• Einstellungen
Donnerstag, 17.05.2018

Rhododendronblüte und Spaßfaktor

Holger Schiffner ist Cheforganisator des 54. Park- und Blütenfestes in Kromlau. Auf Besucher warten mehrere Highlights.

Bild 1 von 2

In dieser Woche baute die Schaustellerfamilie Probst ihre „Hüttengaudi“ in Kromlau auf. Das zweietagige Spaß-Haus beherbergt unter anderem ein Spiegelkabinett und verspricht lustige und actiongeladene Erlebnisse.
In dieser Woche baute die Schaustellerfamilie Probst ihre „Hüttengaudi“ in Kromlau auf. Das zweietagige Spaß-Haus beherbergt unter anderem ein Spiegelkabinett und verspricht lustige und actiongeladene Erlebnisse.

© Anja Wallner

Holger Schiffner ist vor 15 Jahren nach Gablenz gezogen. Seit er in Rente ist, übernimmt er im Ehrenamt viele Aufgaben.
Holger Schiffner ist vor 15 Jahren nach Gablenz gezogen. Seit er in Rente ist, übernimmt er im Ehrenamt viele Aufgaben.

© Christian Köhler

Kromlau. Das kommende Pfingstwochenende wird wieder zig tausende Besucher nach Kromlau locken. Zum 54. Mal wird in dem kleinen Gablenzer Ortsteil das Park- und Blütenfest veranstaltet. Für Holger Schiffner aus Gablenz ist es das erste – und zwar als Cheforganisator. „Schon vor zwei Jahren hat mich Bürgermeister Dietmar Noack angesprochen, ob ich mir vorstellen kann, die Organisation zu übernehmen“, erzählt der Ruheständler. „Und ich habe nicht lange überlegt, sondern sofort zugesagt.“ 2017 sei er noch mit Gemeinderat Dirk Thorausch, der bislang den Hut auf hatte, mitgelaufen, habe sich angesehen, wie sich alles ineinanderfügt. „Ich werde das Rad nicht neu erfinden, aber mich schon an der einen oder anderen Stelle miteinbringen.“

Holger Schiffner weiß, dass so ein Fest jede Menge Arbeit bedeutet. Da ist die Öffentlichkeitsarbeit noch das kleinste Problem. Wasser- und Stromversorgung, Bühne- und Zeltaufbau, Kontakthalten zu Getränkehändlern und Schaustellern, Bänke und Tische organisieren und so weiter und so fort. „Für mich ist es spannend, denn ich habe so viele unterschiedliche Leute kennengelernt. Das ist wirklich toll“, erzählt der ehemalige Polizist. Der Kontakt zu den ortsansässigen Vereinen, deren Mitglieder sich seit Jahren ehrenamtlich für das Gelingen des Park- und Blütenfestes einsetzen, sei eines der schönsten Erlebnisse überhaupt gewesen. „Es ist wirklich beeindruckend, wenn man sieht, dass am Freitagmorgen nach dem Männertag so viele beim Aufbau mitanpacken“, erzählt er.

Seit gut einer Woche wird in Kromlau gewerkelt. Lkw um Lkw rollt an, lädt Waren, Schaustellerwagen und allerlei Ausrüstung ab. Radlader transportieren Unmengen Bauzaunfelder, Traktoren mähen die großen Wiesenflächen, Elektriker ziehen Kabel, Fahrgeschäfte und Versorgungsstände werden aufgebaut und aus einem Metallgerippe wird nach und nach ein strahlend weißes Festzelt. „Jeder hat seine Aufgabe und es läuft richtig gut“, ist sich Holger Schiffner sicher.

Der Gablenzer hat auch schon seine persönlichen Highlights ausgemacht, auf die er sich am kommenden Wochenende besonders freut: „Sehr weit oben steht natürlich Stefanie Hertel“, gibt er zu. Der Schlagerstern reist mit ihrer DirndlRockBand nach Kromlau, wird live am Sonntag auftreten. Einen weiteren Höhepunkt stellt für Holger Schiffner die Blaulicht-Meile am Samstag dar. „Hier können sich Gaffer einmal so richtig austoben“, verspricht er. Schließlich stellt die Feuerwehr einen Unfall nach, zeigt, wie sie Verletzte aus einem Auto befreit. „Wenn die Gäste das sehen, brauchen sie nicht mehr auf der Autobahn anhalten – was ja leider viele immer noch machen – um sich Unfälle anzusehen.“ Apropos ansehen: Seit vielen Jahren ist es nunmehr wieder möglich, sich beim Fest Kromlau und die nähere Umgebung aus der Luft anzuschauen. Von Sonntag bis Montag steht nämlich ein Hubschrauber bereit, der Rundflüge anbietet. Erstmals ist in diesem Jahr auch ein Shuttle-Service von Weißwasser aus eingerichtet.

Der weitaus elegantere Weg nach Kromlau ist natürlich eine Fahrt mit der Waldeisenbahn Muskau (WEM). Am Pfingstwochenende verkehren verstärkt historische Dampflokomotiven und Dieselloks, wie WEM-Mitarbeiterin Melanie Faber erklärt. Die zentrale Abfahrt am Bahnhof Teichstraße in Weißwasser verfügt zudem über ausreichend kostenfreie Parkmöglichkeiten – anders als die kostenpflichtigen in Kromlau. Von hier gelangt der Fahrgast durch den Geopark Muskauer Faltenbogen nach Kromlau. Der Museumsbahnhof „Anlage Mitte“ Weißwasser lädt am Wochenende zur Ausstellung über die Geschichte der Waldeisenbahn mit 20 Lokomotiven, Wagen und Schautafeln zu einem Besuch nach Weißwasser ein. (red/aw)