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Donnerstag, 11.01.2018

Schloss-Aufzug verzögert sich

Eine unliebsame Überraschung machte eine neue Berechnung der Statik für das Projekt am Schloss Klippenstein notwendig.

Von Jens Fritzsche

An der Nordfassade von Schloss Klippenstein soll der gläserne Aufzug entstehen. Eigentlich war die Fertigstellung schon fürs Frühjahr geplant, aber es kommt zu ein paar Verzögerungen.
An der Nordfassade von Schloss Klippenstein soll der gläserne Aufzug entstehen. Eigentlich war die Fertigstellung schon fürs Frühjahr geplant, aber es kommt zu ein paar Verzögerungen.

© Thorsten Eckert

Radeberg. Die Frühblüher bei der gemütlichen Auffahrt durch die Scheiben des neuen gläsernen Aufzugs am Schloss Klippenstein bewundern? Das muss wohl aufs kommende Jahr vertagt werden. Denn der zwischenzeitlich mal durch Radeberg geisternde Fertigstellungstermin für den an der Nordfassade des Schlosses entstehenden Außenlift im Frühjahr ist vom Tisch. „Die Arbeiten am Aufzug verzögern sich, einen genauen Termin kann man derzeit noch nicht nennen“, so Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Wobei er klarstellt, dass der Aufzug ja nur ein Teil des Projektes aus Fassadensanierung und der Neugestaltung des Schlossparks ist, „dessen Fertigstellung von Anfang an für unser Jubiläumsjahr 2019 geplant war“. 2019 feiert Radeberg bekanntlich das 800. Jubiläum der ersten urkundlichen Erwähnung – „und dann wird auch der Aufzug funktionieren“, ist Jürgen Wähnert überzeugt.

Grund für die Verzögerungen ist dabei ein Hohlraum, der bei den Arbeiten entdeckt worden war. Denn um den Aufzug zu montieren, muss er mit der Fassade verbunden werden. „Aber nun ist festgestellt worden, dass die Fassade an dieser Stelle quasi nur eine Verblendung ist, die vor die eigentliche Außenmauer gesetzt worden war – warum auch immer und wann auch immer …“ Bei Arbeiten an alten Gebäuden könnten solche Überraschungen aber nie ganz ausgeschlossen werden, so Jürgen Wähnert. Jedenfalls sei das Ganze im Vorfeld nicht zu erkennen gewesen, fügt er an. „Nun musste allerdings die komplette Statik für den Aufzug überprüft und neu berechnet werden“, begründet der Stadtsprecher den Zeitverzug.

Ein bisschen Geduld brauchen die Schloss-Besucher also noch. Bis spätestens zum Stadtjubiläum „800 Jahre Radeberg“. Dann aber wie erwähnt im Gesamtpaket mit einem neuen Schlosspark. Und das Ganze soll dabei dann auch den Tourismus-Magneten Schloss Klippenstein noch ein wenig anziehender machen als bisher, so die Idee. Deshalb hatte sich die Stadt ja auch um Fördermittel des sächsischen Wirtschaftsministeriums zur Tourismusförderung beworben. Und sie auch genehmigt bekommen. Exakt 834 106 Euro fließen dabei aus dem Ministerium in das Radeberger Projekt, das insgesamt rund 1,4 Millionen Euro kosten wird.