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Montag, 07.05.2018

Rast Grünwald zum nächsten WM-Sieg?

Nach dem Sensationssieg in Assen folgt am Wochenende das dritte Saisonrennen für die Piloten vom Freudenberg-Team.

Von Christian Kluge

Luca Grünwald vom Freudenberg-Team Bischofswerda auf dem Weg zum Sieg beim zweiten WM-Rennen der Supersport 300-Klasse in Assen. Am Wochenende geht es im italienischen Imola weiter.
Luca Grünwald vom Freudenberg-Team Bischofswerda auf dem Weg zum Sieg beim zweiten WM-Rennen der Supersport 300-Klasse in Assen. Am Wochenende geht es im italienischen Imola weiter.

© PR/Mara Paulicek

Motorsport. Eigentlich konnte aus Luca Grünwald nur ein Motorradrennfahrer werden. Denn ebenso wie seinem Bruder Loris gaben ihm seine Eltern den Vornamen von zwei Ex-Piloten: Luca Cadalora und Loris Reggiani. Und inzwischen ist der heute 23-Jährige, der in Waldkraiburg lebt und seit 2018 wieder für das Bischofswerdaer Freudenberg-Team fährt, ganz oben angekommen. Im zweiten Rennen der 2017 eingeführten Supersport 300-Weltmeisterschaft fuhr er am 22. April der gesamten Konkurrenz davon und gewann.

Nun steht am kommenden Wochenende der dritte WM-Lauf im italienischen Imola auf dem Programm. Teamchef Carsten Freudenberg, der am Mittwoch per Flieger von Dresden Richtung Italien abreist: „Unser Ziel ist ein Platz unter den Top Five mit Luca und zwei weitere Plätze in den Punkten mit Max Kappler und Jan-Ole Jähnig.“ Genau das gelang den drei KTM-Piloten schon in Assen. In der Gesamtwertung liegt Grünwald nur vier Punkte hinter dem führenden Kawasaki-Piloten Scott Deroue aus den Niederlanden.

Der Bischofswerdaer Spitzenfahrer, der schon 2014 mit dem Kiefer Racing Team in die Moto 3-Weltmeisterschaft eingestiegen war, hat sich auf dem knapp fünf Kilometer langen Kurs auf jeden Fall einiges vorgenommen. „In Assen war es großartig, mit einem Sieg nach Hause zu fahren. Jetzt müssen wir schauen, dass wir in Imola wieder vorn dabei sind.“

Ganz vorn war Luca Grünwald in seiner Laufbahn, die 2004 mit Starts im Minibike-Cup begann, schon öfter. 2006 gewann er den Minibike-Cup, 2007 auf einer Aprilia den ADAC Junior Cup und 2010 mit dem Freudenberg-Team die Internationale Deutsche Motorradmeisterschaft (IDM) in der 125-ccm-Klasse. Diesmal auf einer Rennmaschine von Honda. 2016 holte er den Deutschen Vizemeistertitel in der Superstock 1000-Klasse bei der IDM.

In diesem Jahr ist Grünwald, der im bayrischen Mühldorf am Inn geboren wurde und als Testfahrer arbeitet, auf einer KTM RC 390 R unterwegs – und diese Marke kennt er bestens. Schließlich ist der österreichische Motorrad-Hersteller sein Arbeitgeber. „Wir haben gerade noch zwei neue Motoren von KTM für das Rennen in Imola bekommen“, freut sich Carsten Freudenberg über die professionelle technische Unterstützung der Österreicher.

Nach dem Sensationssieg in Assen hatte der Bischofswerdaer Teamchef übrigens noch einen ganz anderen Grund zur Freude. „Wir haben danach 46 000 Likes auf Facebook bekommen und das Video von den letzten zwei Runden, das wir online gestellt haben, ist über 30 000 Mal angesehen worden. Das war wirklich unfassbar!“ Vielleicht folgt nun am Sonntag ab 14.20 Uhr der nächste Coup der Schiebocker, die in der Teamwertung auch Dritter sind.