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Mittwoch, 03.01.2018

Preise für Parken, Kitas und den Nahverkehr steigen

Zum Jahresauftakt gibt es aber auch eine gute Nachricht: Die Drewag will ihren Strompreis senken.

Von Peter Hilbert

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Parken, Kita, Nahverkehr: Das neue Jahr bringt auch steigende Preise.
Parken, Kita, Nahverkehr: Das neue Jahr bringt auch steigende Preise.

© Sven Ellger, dpa

Das neue Jahr hat für die Dresdner so manche Überraschung parat, über die sie sich nicht freuen werden. Die Stadt und Verkehrsunternehmen erhöhen Gebühren teilweise kräftig.

Die Parkgebühr: Stadt will zusätzlich 3,5 Millionen Euro einnehmen

Für Kraftfahrer wird es in Dresdens Innenstadt immer enger. Seit dem Parkplatz-Ausbau können sie ihre Autos nicht mehr unter der Marienbrücke abstellen. Damit ist die letzte Möglichkeit fürs kostenlose Parken weggefallen. Wie schon lange angekündigt, sollen in diesem Jahr auch die Parkgebühren in der Tarifzone 1 im Zentrum erhöht werden. Damit soll auch der Verkehr aus der Innenstadt verbannt werden. Künftig zahlen Kraftfahrer zwei statt bisher 1,50 Euro je Stunde. Der Tagestarif steigt von sechs auf acht Euro.

In der anschließenden Zone 2 und der Äußeren Neustadt ist eine Erhöhung von 50 Cent auf einen Euro und beim Tagestarif von drei auf vier Euro geplant. Durch die Erhöhung erwartet die Stadt Zusatzeinnahmen von 3,5 Millionen Euro im Jahr.

Die Beschlussvorlage ist im Verkehrsressort rechtlich geprüft und kann im neuen Jahr im Stadtrat beraten werden, teilt Bürgermeister-Referentin Doris Oser mit. Wann die höheren Parkgebühren genau kommen, ist aber noch unklar.

Die Fahrpreise: Viererkarte wird im Verkehrsverbund um 40 Cent teurer

Auf Fahrgäste von Bus und Bahn kommt dieses Jahr die nächste Preiserhöhung zu. Ab 1. August zahlen sie im Durchschnitt 2,1 Prozent mehr, kündigt Sprecher Christian Schlemper vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) an. Als Grund führt er die steigenden Kosten für Energie und Personal sowie die Verbesserungen im Angebot an. Einzelfahrten kosten zehn Cent mehr. Fahrgäste zahlen künftig 2,40 Euro. Für die Viererkarte werden statt bisher 8,20 dann 8,60 Euro fällig. Der Preis einer Abokarte in der Tarifzone Dresden steigt um einen Euro auf 51,90 Euro.

Schon im vergangenen Jahr hatte der VVO sein Angebot verbessert. So fahren die S-Bahnen auf der ausgebauten Strecke von Dresden nach Meißen seit April 2017 in den Spitzenzeiten im Viertelstundentakt. Ab 3. April dieses Jahres fahren die S-Bahnen auf den Linien S 1 und S 2 in der Hauptverkehrszeit sogar alle zehn Minuten. „Züge von Meißen, die bisher nur bis zum Hauptbahnhof fahren, verkehren dann bis Pirna“, kündigt der VVO-Sprecher an.

Die Kitabegühren: Bei Kindergärten zahlen Eltern deutlich mehr

Durch höhere Elternbeiträge will die Stadt 2018 zusätzlich 745 000 Euro einnehmen. Bei der Krippe müssen ab 1. September 1,7 Prozent, beim Hort 2,8 Prozent und bei Kindergärten sogar 6,8 Prozent mehr gezahlt werden, teilt die Stadt mit. So steigt der monatliche Beitrag für eine Neun-Stunden-Betreuung in der Krippe von 212,81 auf 216,49 Euro. Beim Kindergarten ist für diesen Fall ein Anstieg von 146,02 auf 155,92 geplant und beim Hort von 84,54 auf 86,79 Euro.

Die Stadt begründet die Beitragserhöhung zum einen mit Tarifsteigerungen und neuen Regeln für die Eingruppierung der Mitarbeiter. Andererseits würden die Kosten wegen des Betreuungsschlüssels in Kindergärten erheblich steigen. Ab September 2015 hatte er sich von 1:13 auf 1:12,5 und ab September 2016 von 1:12.5 auf 1:12 verbessert. Zeitlich verzögert würden nun die Eltern an diesen Kosten beteiligt.

