dass beim Trimm-dich-Pfad am Eisstadion jetzt wieder Sportgeräte und Bänke aufgestellt wurden und dass sich dafür Sponsoren gefunden haben. Ich hoffe, dass in Niesky wieder Personenzüge halten und man von hier aus nach Leipzig oder vielleicht sogar wie früher über Kohlfurt nach Breslau fahren kann. Nicht verstehen kann ich, warum auf der B 115 der Asphalt erneuert wird, obwohl die Straße eigentlich gut war. Aber für die Rothenburger Straße ist kein Geld da. Dort hätte dafür wenigstens die oberste Schicht abgefräst und neu aufgebracht werden können, als Zwischenlösung bis zum Ausbau. Gerne fahre ich Rad. Aber viele Radwege um Niesky sind mittlerweile kaputt. Schade ist, dass der Froschradweg schlecht ausgeschildert ist in unserer Ecke. Dabei müssten gar nicht viele Schilder aufgestellt werden: Aufkleber an Laternen würden auch helfen. Helmut Riesner (67) hat im Stahlbau und bei der Stadtverwaltung Niesky gearbeitet. 1990 hat er sich selbstständig gemacht und ist Inhaber der Pension Body Sun in Niesky.

@ André Schulze

 Grüne Lunge direkt vor der Haustür

Ich lebe schon mein ganzes Leben in Niesky. Was ich an der Stadt und den Menschen sehr schätze ist die große Hilfsbereitschaft. Wenn man in den Urlaub fährt, schaut zum Beispiel der Nachbar ganz selbstverständlich nach dem Grundstück. Für Niesky spricht auch die schöne Umgebung, in der ich gerne Walken gehe oder mit unserem Hund Eddy unterwegs bin. Wir haben hier eine grüne Lunge direkt vor der Haustür und sind daher auch so oft es die Zeit erlaubt draußen unterwegs.
Mein Mann hat sich nach der Wende mit seiner Spedition selbstständig gemacht. Ich bin die gute Seele im Büro und betreibe nebenher mit meinen Verpackungsballons ein eigenes Gewerbe. Im Rückblick muss ich sagen, wir sind den richtigen Weg gegangen. Es gab auch früher schöne Zeiten, aber zurück haben möchte man die DDR dennoch nicht. Glück haben wir, dass unsere beiden Kinder in See und Dresden leben. Das liegt beides nicht weit weg. Dass es für die Jugend in Niesky aber angeblich keine Angebote gibt, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es gibt viele Sportangebote und mit dem neuen Eisstadion kommt da noch vieles hinzu. Auch Görlitz und Dresden sind nicht weit weg, da wird die Bahn in Zukunft gefragt sein. Selbst habe ich früher Handball gespielt - und noch heute treffen wir Damen uns mit der alten Mannschaft.
Sorgen macht mir nur die Ärztesituation. Ich erlebe gerade bei meinen Eltern, wie schnell es gehen kann, dass man im Alter auf Hilfe angewiesen ist.

Gislinde Stübner  (60) vertreibt in Niesky Ballons und kommt so mit vielen ins Gespräch.
Grüne Lunge direkt vor der Haustür Ich lebe schon mein ganzes Leben in Niesky. Was ich an der Stadt und den Menschen sehr schätze ist die große Hilfsbereitschaft. Wenn man in den Urlaub fährt, schaut zum Beispiel der Nachbar ganz selbstverständlich nach dem Grundstück. Für Niesky spricht auch die schöne Umgebung, in der ich gerne Walken gehe oder mit unserem Hund Eddy unterwegs bin. Wir haben hier eine grüne Lunge direkt vor der Haustür und sind daher auch so oft es die Zeit erlaubt draußen unterwegs. Mein Mann hat sich nach der Wende mit seiner Spedition selbstständig gemacht. Ich bin die gute Seele im Büro und betreibe nebenher mit meinen Verpackungsballons ein eigenes Gewerbe. Im Rückblick muss ich sagen, wir sind den richtigen Weg gegangen. Es gab auch früher schöne Zeiten, aber zurück haben möchte man die DDR dennoch nicht. Glück haben wir, dass unsere beiden Kinder in See und Dresden leben. Das liegt beides nicht weit weg. Dass es für die Jugend in Niesky aber angeblich keine Angebote gibt, das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Es gibt viele Sportangebote und mit dem neuen Eisstadion kommt da noch vieles hinzu. Auch Görlitz und Dresden sind nicht weit weg, da wird die Bahn in Zukunft gefragt sein. Selbst habe ich früher Handball gespielt - und noch heute treffen wir Damen uns mit der alten Mannschaft. Sorgen macht mir nur die Ärztesituation. Ich erlebe gerade bei meinen Eltern, wie schnell es gehen kann, dass man im Alter auf Hilfe angewiesen ist. Gislinde Stübner (60) vertreibt in Niesky Ballons und kommt so mit vielen ins Gespräch.

