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Freitag, 19.05.2017

S-Bahn-Fahrer flüchten aus Zug

Die Reisenden klagen über verschiedene Beschwerden. Jetzt ermittelt die Polizei und ist für Hinweise dankbar.

Was passierte Donnerstag in der S31761 von Meißen nach Schöna?
Was passierte Donnerstag in der S 31761 von Meißen nach Schöna?

© SZ-Archiv/Claudia Hübschmann

Meißen. Es ist ein Horrorszenario, welches niemand erleben möchte. Die Luft wird knapp. Im Hals stellt sich ein Würgen ein. Und noch dazu sitzt man in einem fast hermetisch abgeschlossenen Raum. Wie die Polizeidirektion Dresden am Freitag in ihrem Standardbericht mitteilt, haben am Donnerstag, 19.29 Uhr, im Dresdner Hauptbahnhof mehrere Reisende fluchtartig einen Waggon der S-Bahn verlassen. Die Passagiere klagten laut Angaben der Polizei über Atemwegsreizungen und starken Husten. Der Zug war aus Richtung Meißen kommend nach Schöna unterwegs. Die Kunden des Verkehrsverbundes Oberelbe beschwerten sich anschließend im Reisezentrum der Deutschen Bahn. Auf diese Weise wurde der Vorfall öffentlich.

Wie es in dem Polizeibericht weiter heißt, setzte der Zug unterdessen seine Fahrt in Richtung Schöna fort. Der Zugbegleiter habe den betroffenen Waggon gesperrt. Nach der Rückkehr in den Hauptbahnhof Dresden hätten Feuerwehr und Bundespolizei den fraglichen Waggon der S-Bahn untersucht. „Bisher konnte die Ursache für die Gesundheitsbeeinträchtigungen der Reisenden nicht ermittelt werden“, teilt die Polizei mit. Es bleibt damit offen, ob die Atemreizung durch einen technischen Defekt, Einflüsse auf der Strecke oder anderweitig verursacht wurde.

Jetzt ermittelt die Bundespolizei in alle Richtungen. So erhoffen sich die Beamten Aufschlüsse durch die Bilder der S-Bahnkameras.

In diesem Zusammenhang bittet die Bundespolizei auch um Mithilfe.

Sie fragt, wer sich in der betreffenden S-Bahn der Linie S 1 mit der Nummer 31761, von Meißen nach Schöna befunden habe und ebenfalls von Atemwegsreizungen betroffen war.

Wer ist Zeuge der beschriebenen Geschehnisse?

Hinweise nimmt die Bundespolizeiinspektion Dresden unter der Rufnummer 0351 815020 entgegen.