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Freitag, 10.11.2017

Quotenrekord und ganz viele Reserven

290 000 Zuschauer sehen in der Spitze den Volleyballkrimi des DSC. Dessen Kapitän nimmt das Team noch mehr in die Pflicht.

Von Alexander Hiller

Neuzugang Barbara Wezorke machte gegen Stuttgart ihr bestes Spiel im DSC-Trikot. Daran will sie nun anknüpfen.
Neuzugang Barbara Wezorke machte gegen Stuttgart ihr bestes Spiel im DSC-Trikot. Daran will sie nun anknüpfen.

© Ronald Bonß

Nach einem solchen Krimi darf man auch mal scherzen. „Wir wollten dem ganzen Land zeigen, wie toll es hier in Dresden ist, wie sehr hier alle hinter uns stehen“, sagte Spielführerin Myrthe Schoot nach dem 3:2-Erfolg ihrer DSC-Volleyballerinnen gegen Pokalsieger Stuttgart.

Die Gastgeberinnen haben bei ihrem ersten Live-Heimspiel im frei empfangbaren TV die Zeitschiene ausgedehnt – 131 Minuten lang. Der übertragende Sender Sport 1 vermeldete Volleyball-Rekordquoten: 290 000 Zuschauer in der Spitze verfolgten das Duell, 160 000 im Durchschnitt. Mit seinen Übertragungen der Basketball-Bundesliga erreicht der Kanal Spitzenwerte bis 160 000 Zuseher. „Wir haben Volleyball-Deutschland gezeigt, mit welcher Leidenschaft wir den Sport in der Region leben. Wir sind stolz und zufrieden mit den Zahlen“, sagte DSC-Geschäftsführerin Sandra Zimmermann.

Myrthe Schoot wäre es freilich lieber gewesen, die Partie bereits in drei Sätzen zu ihren Gunsten zu entscheiden. Die Möglichkeiten dazu waren da. „Wir haben Stuttgart in den Sattel geholfen, viele dumme Fehler gemacht. Ich habe wirklich nicht das Gefühl, dass wir gut gespielt haben“, sagte die 29-jährige Holländerin. „Wir haben aber irgendwann gezeigt: Hey, Stuttgart, das ist unsere Halle, das ist unsere Stadt, das ist unser Feld. Keine Mannschaft wird uns hier schlagen. Das müssen wir jetzt auch selber glauben“, fordert die Vize-Europameisterin.

Trainer Alexander Waibl sieht „viel Luft nach oben“ – ohne das zu konkretisieren. „Wir sind eine junge Mannschaft, da gibt es viele, die solche Konstellationen noch nicht kennen“, sagt der 49-Jährige. „Es gibt so viele einfache Dinge, die wir besser machen können“, ergänzt Myrthe Schoot. „Dennoch war das Spiel sehr wichtig für unser Selbstvertrauen, unseren Kampfgeist. Wobei jede für sich selbst weiß, dass wir das besser können. Das erwarte ich auch von meiner Mannschaft“, fordert die Kapitänin. Vor allem die häufigen Annahmefehler ärgern sie. „Die ersten Kontakte waren unsauber, damit haben wir unsere Zuspielerin Mareen Apitz sehr unter Druck gesetzt“, sagte Schoot, die sich bei der Fehleranalyse nicht ausnimmt. Auch Mittelblockerin Barbara Wezorke, mit 14 Punkten eine der besten Dresdnerinnen, sieht noch Reserven. „Wir wissen, dass wir weiter an uns arbeiten müssen. Aber“, sagt die 25-Jährige“, „wir sind auf dem richtigen Weg“. Den kann der Tabellenzweite am Sonnabend im Pokal-Viertelfinale beim Zweitligisten BBSC Berlin fortsetzen.

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