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Freitag, 12.01.2018

Sechstklässler verkauft 23 Spendenstollen

Um Geld für die neuen Zinzendorfschulen zu sammeln, hat die Schule mit Gebäck edle Geber geködert.

Von Anja Beutler

Die Klasse 6-3 trägt ihren Spendenstollenhelden auf Händen.
Die Klasse 6-3 trägt ihren Spendenstollenhelden auf Händen.

© Vogt/Schule

Willi Jähnig hat die Sache ziemlich zeitig bemerkt: „Ich glaube, ich habe die meisten Stollen bestellt“, hat der Sechstklässler der Zinzendorfschulen seiner Mutter Anny Jähnig Anfang Dezember berichtet. Und in der Tat hat der Elfjährige mit insgesamt 23 Stück die meisten Spendenstollen in Verwandtschaft und Bekanntschaft verkaufen können. Die Aktion Spendenstollen hatte die Evangelische Schulstiftung ins Leben gerufen, um Gelder für den Neubau am Zinzendorfplatz zu sammeln. Immerhin kostet der Bau rund 15 Millionen Euro. Einen beträchtlichen Teil davon decken Fördergelder ab, den Eigenanteil muss aber der Bauherr selbst aufbringen.

Die Schüler der Zinzendorfschulen haben bei der Aktion für die Finanzierung ihres Schulbaus per Stollen kräftig mitgemischt. Insgesamt 403 Stollen sind auf diese Weise verkauft worden. Und da pro Laib 3,50 Euro an die Schulstiftung gehen, ist insgesamt eine Summe von 1 410,50 Euro eingenommen worden, bestätige Mandy Vogt von den Zinzendorfschulen. Das Geld fließt auf das Baukonto.

Willi Jähnigs Stollennetzwerk reicht dabei übrigens enorm weit: Seine Mutter absolviert derzeit neben ihrer Tätigkeit im Christlichen Kinderhaus in Zittau auch eine Ausbildung zu Staatlich anerkannten Erzieherin bei den Euroschulen in Görlitz. „Meine Mitstudenten haben dann auch gleich Stollen bestellt“, erzählt Anny Jähnig. Bis nach Bautzen und Spremberg sind die Kuchen gegangen. Auch bei Willis Olbersdorfer Fußballclub, bei der Kirchgemeinde in Olbersdorf, wo seine Mutter gearbeitet hatte und in Zittau, wo die Familie jetzt wohnt, fanden die Spendenstollen des Herrnhuter Paul-Bäckers dankbare Käufer. „Ich fand die Aktion richtig cool“, sagt Frau Jähnig. Sie ist ohnehin beeindruckt, wie schnell das neue Schulgebäude gewachsen ist. Und dazu als Familie auch eine kleine Rosine beigetragen zu haben, das sei schon eine schöne Sache.

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