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Freitag, 21.04.2017

Prominenz im Seifersdorfer Tal

Dresdens Stadtoberhaupt Dirk Hilbert hat den Wanderweg entlang der Großen Röder wieder freigegeben.

Dresdens OB Dirk Hilbert (r.), Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen, der ehemalige Vorsitzende des Seifersdorfer Schlossvereins Günter Zeeh (l.) und die anderen Teilnehmer machten sich im Seifersdorfer Tal zu einem kleinen Spaziergang auf.
Dresdens OB Dirk Hilbert (r.), Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen, der ehemalige Vorsitzende des Seifersdorfer Schlossvereins Günter Zeeh (l.) und die anderen Teilnehmer machten sich im Seifersdorfer Tal zu einem kleinen Spaziergang auf.

© Thorsten Eckert

Wachau. Es ist vollbracht: der Wanderweg durch das Seifersdorfer Tal ist offiziell wieder freigegeben. Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) und der Ottendorfer Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) gaben den symbolischen Startschuss. „Der beliebte Wanderweg ist endlich wieder offen. Lange genug hat es gedauert. Jetzt freue ich mich, gemeinsam mit allen Anwohnern und Naturfreunden, dass es wieder möglich ist, durch das wunderbare Seifersdorfer Tal zwischen Grünberg und Liegau-Augustusbad zu wandern“, sagte Dirk Hilbert.

Auch der Wachauer Wanderwegewart Ronny Menzel freute sich über die Freigabe: „Man kann nun wieder wandern wie zuvor. Ich hoffe, dass dies nun lange so bleibt“, sagte er im Hinblick auf die lange Sperrzeit von vier Jahren. Bis zum Sommer ist der Weg, der direkt an der Esse vorbeiführt, allerdings noch durch einen Bauzaun eingeengt. Ein Containerdienst muss noch Schutt abtransportieren, danach steht er wieder in voller Breite zur Verfügung. Über den Wanderweg gelangen Spaziergänger jetzt bequem in den historischen Landschaftspark. Er wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach Ideen von Christina Gräfin von Brühl angelegt und ist wegen seiner vielen Denkmale und Skulpturen über Sachsen hinaus bekannt. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verwilderte er. Eigentümer des Parks ist der Verein Sächsischer Heimatschutz. Rund 30 000 Menschen besuchen jedes Jahr das Seifersdorfer Tal.

Der nun sanierte Wegabschnitt musste 2013 infolge des Hochwassers gesperrt werden. Die Pfeiler der Brücke über die Große Röder waren sanierungsbedürftig. Als diese fertig waren, schlug 2014 fast zeitgleich ein Blitz in den 30 Meter hohen Schornstein der ehemaligen Kunathmühle ein. Der Wanderweg musste wieder gesperrt werden. Der Schornstein drohte einzustürzen.

Anschließend gab es mehrere Vorstöße der Stadt, den Weg wieder zu öffnen. Doch zunächst ohne Erfolg. Schließlich einigten sich Rathaus und der Grundstückseigentümer: Die Stadt Dresden erhält das Wegerecht für den Wanderweg. Im Gegenzug übernahm die Stadtverwaltung die Reparatur des Schornsteines. Begehbar ist der Weg bereits seit einigen Tagen. (SZ)