Bei den Krippen ist der Betreuungsschlüssel im September 2017 von 1:6 auf 1:5,5 verbessert worden. Das wirkt sich aber erst 2019 auf die Elternbeiträge aus.

Die Strompreise: Dresdner Versorger liegen schon jetzt unter Durchschnitt

Bei all den steigenden Beiträgen und Gebühren gibt es auch eine gute Nachricht: Die Drewag senkt voraussichtlich ihren Strompreis im neuen Jahr, teilt Sprecherin Gerlind Ostmann mit. Genaue Angaben kann sie aber noch nicht machen. „Wir müssen noch die endgültige Höhe der Netzentgelte abwarten, die von der Bundesnetzagentur festgelegt werden“, begründet sie. Den Gaspreis will die Drewag stabil halten. Etwa 80 Prozent der Dresdner werden von den Stadtwerken versorgt.

Die Drewag-Preise können sich im Vergleich der sächsischen Grundversorger sehen lassen, erklärt Thorsten Storck von Deutschlands größtem Verbraucherportal Verivox. „Die Strompreise der Drewag liegen beim Grundversorgungstarif unter dem sächsischen Gesamt-Durchschnitt“, sagt er. Zahlt eine vierköpfige Familie bei der Drewag im Jahr 1 177 Euro für 4 000 Kilowattstunden, so sind es im Sachsen-Schnitt 67 Euro mehr. Allerdings sollten Kunden, die den Anbieter nicht wechseln wollen, sich für einen günstigeren Drewag-Tarif entscheiden, rät Storck. Noch mehr könnte bei einem Wechsel zum günstigsten Anbieter laut Verivox-Empfehlung gespart werden. Dann würde der Vier-Personen-Haushalt nur 963 Euro zahlen.

Stabil im Strom- und Gaspreis bleibt auch die Dresdner Genossenschaft Energiehaus. Mit den Preisen, die sie bis Ende 2019 garantiert, liegt sie etwa wie die Drewag.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 56 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Leser

    VVO als Bsp:mind jährliche Anpassung der Preise nach oben als Mitteilung für die Allgemeinheit. Wenn ich das bei meinem AG auch so machen könnte, was logische Konsequenz wäre. Antwort von seiner Seite ist >> Was machst du m-e-h-r dafür oder such dir was anderes.

  2. Micc

    Da lohnt sich ja die Kindergelderhöhung von 2,00 Euro pro Kind vollends! KiTa- und Krippen-Gebühren steigen, mal wieder eine reine Nullnummer.

  3. Preis

    So entwickelt man D.lnad und seine Zukunft ganz schnell und nachhaltig in jeder Hinsicht. Weiter so und wir ...affen da ...

  4. Dresdnerin

    Keine güstige bzw. preiswerte Kurzfahrkarte für Rentner, die oft nur 2 Stationen fahren ,dafür haben ja die Neubürger freie Fahrt und den Dresdenpass, weiterso. von bühlau zum schillerplatz ca. 12 Min. muß eine Stundenkarte gelöst werden und zurück auch, ja da verdienen die Verkehrsbetriebe glatt 2,40 EUR von so einer Fahrt. So fährt man weiter mit dem Auto dieses Stück ,wa ja durch die erhöhten Parkplatzgebühren auch teurer wird ,aber günstig bleibt.

  5. @Dresdnerin (4)

    Die Kurzfahrt soll doch gar nicht abgeschafft werden? Und wieso günstigere Tarife speziell für Rentner? "Armutsrentner" bekommen den Dresden-Pass genauso wie andere Mitbürger ohne ausreichendes Einkommen. Zudem existiert die übertragbare 9-Uhr-Monatskarte

  6. ÖPNV-Nutzer

    @Leser: In Deutschland ist der Nahverkehr zwar subventioniert, aber trotzdem gewinnorientiert. Während wir sämtliche Straßen für lau benutzen können. Sinnvoller wäre hier eine Straßennutzungsgebühr, welche alle Verkehrsteilnehmer abführen müssen, die den ÖPNV quersubventioniert. Dann müssen Sie sich hier auch nicht mehr aufregen.

  7. Dresdner

    Jaja, KiTa (Krippe) Schlüssel von 1:5,5, also 5,5 Kinder auf einen Erzieher. Zeige mir einer eine KiTa, in der dieser Schlüssel tatsächlich im täglichen Leben erreicht wird. Der reale Schlüssel liegt wegen Krankheit, Urlaub, Schulungen bei 1:8 und aufwärts, also mindestens ca. 45% höher. Was ist die Konsequenz: Der Inhalt des sächsischen Bildungsplans ist nicht umsetzbar, weil noch immer Personal an allen Ecken und Enden fehlt. Die Kinder werden weiterhin nur noch durchgeschleust.

