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Mittwoch, 03.01.2018

Ruckzuck-Umbau im Schwarzen Ross

Im beliebten Restaurant in Fischbach wird in neue Küchentechnik investiert. Alles ist genau geplant.

Von Bernd Goldammer

Hier zaubern Heike Tschirske (r.) und Paul Eisold die beliebten Speisen des Schwarzen Rosses in Fischbach. Vom 15. bis zum 18. Januar wird ihre Küche umgebaut und renoviert.
Hier zaubern Heike Tschirske (r.) und Paul Eisold die beliebten Speisen des Schwarzen Rosses in Fischbach. Vom 15. bis zum 18. Januar wird ihre Küche umgebaut und renoviert.

© Bernd Goldammer

Fischbach. Nein, zum Jahresbeginn die Füße hochlegen, das ist nicht das Ding von Steffen Trepte. Der Chef des beliebten Ausflugs-Restaurants „Schwarzes Ross“ in Fischbach schließt zwar ab 15. Januar für vier Tage – aber nicht, um auszuruhen. Ganz im Gegenteil.

Denn in der knappen Woche wird im traditionsreichen „Ross“ in moderne Küchentechnik investiert. „Wir werden moderne Spültechnik einbauen und danach wird neu gefliest und gemalert“, verrät Steffen Trepte. Und er hat alles schon genaustens geplant. „Das erspart Stress und garantiert die pünktliche Wieder-Eröffnung“, stellt er klar. Und Steffen Trepte hat ja schon im vergangenen Jahr bewiesen, dass er nicht nur die Gastronomie, sondern auch Bau- und Renovierungsmaßnahmen beherrscht. „Wer täglich leckere Speisen zubereitet, hat sich mit den Jahren einen leichten Hang zur Pedanterie antrainiert“, sagt der Fischbacher augenzwinkernd. Am 19. Januar wird im „Schwarzen Ross“ jedenfalls dann schon wieder gefeiert, als wäre nichts geschehen, versichert er.

Vor über 30 Jahren hat das Gastwirtspaar Sabine und Steffen Trepte das Gasthaus übernommen – und hat daraus ein weithin beliebtes Restaurant gemacht. Hier, direkt an der B 6 in Fischbach zwischen Dresden, der Lausitz und Sächsischer Schweiz wird sehr gern gefeiert. Egal, ob Hochzeiten oder runde Geburtstage. Und auch wenn die Feiern mal anderswo stattfinden, können die kalten Buffets beim Partyservice des „Rosses“ geordert werden. Das Geheimnis des Erfolgs in einer für Gastronomen ja nicht ausschließlich leichten Zeit? „Leidenschaft“, sagt Steffen Trepte. Das zeigt sich eben auch im ehrgeizigen Zeitplan für die Modernisierung der Küche.

Längst hat sich das „Schwarze Ross“ auch weit über die Region hinaus einen Namen gemacht. Sodass auch die zwölf Pensionszimmer gut ausgelastet sind. Übernachtungsgäste kommen dabei längst nicht mehr nur aus Sachsen. Und auch die geräumige Ferienwohnung wird gern weiterempfohlen. Und auf diese Weise ist Fischbach nun auch ein Ort zum längeren Verweilen geworden. Dafür spricht natürlich auch die Nähe zu Sachsens Landeshauptstadt Dresden. Fahrräder stehen für Ausflüge bereit. „Und bei längerem Aufenthalt in unserem Hause gewähren wir auch Rabatte“, macht Sabine Trepte deutlich, die Chefin des Familienbetriebes. Das „Schwarze Ross“ tut auf diese Weise eben auch dem Tourismus in der Umgebung gut. Stolpen, Radeberg, Dresden gehören nämlich zu den beliebten Ausflugszielen der Kurzurlauber. Zuweilen führen Ausflüge auch in das altehrwürdige Bischofswerda. Dass die alte Stadt gern auch Schiebock genannt wird, hat mit den zahlreichen großen Schubkarren zu tun. In der Gründungszeit der Gaststätte nach 1903 gehörten sie auch in Fischbach noch zum Straßenbild. Wenn die Handwerker und Bauern auf den Märkten in Dresden gute Geschäfte gemacht hatten, gönnten sie sich hier im „Ross“ dann eine gute Mahlzeit und einen guten Schluck. Hier bewegt man sich also auf historischem Boden. Auch Franzosen-Kaiser Napoleon Bonaparte soll hier übrigens gleich mehrmals vorbeigekommen sein. Auf dem Rückweg aus Moskau soll er seinem Schimmel kraftvoll die Sporen gegeben haben. Er hatte es verdammt eilig … Grund: Sein Russlandabenteuer war gründlich danebengegangen. Napoleons Reich begann auseinanderzufallen. Die Russen waren ihm auf den Fersen. In der bevorstehenden Schlacht bei Dresden konnte Napoleon seinen letzten militärischen Triumph verbuchen. Die Leipziger Völkerschlacht wenige Monate später hingegen, wurde sein zeitweiliges politisches Ende.

Aber natürlich lassen sich die Gäste nicht allein von der Historie locken, sondern vor allem von den Kochkünsten in der Küche. Und die werden hier als gutbürgerlich umschrieben, was die Fans des „Schwarzen Rosses“ absolut lieben. „Neben den Fisch- und Fleischgerichten gehören aber auch vegetarische Köstlichkeiten zu unserem Angebot“, betont Küchenchef Steffen Trepte. Und diese Köstlichkeiten werden demnächst eben in einer modernisierten Küche bruzeln …