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Freitag, 29.12.2017

Schwärmen für neue Schmetter-Talente

Mit einer Crowdfunding-Aktion verbindet die Abteilung Volleyball des DSC die Suche nach einem neuen Bundesstützpunkt-Trainer.

Von Alexander Hiller

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Die Dresdner Volleyball-Damen.
Die Dresdner Volleyball-Damen.

© Matthias Rietschel

Die eigentliche Nachricht ist gut verpackt. Mit einer Crowdfunding-Aktion will die Volleyball-Abteilung des Dresdner SC bis zum 28. Februar insgesamt 15 000 Euro generieren. Derzeit sind bereits 1 450 Euro durch 17 Unterstützer gespendet worden. Die Aktion steht unter dem Motto: „Punkten für den Nachwuchs“. Immerhin stehen im aktuellen Profikader mit Katharina Schwabe, Mareen Apitz, Barbara Wezorke, Michelle Petter und Rica Maase gleich fünf Spielerinnen, die die Talentschmiede des VC Olympia Dresden durchlaufen haben.

„Der DSC investiert kontinuierlich in die Nachwuchsförderung. Das ist nicht selbstverständlich und zeigt, wie wichtig die konsequente Arbeit im Nachwuchs ist. Ich habe selbst davon profitiert und weiß, dass der Sprung in die 1. Mannschaft nur durch täglich harte Arbeit mit guten Bedingungen gelingt“, erklärt DSC-Kapitän Katharina Schwabe.

Ziel sei es, mit dem Geld eine neue Trainerstelle in Vollzeit am Bundesstützpunkt Dresden zu schaffen – heißt es in der Pressemitteilung. Derzeit wird diese Stelle durch eine Mischfinanzierung in Zusammenarbeit mit dem sächsischen Volleyballverband gestemmt und hat somit eine Mischfunktion zur Folge. Die endet im Sommer 2018. „Die Stelle des Landestrainers und des Bundesstützpunkt-Trainers wird im fünften Jahr in Doppelfunktion von Jens Neudeck besetzt. Wir sind der Meinung, dass diese Doppelbelastung nicht gut für die Entwicklung des sächsischen Volleyball-Nachwuchses ist“, erklärt Maik Vogt, Vizepräsident beim Sächsischen Sportverband Volleyball (SSVB) die Aufkündigung. Das Konstrukt galt ohnehin als zeitlich begrenzt. Für seine Funktion als Bundesstützpunkt-Trainer wurde Neudeck vom SSVB jeweils freigestellt. Vor allem die Talentesichtung soll dabei etwas auf der Strecke geblieben sein.

Dahinter verbirgt sich die Nachricht, dass der DSC im neuen Jahr offiziell einen neuen Bundesstützpunkt-Trainer sucht. „Seine Stelle als Landestrainer steht nicht zur Disposition, dort hat er weiter einen unbefristeten Vertrag“, erklärt Vogt. Natürlich stehe es Neudeck frei, sich für die Position des Bundesstützpunkt-Trainers zu bewerben. Dem 46-Jährigen war die Aufkündbarkeit seiner Doppelaufgabe bewusst. „Es obliegt jeweils dem DSC, in dieser Personalie (des Bundesstützpunkt-Trainers, Anm. d. A.) jedes Jahr zu entscheiden. Das Recht hat der Klub, das ist verständlich“, äußerte sich Neudeck im April 2017 in einem Interview mit der Sächsischen Zeitung.

www.99funken.de/dsc-volleyballnachwuchs

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Leser-Kommentare

Insgesamt 1 Kommentar

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  1. Dresdner norden

    Verblüffend das man bei einem solchen Etat noch auf diese Art weiteres Geld besorgt. Da sollte eigentlich ein Nachwuchstrainer Pflicht sein. Da können sich dann die basisvereine wieder die Beine rundlaufen und Klinken putzen. Na ja wie immer Geld zu Geld

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