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Samstag, 12.08.2017

Quadspaß im Kinderheim

Eine motorsportverrückte Familie überraschte jetzt zwei Schulanfänger. Das machte aus einem traurigen einen fröhlichen Tag.

Von Jörg Richter

Katja (hinten links) und André Klotz (rechts) fuhren mit Waldaer Kindern auf ihren Quads.
Katja (hinten links) und André Klotz (rechts) fuhren mit Waldaer Kindern auf ihren Quads.

© Kinderheim Walda

Walda/Leckwitz. Zwei Sechsjährige des Kinderheims Walda haben ihre erste Schulwoche hinter sich. Ein Mädchen ist in die Großenhainer Förderschule gekommen und ein Junge in die Grundschule Zabeltitz. Für beide gab es zum Schulanfang eine große Überraschung. Das Leckwitzer Unternehmer-Ehepaar André und Katja Klotz sowie Tochter Nele fuhren mit zwei Quads vor, um mit allen Mädchen und Jungen des Kinderheims ein paar Runden auf dem Gelände zu drehen. Für die beiden Schulanfänger brachten sie zudem Zuckertüten mit.

„Wir haben diese Überraschung bis zum Schluss geheim gehalten“, sagt Erzieherin Anja Aust, die die Familie Klotz privat kennt und den Kontakt hergestellt hatte. André Klotz, der in Leckwitz eine Firma für Bädergestaltung betreibt, chauffierte die beiden Schulanfänger mit seinem großen Quad. Die älteren Kinder und Jugendlichen des Heims durften auf einem kleinen Quad selbst mal fahren.

Familie Klotz ist in Leckwitz und Umgebung als motorsportbegeistert bekannt. Die beiden Söhne Finn und Ole fahren sogar für ein Quad-Rennteam und feierten bereits erste Erfolge.

Neben dem etwa einstündigen Quad-Spektakel hatten die Erzieherinnen des Kinderheims Walda auch ein Kaffeetrinken mit Torten, einen Spaziergang durchs Dorf und ein abendliches Drei-Gänge-Menü organisiert. Die beiden Schulanfänger und die anderen Mitbewohner sollten diesen Tag als etwas Schönes in Erinnerung behalten. Denn leider fing er ziemlich traurig an. Denn die beiden Sechsjährigen mussten ihn ohne ihre Eltern feiern, weil diese kaum bzw. gar kein Interesse daran zeigten. „Es sind natürlich unendlich traurige Schicksale, die wir nicht ändern können, aber es ist ein schönes Gefühl etwas Gutes zu tun“, sagt Katja Klotz.