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Donnerstag, 12.10.2017

Route für Forststeig steht

Tester entdecken Hürden auf dem deutsch-tschechischen Erlebniswanderweg. Doch der Forstbezirk findet eine Lösung.

Von Katharina Klemm

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Auf dem Forststeig geht es 100 Kilometer durch die Sächsische und Böhmische Schweiz.
Auf dem Forststeig geht es 100 Kilometer durch die Sächsische und Böhmische Schweiz.

© dpa

Sächsische Schweiz. Darauf können sich Wanderfreunde im nächsten Jahr freuen: Die Trekkingroute Forststeig Elbstandstein führt auch über den kleinen und den großen Eichberg. Damit reagierte der Forstbezirk Neustadt auf die Hinweise der Testwanderer, sagt Leiter Uwe Borrmeister.

Im März hatte der Forstbezirk die geplante etwa 100 Kilometer lange Route vorgestellt. Dann durften die Testwanderer ran. Sie schlugen sich durchs Dickicht, entlang des meist nur spärlich gekennzeichneten Wegs. Die von ihnen zu Papier gebrachten Eindrücke wertete Uwe Borrmeister mit seinen Mitarbeitern aus. Sie stellten fest: An einigen Stellen müssen sie die Route verändern.

Zwar soll die Trekkingroute eben nicht ganz einfach zu bewältigen sein und so ein besonderes Erlebnis für Wanderer bieten. Die ursprünglich geplante Route war dann aber doch stellenweise zu extrem. Da auf dieser als fünftägige Wanderung angelegten Strecke doch einiges an Gepäck mitzunehmen ist – vor allem, wenn man die am Weg gelegenen Trekkinghütten oder Biwakplätze nutzt –, empfanden einige Testwanderer bestimmte Aufstiege als zu steil. „Wir haben uns daher entschieden, die Route entsprechend anzupassen“, sagt Uwe Borrmeister.

Testwanderer geben Tipps

Das betraf beispielsweise den Aufstieg zum Großen Zschirnstein. Der war viel zu steil und auch erosionsgefährdet, so der Forstbezirksleiter. Auf diese Stelle hätten fast alle Testwanderer hingewiesen. Auch am Lampertstein hätten die Wanderer den Anschlussweg nur über einen sehr steilen und stark zugewachsenen Weg gefunden. Eine Wegänderung in Richtung Bielatal sei notwendig gewesen. Mit ihrem Wunsch, den großen und kleinen Eichberg mit in die Route aufzunehmen, brachten die Testwanderer die Lösung schon selbst mit ein.

Auf den Quirl nahe Königstein ging es auf der alten Route in einer langen Schleife. Durch den neuen Aufstieg an der Nordseite verkürzt sich der Weg, die Wanderer können Kraft und Zeit sparen. Auf dem Plateau führt der Weg nun an der Ostseite entlang. „Damit haben die Wanderer jetzt eine schönere Aussicht als zuvor“, so Borrmeister.

Die kleinen Veränderungen an der Strecke wurden auch vorgenommen, um den Charakter des Forststeigs zu stärken. Der soll einem Naturpfad gleichkommen. So führte die Strecke östlich von Rosenthal ursprünglich auf einem forstlandwirtschaftlichen Erschließungsweg entlang, sagt Borrmeister. Nun werde man auf einem naturnahen Pfad wandern. Auch am Hartenstein und am Zeisigstein sollen die Wanderer nun einen schöneren Weg gehen. Gleichzeitig entschärfte man mit der Verlegung kleine Problemstellen.

Die neue Route steht nun also. Um sie pünktlich im April 2018 eröffnen zu können, wird schon fleißig gepinselt. Wanderer können sich dann an der Markierung mit dem gelben Strich orientieren.