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Mittwoch, 03.01.2018

Rumberg für Erhalt des BC Hainsberg

Freitals Oberbürgermeister will das Gebäude weiterhin als Veranstaltungshaus. Aber nicht um jeden Preis.

Von Tobias Winzer

Die Ballsäle Coßmannsdorf sollen, geht es nach Freitals OB Rumberg, für Veranstaltungen nutzbar bleiben.
Die Ballsäle Coßmannsdorf sollen, geht es nach Freitals OB Rumberg, für Veranstaltungen nutzbar bleiben.

© Karl-Ludwig Oberthür

Freital. Die Ballsäle Coßmannsdorf (BC) in Hainsberg sollen als Veranstaltungshaus erhalten bleiben. Diesen Wunsch hat Freital Oberbürgermeister Uwe Rumberg (CDU) am Rand eines Gesprächs mit der Sächsischen Zeitung erneut bekräftigt. „Mir persönlich liegt viel am Herzen, dass das BC in der jetzigen Form erhalten bleibt. Die Vision ist, das Haus ganzjährig als Veranstaltungshaus zu nutzen“, sagte er.

Die eigentlich geplante, schnelle Sanierung der Ballsäle war im Mai vergangenen Jahres abgesagt worden. Die Kosten werden mit rund zwei Millionen Euro veranschlagt. Das kann die städtische Wohnungsgesellschaft Freital, die das Gebäude von privat gekauft hatte, nicht allein stemmen. Deswegen ist die Stadt mit der WGF auf der Suche nach Fördermitteln. Die Elektrik ist veraltet, die Abwasserleitungen sind in die Jahre gekommen, die Kegelbahn ist nach dem Hochwasser 2002 Geschichte, und die Säle haben die besten Jahre hinter sich. In den großen Saal dürfen nur noch maximal 290 Gäste gelassen werden, aus Sicherheitsgründen.

Zuletzt konnte immerhin in die Brandmeldeanlage, eine Notbeleuchtung und einen Bestuhlungsplan investiert werden, damit das Haus überhaupt weiter geöffnet werden kann. Die Genehmigung gilt nun bis November 2019. „Durch die Arbeiten und die Übergangsregelung haben wir ein wenig Zeit gewonnen. Ich würde mich sehr freuen, wenn es gelänge, für das BC eine Lösung zu finden. Ich bin optimistisch, was das angeht“, so Rumberg.

Freitals Stadtoberhaupt betonte aber auch, dass es einen Erhalt als Veranstaltungshaus nicht um jeden Preis geben werde. Für den Fall, dass die Kosten zu hoch sind, hat die Rathausspitze schon immer von einem Plan B gesprochen.

Die Wohnungsgesellschaft könnte das Haus entweder selbst zu einem Wohnhaus umbauen und vermieten oder an einen Privatinvestor weiterverkaufen. Das Gebäude befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Weißeritzpark, ist gut angebunden und könnte zum Beispiel zu einer Seniorenwohnanlage umgebaut werden. „Wir sind natürlich Realisten und werden uns auf kein wirtschaftliches Abenteuer einlassen“, so Rumberg.

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