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Donnerstag, 17.05.2018

Radebergs Mitte wird umgegraben

Der Kleinmarkt erhält Pflaster nach historischem Vorbild. Anwohner müssen sich auf Behinderungen einstellen.

Von Thomas Drendel

Die Pflastersteine vorn bleiben, der Asphalt hinten kommt weg: Der Kleinmarkt in Radeberg wird erneuert. Bauleute verlegen Granitpflaster nach historischem Vorbild.
Die Pflastersteine vorn bleiben, der Asphalt hinten kommt weg: Der Kleinmarkt in Radeberg wird erneuert. Bauleute verlegen Granitpflaster nach historischem Vorbild.

© Thorsten Eckert

Radeberg. Der obere Teil der Hauptstraße ist so etwas wie das eigentliche Zentrum Radebergs. Gleich neben dem Rathaus sind eine Vielzahl von Läden zu finden: der große Drogeriemarkt, die Apotheke, der Optiker, der Juwelier sowie die Stadtbibliothek und ein Restaurant. Genau dieser Abschnitt der Hauptstraße wird für knapp vier Wochen umgegraben. „Ab Mittwoch, dem 6. Juni, wird der Asphalt abgefräst“, sagt Lisa Blochwitz von der Radeberger Stadtverwaltung. Anschließend verlegen die Bauleute Granitpflaster. „Es wird nach historischem Vorbild gestaltet. Auf dem unteren Teil der Hauptstraße ist das schon zu finden. Mit der Weiterführung komplettieren wir jetzt das Straßenbild“, sagt sie. Der gut einhundert Meter lange obere Teil der Hauptstraße ist als letzter noch mit Asphalt belegt, der inzwischen schon recht brüchig ist und an mehreren Stellen geflickt wurde.

Während der Arbeiten ist der Abschnitt für Autos gesperrt. Für den Durchgangs verkehr kann das Problem recht unkompliziert gelöst werden. Die Autos werden über die Mittelstraße und die Pirnaer Straße zum Markt umgeleitet. Problematischer ist das schon für Anliefer-Lkw. „Auch sie können in der Zeit nicht in die Baustelle einfahren, teilt Bauamtsleiterin Uta Schellhorn mit. „Mit der Baufirma ist jedoch vereinbart, dass es Ausnahmen für Sonderfälle geben wird. Vor der Drogerie Rossmann wird eine provisorische Abstellfläche geschaffen. Dort können Lkw bis zu einer Länge von zehn Metern halten“, erklärt die Bauamtsleiterin. Wenn allerdings die Drainage indem Bereich verlegt wird, fällt auch diese Stellfläche weg.

Während der Bauarbeiten dürfte sich das Parkplatzproblem verschärfen. Geschätzt 20 Parkplätze fallen während der Bauzeit weg. „Die Längsstellflächen auf der Fläche zwischen dem Drogeriemarkt und der Bibliothek werden mit ausgebaut“, so Uta Schellhorn. Die gegenüberliegenden quer zur Fahrtrichtung angeordneten Parkplätze sind bereits gepflastert. Sie werden nicht erneuert. Das gilt auch für die Gehwege. Allerdings ist es für Fußgänger während der Arbeiten nicht möglich, quer über die Baustelle die Straßenseite zu wechseln.

Läuft alles planmäßig, sind die Arbeiten nach knapp einem Monat am  Dienstag, dem 3. Juli, beendet. Um die Probleme während der Bauphase möglichst gering zu halten, ist die Baufirma von der Stadt beauftragt, Details der Arbeiten den Anwohnern über Handzettel mitzuteilen. „Das gilt auch, wenn es Änderungen beim Bauablauf gibt, etwa wegen des Wetters“, so die Mitarbeiterin der Stadtverwaltung.