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Sonntag, 15.04.2018

Relativ ruhige Demos in NRW

Großeinsatz für die Polizei in Nordrhein-Westfalen: Bei Demonstrationen in Köln und Dortmund treffen Rechtsextremisten und radikale Linke aufeinander.

Linke Demonstranten stehen vor einer Polizeiabsperrung während Rechtsextremisten in der Innenstadt demonstrieren.
Linke Demonstranten stehen vor einer Polizeiabsperrung während Rechtsextremisten in der Innenstadt demonstrieren.

© Marcel Kusch / dpa

Dortmund. Demonstrationen von Rechtsextremisten und linken Gegnern sind am Samstag in Dortmund trotz einiger Auseinandersetzungen weitgehend ruhig verlaufen. Nach Polizeiangaben zogen rund 600 Rechtsextremisten durch die Innenstadt. Rund 2 000 autonome Linke versuchten mehrfach, Polizeisperren zu überwinden. Dabei kam es auch vereinzelt zu Angriffen auf Polizisten. Die Polizei war mit einem Großaufgebot präsent.

Auch in Köln verlief eine deutlich kleinere Kundgebung des rechten Spektrums weitgehend friedlich. Etwa 200 Gegendemonstranten hätten lautstark gegen die knapp 100 Teilnehmer der Kundgebung protestiert, sagte eine Polizeisprecherin.

Im Zusammenhang mit den Dortmunder Protesten leitete die Bundespolizei gegen 47 Tatverdächtige des linken Spektrums Strafverfahren ein, die meisten davon wegen Landfriedensbruchs. Auch bei der rechtsextremistischen Demonstration wurden laut Dortmunder Polizei Ermittlungsverfahren eingeleitet. Konkret ging es um verfassungswidrige Propaganda und mitgeführte Waffen. Unter den Demonstranten waren auch Mitglieder der Gruppe „Hooligans gegen Salafisten“.

Friedlichen Gegenprotest gab es in Dortmund von einer vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Kundgebung. Rund 1500 Menschen setzten sich dabei mit Plakaten und Trillerpfeifen für eine bunte Stadt ein. (dpa)