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Montag, 20.03.2017

Randalierer geschnappt

Drei Jugendliche sollen für die Zerstörungen an Autos, Schule, Wartehäuschen und bei der Bahn verantwortlich sein.

Von Cathrin Reichelt

Mehr als zwei Stunden haben vier Mitarbeiter des Waldheimer Bauhofes gebraucht, um die zersplitterten Scheiben des Buswartehäuschens zu beseitigen.
Mehr als zwei Stunden haben vier Mitarbeiter des Waldheimer Bauhofes gebraucht, um die zersplitterten Scheiben des Buswartehäuschens zu beseitigen.

© Archiv/D. Thomas

Waldheim. Nach Zeugenhinweisen hat die Polizei drei Tatverdächtige im Alter von 16,  18 und 19 Jahren ermittelt, die in der Nacht zum 17. März eine Spur der Zerstörung in Waldheim hinterlassen haben sollen. „Zum Motiv der Taten und der konkreten Tatbeteiligung dauern die Ermittlungen allerdings weiter an“, erklärt Andrzej Rydzik, Sachbearbeiter für Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Chemnitz. Eine genaue Schadensaufstellung liegt den Beamten zurzeit noch nicht vor.

Die drei Jugendlichen sollen alle Glasscheiben des Buswartehäuschens am Bahnhof und eine Scheibe an der Oberschule zerstört, das Bedienfeld eines Fahrkartenautomaten auf dem Bahnsteig und einen Schaukasten demoliert haben. Außerdem wurde an vier an der Bahnhofstraße, der Breitscheidstraße sowie der Güterbahnhofstraße abgestellten Fahrzeugen je eine Scheibe eingeschlagen.

Vier Mitarbeiter des Waldheimer Bauhofes waren am Freitag gut zwei Stunden damit beschäftigt, die Scherben am Wartehäuschen so zu beseitigen, dass für Passanten und Wartende keine Verletzungsgefahr mehr besteht. „So schlimm war es noch nie“, sagt der stellvertretende Bauhofchef Andreas Nacke. Er weiß, wovon er spricht.

Zusätzlich zu ihrer eigentlichen Arbeit müssen die Mitarbeiter des Bauhofes jedes Jahr etwa 20 bis 30 größere Vandalismusschäden beseitigen. Dazu kommen sporadisch kleinere Delikte, wie umgeknickte oder herausgerissene Verkehrszeichen. Nach einer ersten Schätzung wird die Erneuerung der Scheiben des Wartehäuschens etwa 3 500  Euro kosten.

Das Geld muss die Stadt aus der eigenen Kasse nehmen. Denn eine Versicherung für Vandalismusschäden gibt es weder für das Wartehaus noch für die eingeschlagene Scheibe an der Oberschule. Wie viel deren Ersatz kostet, steht noch nicht fest. Schulleiter Jürgen Köber ist das erste Mal in seiner 30-jährigen Tätigkeit an der Oberschule mit einem solchen Schaden konfrontiert.

„Durch fahrlässiges Verhalten von Schülern ist schon einmal eine Scheibe zu Bruch gegangen. Durch Vandalismus noch nie“, sagt er. Wann die Reparatur der Scheiben an Schule und Wartehäuschen erfolgt, ist noch nicht geklärt.

Die Mitteldeutsche Regiobahn hat den Fahrkartenautomaten am Bahnhof noch am Tag seiner Beschädigung reparieren lassen. „Er ist bereits seit Freitag wieder verkaufsfähig“, heißt es in einer Mitteilung der Pressestelle. Wie hoch der Sachschaden genau war, lässt die Bahn offen. Es ist lediglich von einem Betrag im dreistelligen Bereich die Rede.

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