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Freitag, 29.12.2017

Sachsenarena wird zum Hexenkessel

Am 6. Januar findet in Riesa der deutsche Grand Prix der Indoor-Enduro-WM statt – mit einem illustren Starterfeld.

Von Thomas Riemer

Rasante Fahrmanöver und bissige „Kampfszenen“ sind am 6. Januar auf dem Enduro-Parcours in der Riesaer Sachsenarena zu erleben.
Rasante Fahrmanöver und bissige „Kampfszenen“ sind am 6. Januar auf dem Enduro-Parcours in der Riesaer Sachsenarena zu erleben.

© Thorsten Horn

Die Veranstalter sprechen von „Enduro in seiner kompaktesten Form“, was da am 6. Januar in der Riesaer Sachsenarena geboten wird. Tatsächlich geht es gleich am ersten Sonnabend im neuen Jahr unterm Hallendach in der Elbestadt heiß her, wenn es im Kampf Mann gegen Mann über spektakuläre Hindernisse geht. Auf dem ringsum gut einsehbaren Kurs werden die Stars der Fahrergilde, wie der amtierende Weltmeister Colton Haaker (USA), Cody Webb (USA), Jonny Walker (GBR) oder Alfredo Gomes (ESP), den Fans wieder atemberaubende Manöver präsentieren. Moderatoren der Szene lassen den Funken auf das Publikum überspringen und verwandeln die Arena in einen „Hexenkessel“.

Ein Wiedersehen für alle Motorsportfreunde gibt es zudem mit einem Top-Star der Enduro-Szene, dem Polen Taddy Blazusiak. Vor reichlich einem Jahr hatte er beim Saisonauftakt in seiner Heimat Krakau seinen Rücktritt vom aktiven Motorsport bekannt gegeben. Doch offenbar war ihm danach die Aufgabe als Markenbotschafter wohl dann doch zu wenig, sodass er Anfang dieses Monats, pünktlich vorm Auftakt der „MAXXIS FIM SuperEnduro World Championship“ 2017/2018 in Krakau, seinen Rücktritt vom Rücktritt verkündete. Somit dürfen sich auch die Fans in Riesa auf ein Wiedersehen mit dem inzwischen 34-Jährigen beim zweiten Saisonlauf in der Sachsenarena Riesa freuen. „Es ist wirklich aufregend für mich, zum Red Bull KTM Factory Racing Team zurückzukehren. Mein Ruhestand scheint ein wenig kurzlebig, aber 2018 wird ein neues Kapitel in meiner Karriere sein. Was für 2018 nach der SuperEnduro-Serie geplant ist, ist der wahre Grund, weshalb ich zum Rennsport zurückkehre. Es ist etwas, das mir eine erstaunliche neue Herausforderung bieten wird, und etwas, von dem ich weiß, dass viele Leute begeistert sein werden“, erklärte der erfolgreichste Super- und Extrem-Endurist aller Zeiten zu seinen Beweggründen. Dahinter verbirgt sich eine von Red Bull geplante Art „Offroad-Olympiade“ verbirgt, die übers Jahr die spektakulärsten Einzel-Events vereint und bei der der Super-Offroader 2018 gesucht wird.

Mit dem SuperEnduro-World-Champion der letzten beiden Jahre, Colton Haaker aus den USA, dem amtierenden Vize-Weltmeister Alfredo Gomez aus Spanien, dem „Vize“ des Jahres 2012 und dem fünffachen WM-Dritten Jonny Walker aus Großbritannien, dem WM-Rückkehrer Cody Webb, ebenfalls aus den USA, dem deutschen Junioren-Weltmeister von 2016, Manuel Lettenbichler, sowie einigen Top-Fahrern aus der abgelaufenen klassischen Enduro-Weltmeisterschaft wird ein illustres Feld in Riesa am Start stehen.

Die Sachsenarena in Riesa verwandelt sich für das Event binnen weniger Tage wieder in eine Motocross-Strecke. Allein 1 500 Tonnen Erde werden dafür bewegt. Dazu noch mal 300 Tonnen Sand, bis zu 500 Tonnen Steine und 300 Baumstämme mit jeweils fünf Metern Länge. Der Transportweg ist jedoch ausgesprochen kurz: Das Material lagert hinter der Arena. Trotzdem werden die 30 Helfer wohl einige Tage damit beschäftigt sein, den Parcours aufzubauen.

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