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Dienstag, 21.03.2017

Riesa erwartet den ersten Storch

Auf den Nestern in der Stadt tut sich noch nichts. Das könnte sich schon am Wochenende ändern, sagt ein Experte.

Von Stefan Lehmann

Ende der Woche könnten die ersten Riesaer Störche einfliegen, sagt der Storchenbeauftragte Olaf Gambke.
Ende der Woche könnten die ersten Riesaer Störche einfliegen, sagt der Storchenbeauftragte Olaf Gambke.

© SZ/Archiv

Riesa. Ende der Woche könnten die ersten Riesaer Störche eintreffen. Das teilte der Storchenbeauftragte Olaf Gambke auf SZ-Anfrage mit: „Die Wetterlage am Wochenende und Anfang kommender Woche ist relativ günstig.“ Es sei relativ warm, die Thermik für den Flug stimme also. Und die Weißstörche sind seit einigen Tagen definitiv in Bewegung, erklärt Gambke. Die vom Naturschutzbund (Nabu) mit Peilsendern ausgestatteten Zugstörche seien in den letzten zehn Tagen von Israel und der Sinai-Halbinsel über die Türkei Richtung Balkan geflogen. „Von dort bis zu uns ist es ungefähr eine Zehn-Tage-Entfernung.“

Vereinzelte Sichtungen sind dem Storchenbeauftragten aber schon jetzt gemeldet worden, etwa in Skassa und Paußnitz. Allerdings handle es sich dabei nicht um Zugstörche im engeren Sinne, sagt Olaf Gambke. „Das sind Trickser: Sie fliegen zum Beispiel an den Rhein und bleiben den Winter über dort.“ Dort kommen sie beispielsweise in Tierparks leicht an Futter. „Und sobald es etwas wärmer wird, fliegen sie eben wieder zurück nach Hause.“ Bei anderen entlang der Jahna gesichteten Vögeln handle es sich vermutlich um Durchreisende, die weiter nach Osten ziehen.

Auch wenn der erste Storchenschwung am Wochenende in Riesa eintreffen könnte: Die Nachzügler trudeln laut Gambke häufig erst Ende April ein. Bis dahin muss der Storchenbeauftragte noch einige Nester für die Ankunft der Vögel vorbereiten, also beispielsweise Müll entfernen. „Bisher sind rund 20 Storchenwohnungen bezugsfertig.“ Zehn weitere wolle er noch vorbereiten. Dann gebe es genug Überhang für den Fall der Fälle. „Ich hoffe auf 20 Brutpaare – damit sich die Arbeit am Ende auch gelohnt hat.“

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