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Freitag, 19.05.2017

Rätsel um schwarzen Renault

Seit Wochen steht ein Auto am Kuxberg. Die Nummernschilder sind abgeschraubt. Wer ist hier verantwortlich?

Von Mareike Huisinga

Dieser schwarze Renault steht seit über zwei Wochen am Kuxberg. Mittlerweile haben Unbekannte die Heckscheibe eingeschlagen.
Dieser schwarze Renault steht seit über zwei Wochen am Kuxberg. Mittlerweile haben Unbekannte die Heckscheibe eingeschlagen.

© Mareike Huisinga

Dohna/Pirna. Dieses Auto gibt Rätsel auf. Seit einigen Wochen steht ein schwarzer Renault auf dem Seitengrundstück des Autobahnzubringers A 17 am Kuxberg. Die Nummernschilder sind vorne und hinten abgeschraubt. Will hier jemand schmerzliche Verschrottungsgebühren einsparen? Bis vor Kurzem war der Wagen augenscheinlich noch in einem guten Zustand. Jetzt haben Unbekannte jedoch die Heckscheibe eingeschlagen. Die Fledderei beginnt…

Der Standort nahe dem Telekom-Häuschen ist bekannt als Abstellplatz für stillgelegte Autos. Bei Polizeikontrollen auf der A 17 werden regelmäßig Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen und auf dieser Fläche zwischenzeitlich abgestellt. Der Fahrzeughalter bekommt in der Regel von der Autobahnpolizei die Aufforderung, seinen nun nicht mehr fahrbaren Untersatz innerhalb einer bestimmten Frist von der Fläche zu entfernen. Für den Vollzug ist die Autobahnpolizei oder der Straßenbaulastträger, in dem Fall das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, als Grundstückseigentümer zuständig.

Doch hier scheint der Fall anders zu liegen. Mario Laske von der Polizeidirektion Dresden erklärt, dass die Polizei nichts mit dem Vorgang zu tun hätte. Er verweist auf die Bundespolizei. Auch hier Fehlanzeige. Martin Ebermann von der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel liegen keine Informationen vor, dass Bundesbeamte den Renault aus den Verkehr gezogen hätte. Ebenso äußert sich Claudia Eib von der Autobahnpolizei Dresden.

Hat also doch ein Privatmann seinen Wagen hier illegal abgestellt? Dann wäre es ein Fall für das Landratsamt. „Zu dem schwarzen Renault liegt im Landratsamt keine Anzeige vor“, stellt allerdings Umweltamtsleiterin Birgit Hertzog klar. Trotzdem wollen sich Mitarbeiter des Landratsamtes jetzt einmal die Situation vor Ort anschauen.

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