@ André Schulze

Weniger Urlauber in der Stadt

Zeit meines Lebens bin ich Gastronom und ich bin glücklich darüber, dass ich in Niesky meinen Traum verwirklichen kann: als selbstständiger Betreiber eines Imbissstandes. Mein Problem ist nur, dass mein in der Türkei abgeschlossener Beruf in Deutschland nicht anerkannt wird. Daher darf ich keine Gaststätte führen, aber einen Imbisswagen betreiben.
An Niesky gefällt mir, dass es eine sehr saubere Stadt ist und die Menschen auch darauf achten, dass das so bleibt. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich vier Jahre in Mannheim gewohnt und gearbeitet. Das war für mich eine schmutzige Stadt mit sehr vielen Menschen, die dort wohnen und arbeiten müssen. Niesky ist dagegen überschaubar und ich kann die Stadt jedem empfehlen. Wenn ich was zu kritisieren hätte, dann weiß ich nicht was.
Nur eines fällt mir auf, in Niesky scheint es weniger Urlauber zu geben. Das merke ich an meinem Stand. Vor einigen Jahren habe ich mehr „Fremde“ bedient als es jetzt der Fall ist. Mann kennt ja inzwischen seine Kundschaft und da fallen neue Gesichter immer auf. Im Grunde bin ich aber zufrieden mit dem, was ich erreicht habe.

Muammer „Toni“ Oguz  (49) stammt aus der Türkei und lebt seit 1994 in Deutschland. 1998 ist er nach Niesky gezogen. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.
Weniger Urlauber in der Stadt Zeit meines Lebens bin ich Gastronom und ich bin glücklich darüber, dass ich in Niesky meinen Traum verwirklichen kann: als selbstständiger Betreiber eines Imbissstandes. Mein Problem ist nur, dass mein in der Türkei abgeschlossener Beruf in Deutschland nicht anerkannt wird. Daher darf ich keine Gaststätte führen, aber einen Imbisswagen betreiben. An Niesky gefällt mir, dass es eine sehr saubere Stadt ist und die Menschen auch darauf achten, dass das so bleibt. Als ich nach Deutschland gekommen bin, habe ich vier Jahre in Mannheim gewohnt und gearbeitet. Das war für mich eine schmutzige Stadt mit sehr vielen Menschen, die dort wohnen und arbeiten müssen. Niesky ist dagegen überschaubar und ich kann die Stadt jedem empfehlen. Wenn ich was zu kritisieren hätte, dann weiß ich nicht was. Nur eines fällt mir auf, in Niesky scheint es weniger Urlauber zu geben. Das merke ich an meinem Stand. Vor einigen Jahren habe ich mehr „Fremde“ bedient als es jetzt der Fall ist. Mann kennt ja inzwischen seine Kundschaft und da fallen neue Gesichter immer auf. Im Grunde bin ich aber zufrieden mit dem, was ich erreicht habe. Muammer „Toni“ Oguz (49) stammt aus der Türkei und lebt seit 1994 in Deutschland. 1998 ist er nach Niesky gezogen. Er ist verheiratet und hat einen Sohn.

@ André Schulze