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Donnerstag, 20.07.2017

Reimporte von Autos: Vor- und Nachteile

Ein Erwerb von Reimport-Autos aus dem EU-Ausland spart bares Geld.

Foto: pixabay
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Der Aufwand des Autokaufs ist zwar relativ hoch. Doch der Preisvorteil wiegt dieses Manko auf.

Ersparnisse von bis zu 40 Prozent

Wer über den Erwerb eines Neuwagens durch Anbieter wie take-your-car.de nachdenkt, sollte auch im EU-Ausland nach preiswerten Offerten Ausschau halten. Hier finden Interessenten lukrative Angebote, die das deutsche Preisniveau um bis zu 40 Prozent unterschreiten. Der Grund für die günstigen Preise basiert auf den steuerlichen Verhältnissen vor Ort. Denn im Ausland werden Fahrzeuge zumeist wesentlich höher als in Deutschland besteuert. Damit die Kfz dennoch bezahlbar sind, sind die Nettopreise für Neuwagen zumeist wesentlich niedriger als in Deutschland. In anderen Ländern wirkt sich die geringe Kaufkraft positiv auf die Preise aus. In Deutschland fällt zusätzlich zum Nettopreis nur noch die Mehrwertsteuer an. Das Resultat schont den Geldbeutel - in Form hoher Rabatte.

Den Verwaltungsaufwand nicht unterschätzen

Diesem massiven Preisvorteil steht ein relativ hoher Verwaltungsaufwand gegenüber. Beispielsweise können Interessenten das Land bereisen und das Auto nach einem Erwerb selbst überführen. Bei dieser Vorgehensweise müssen Betroffene alle Formalitäten für das Finanzamt sowie Auflagen bei der Überführung allein übernehmen. Weichen die Sicherheitsvorschriften ab, ist es wichtig, dass das Fahrzeugmodell deutschen Standards entspricht. Dieses Risiko wird durch einen Reimporteur in Deutschland verringert, der die organisatorischen Formalitäten selbst erledigt. Deshalb ist eine Kontrolle aller Dokumente sowie der Seriosität des Händlers unerlässlich.

Entspricht die Sicherheitsausstattung deutschen Standards?

Die Ausstattung der Reimporte kann, aber muss nicht vorteilhaft sein. Sind bei Fahrzeugen aus Skandinavien Winterausstattungen zumeist serienmäßig verbaut, sind bei Kfz aus südlichen Gefilden häufig Klimaanlagen inklusive. Sicherheitsmerkmale wie ESP sind oft nicht vorhanden. Dieser Tatsache sollten sich Interessenten bewusst sein. Ist das Fahrzeug ein EU-Reimport, drohen keine nachteiligen Konsequenzen bei Gewährleistungs- und Garantieansprüchen. Denn diese Regelungen sind für die gesamte EU-Region gültig. Bei der Autoübergabe ist jedoch darauf zu achten, dass das abgestempelte Serviceheft mit einem Auslieferungsdatum sowie einer abgestempelten Fahrgestellnummer versehen ist. Ein weiterer Nachteil: bei einem Gewährleistungsanspruch sollten Kfz-Besitzer der Reimporte nicht auf die Kulanz deutscher Händler hoffen.

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