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Freitag, 13.10.2017

Schulbusse müssen Umweg fahren

Ab Montag beginnt die Schule wieder. Wegen der Sperrung des Elstraer Stadtringes muss der Verkehr andere Wege nehmen. Einige Schüler verlieren dadurch ein Privileg.

Von Manuela Paul

Die Bauarbeiten am Stadtring und der Bischofswerdaer Straße haben auch Auswirkungen auf den Schülerverkehr.
Die Bauarbeiten am Stadtring und der Bischofswerdaer Straße haben auch Auswirkungen auf den Schülerverkehr.

© Matthias Schumann

Elstra. Künftig müssen alle auswärtigen Schüler vom Markt in die Elstraer Oberschule laufen. Zumindest bis Ende Oktober. Das bringt die Sperrung des Stadtringes mit sich. Bislang hatten Mädchen und Jungen, die beispielsweise aus Richtung Haselbachtal kamen, das Privileg, an der Talpenberger Straße – direkt vor der Schule – aussteigen zu können. Jetzt wird am Elstraer Markt haltgemacht. Dort kommen ohnehin die meisten der anderen Schulbusse an. Dann müssen die Oberschüler noch einen knappen Kilometer bis zum Schulhaus laufen.

Einen Umweg fahren müssen jetzt aber auch Schulbusse, die aus Richtung Rauschwitz kommen, erklärt Elstras Hauptamtsleiter Steffen Wustmann. Denn nicht nur der Stadtring ist wegen Bauarbeiten gesperrt, sondern auch die Bischofswerdaer Straße. Und zwar bis hinter den Ortseingang. Die Umleitung führt über Gödlau und die Umgehungsstraße auf den Elstraer Markt. Das alles sei entsprechend eingetaktet, damit der Schülerverkehr trotz Bauarbeiten reibungslos über die Bühne gehen kann, erklärt der Amtsleiter. Auch auf dem Markt wurde Platz geschaffen. Damit die Busse, die ja einen ziemlich großen Wendekreis haben, vernünftig drehen können, bleibt das Areal rings um die Stadtlinde für die nächsten Wochen tabu. Deshalb bekam auch das Sparkassenmobil am gestrigen Donnerstag schon einen neuen Stellplatz zugewiesen.

Ziel ist, das Bauvorhaben bis Ende Oktober abzuschließen. Der neue Asphalt soll vom 20. bis 24. Oktober eingebaut werden. So ist der Plan. Ob der auch genauso umgesetzt werden kann, hänge unter anderem auch von äußeren Umständen ab. „Asphalteinbau ist ja immer auch witterungs- und materialabhängig“, weiß Steffen Wustmann. Sobald die neue Fahrbahndecke drauf ist, sollen zumindest die Bischofswerdaer Straße und der Kreuzungsbereich Talpenberger Straße für den Verkehr wieder freigegeben werden.

Auch Platz für Autos

Notwendig wurde der Straßenbau, weil am Stadtring die Fahrbahn und die fünfreihigen Pflasterstreifen links und rechts saniert werden mussten. Im Zuge dieser Maßnahme werden auch die fünf Hydranten in dem Bereich erneuert. „Drei davon müssen komplett ersetzt werden, weil sie kaputt waren. Die zwei anderen bekommen nur neue Kappen“, so der Amtsleiter. Dadurch erfolge stellenweise auch Tiefbau. Auf der Bischofswerdaer Straße wird nicht nur die Fahrbahndecke ausgetauscht, sondern es kommt auch ein Kanal für die Straßenentwässerung in die Erde. Außerdem bekommt die Straße an einer Seite einen neuen Bord. Im Bereich des Friedhofs werde selbiger abgesenkt. Damit der Fußweg, der dann ebenfalls asphaltiert sein wird, zugleich als Parkfläche genutzt werden kann. „Dort parkten bisher auch immer schon Autos“, weiß der Hauptamtsleiter. Doch wegen der hohen Bordsteine gab es immer Beschwerden, dass man sich dadurch die Fahrzeuge ruiniere.

Nach Sanierung steht allerdings bereits das nächste Problem vor der Verwaltung. Die Straße zwischen Ossel und Boderitz, die derzeit als Umleitung genutzt wird, hat enorm gelitten. Einfach, weil sie nicht für so viel Verkehr ausgelegt ist. Zumal sie eher einspurig sei. „Da muss was passieren, das ist klar.“ Auch ohne die jetzt entstandenen Schäden hätte man dort etwas tun müssen, weiß Steffen Wustmann.

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