• Einstellungen
Mittwoch, 03.01.2018

Rettungstreppe wird angebaut

Die Grundschule bekommt einen dritten Fluchtweg. Der ist kein Muss. Im Ernstfall spart er aber wertvolle Zeit.

Von Tina Soltysiak

Die beiden Treppenhäuser der Grundschule Grünlichtenberg gelten als zwei separate Fluchtwege. Laut Unfallkasse ist diese Zahl ausreichend. Dennoch investiert die Gemeinde Kriebstein in den Anbau einer Rettungstreppe im Außenbereich.
Die beiden Treppenhäuser der Grundschule Grünlichtenberg gelten als zwei separate Fluchtwege. Laut Unfallkasse ist diese Zahl ausreichend. Dennoch investiert die Gemeinde Kriebstein in den Anbau einer Rettungstreppe im Außenbereich.

© Dietmar Thomas

Kriebstein/Grünlichtenberg. Noch immer fehlt an der Grünlichtenberger Grundschule die angekündigte Außenrettungstreppe. Das bemängelte Gemeinderat Manuel Viertel (CDU) während der Dezembersitzung. „Die Treppe sollte schleunigst gebaut werden. Woran liegt es, dass sie noch nicht da ist, obwohl wir Anfang des Jahres einen entsprechenden Beschluss gefasst haben?“, wollte er wissen. Viertel zeigte sich besorgt um die Sicherheit der Kinder und meinte, im Falle eines Feuers stünden nicht ausreichend Fluchtwege zur Verfügung.

Bürgermeisterin Maria Euchler (Freie Wähler) entgegnete: „Es gibt zwei Rettungswege. Damit ist die Schule per Gesetz sicher. Die zusätzliche Treppe ist eine Empfehlung. Der folgen wir, da es Fördergeld gibt.“ Zudem könnte es ja sein, dass sich eines Tages die Vorschriften für die Schulgebäude seitens der Unfallkasse ändern und dann eine Außentreppe zwingend erforderlich wäre. „Deshalb handeln wir lieber jetzt“, so Euchler.

Matthias Feig vom Bauamt der Gemeinde Kriebstein erläuterte: „Ein Teil der Arbeiten, die Voraussetzung für den Anbau der Treppe sind, wurden im Sommer erledigt. Während der Ferien wurden bodentiefe Terrassentüren eingebaut.“ Die Baugenehmigung für die Treppe sei vorhanden. Es sei vorab noch eine Statikprüfung erforderlich. „Und dann geht es an die Ausschreibung“, so Feig. Ein Termin zur Realisierung könne gegenwärtig noch nicht genannt werden. „Aber definitiv 2018“, sagte Maria Euchler. Die Gemeinde erhält dafür rund 100 000 Euro aus dem Fördertopf „Brücken in die Zukunft“. Das entspreche 75 Prozent der voraussichtlichen Gesamtkosten.

Gemeinderat Ronny Kroll (Freie Wähler) meinte in Bezug auf die erneute Debatte: „Wenn die Schule nicht sicher wäre, wäre sie längst gesperrt worden.“ In der Einrichtung gibt es bereits zwei Rettungswege in den beiden Treppenhäusern, so Feig. Doch nicht nur die Unfallkasse, auch die Feuerwehr rät zur Außentreppe. Denn wenn das Treppenhaus verqualmt und eine Rettung über die Drehleiter erforderlich ist, würde das fünf Minuten dauern – pro Kind.

Desktopversion des Artikels