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Samstag, 22.04.2017

Rothenburger müssen sich für ihr Fest entscheiden

Das Sommerfest 2017 findet nur an drei Tagen statt. Ob das so bleibt? Darüber entscheiden die Bürger am 24. September.

Von Steffen Gerhardt

600 Kugeln verwandelten das Feuerwerk beim Sommerfest in Rothenburg 2015 in ein spektakuläres Schaupiel.
600 Kugeln verwandelten das Feuerwerk beim Sommerfest in Rothenburg 2015 in ein spektakuläres Schaupiel.

© andré schulze

Wenn die Neißestädter am 24. September den neuen Bundestag wählen, dann haben sie noch eine zweite Wahl zu treffen. Die über das Rothenburger Sommerfest.

Am ersten Augustwochenende findet es traditionell statt. Aber was die Dauer betrifft, wird mit der bisherigen Tradition gebrochen. Statt vier Tage, von Freitag bis Montag, findet das Fest nur an drei Tagen statt, der Montag wird eingespart. Die Gründe sind zwei: ein Rückgang der Besucherzahlen über die letzten Jahre und dazu ein finanzieller, erläuterte Bürgermeisterin Heike Böhm in der jüngsten Sitzung des Stadtrates: „Eintritt zu nehmen ist nicht mehr zeitgemäß. Darauf verzichten wir in diesem Jahr. Das bedeutet aber, dass wir weniger Einnahmen haben.“ Deshalb sollen die städtischen Gelder konzentriert auf die drei Tage verteilt werden.

Zwar wollen Stadt und das Festkommitee eine Plakette zum Kauf anbieten, aber nur auf freiwilliger Basis. Wer möchte, kann so ein Sammelstück gern erwerben. Wird fortan jedes Jahr eine neue Plakette herausgegeben, kann sie schon die Sammlerleidenschaft wecken. In anderen Städten, wie in Görlitz mit dem jährlich neu aufgelegten Pin zum Altstadtfest, oder bei anderen Volksfesten funktioniert das seit Jahren, warum nicht auch in Rothenburg?, stellte sich im Stadtrat die Frage.

Ob das Sommerfest als eines der größten Volksfeste in der Oberlausitz ab diesem Jahr nur noch ein dreitägiges Fest sein wird, das wollen die Stadt und die Organisatoren nicht allein entscheiden. „Es fehlt an Klarheit, wie wir künftig mit dem Sommerfest verfahren“, erklärte die Bürgermeisterin. Deshalb soll der Bürgerentscheid am 24. September durchgeführt werden. In den städtischen Gremien ist dieser bereits seit Februar Thema. Am 12. April stimmte der Stadtrat mit einer Gegenstimme für den Termin im September und die Frage auf dem Abstimmungszettel. Diese lautet: Soll das Sommererfest von vier Tagen (Freitag bis Montag) auf drei Tage (Freitag bis Sonntag) verkürzt werden? Die Bürger der Stadt sollen mit Ja oder Nein darüber entscheiden.

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