  8. Franzi

    Super der DVB - Kunde ist wieder mal der Dumme ! Ich fahr weiter Auto und Parkgebühren bekommt Dresden von mir schon lange nicht mehr!

  9. Gerhard Rhode

    Es steigen doch nicht nur die Preise für Kita, Öffentliche Verkehrsmittel und das Parken. 2017 gab es einen neuen Mietspiegel für Dresden. Anlass genug für unseren Vermieter, die Miete ab März 2018, nach 2016 erneut anzupassen. Damit steigen die Durchschnittmieten, welche die Grundlage für den Mietspiegel liefern und es gibt erneut Anlass für die nächste Anpassung, vermutlich 2019, usw. usw. usw. Wer sich aufregt ist selber Schuld ... Wir haben es doch alle so gewollt ... oder?

  10. @6 ÖPNV-Nutzer

    Für Motorisierte gibt es die schon, nennt sich KFZ-Steuer. Was fehlt, ist eine Rad- und Fußsteuer.

  11. berti

    Es gibt quasi keine Beiträge mehr, auf die es nicht mehrheitlich negative Reaktionen gibt. Es ist doch klar, dass, wenn sich Kosten erhöhen, auch Preise steigen. Jeder möchte für sich selbst immer höhere Einkünfte erzielen, nicht selten fordern die Gewerkschaften 6% Entgeltsteigerungen. Nur eben "die anderen" dürfen das nicht, das würde ja höhere Umlagen und damit Preise bedeuten. Jeder regt sich über den Betreuungsschlüssel auf, dass aber mehr Personal auch bezahlt werden will, will niemand akzeptieren.

  12. Realist

    Es steigen die Preise in einem Land welches nach Aussagen der Kanzlerin doch so reich ist . Zudem sagte sie wir schaffen es - wenn es Probleme gibt werden sie gelöst .Ja wo denn mit dem steigen der Preisspirale etwa. Nein weil der Staat nicht vernünftig mit dem Geld der Steuerzahler umgeht. Planung erhöhter Rüstungsausgaben weil ja nun der Russe bald einmarschiern könnte,auch Afghanistan wurde verlängert,Befriedung keine Aussicht - das Land wird von Warlords u.korrupten Politikern geführt.Nun wenden wir uns auch Afrika mehr zu auch da Korruption in Größenordnung ehemalige Freiheitskämpfer wurden Diktatoren in diesen Ländern muß das Volk seine Rechte erkämpfen.Unterstützende u.friedenserhaltende Maßnahmen nur durch UNO die allerdings reformiert werden muß.Jeder Familienvater hat zuerst Verantwortung für seine Familie .Deutsche waren immer Hilfsbereit zb bei Naturkatastrophen ect . Es gibt aber Dinge die ein Volk selbst regeln muß. Die DDR - Bürger haben es 1989 geregelt -ALSO ???

  13. Vom Mond

    @6. ÖPNV-Nutzer: "Während wir sämtliche Straßen für lau benutzen können" - Danke für die wichtige Information, dass die Mineralöl- und Kfz-Steuer abgeschafft wurden! Was ist eigentlich mit den Parkgebühren? Stand da nicht was in dem Artikel?

  14. Thomas Rosenberg

    @6: Höhere Subventionierung (ob nun über eine Straßennutzungsgebühr oder wie in Dresden üblich durch die Betätigung des Lichtschalters, sprich Quersubvention aus Gewinn der DREWAG) führt trotz Gewinnorientierung nur zu weiterer Ineffizienz. Die Erhöhung der Parkgebühren dient dann auch nicht dazu, den Individualverkehr aus der Innenstadt rauzuhalten, sondern dem Füllen des Stadtsäckels mit dem angenehmen Nebeneffekt, den ÖPNV durch Preiserhöhung nicht an Attraktivität gewinnen zu lassen. Denn dort zahlt die Stadt drauf. Und damit erschließt sich, wer sich letztendlich am Gewinn orientiert.

  15. immer die gleiche Leier

    Die Kfz- und Mineralölsteuer ist derart niedrig, dass damit keine nennenswerte Infrastruktur erhalten werden kann. Wieviel cm Weg wollen sie denn mit den paar Tausend p.P. (da sitzen sie aber dann den ganzen Tag im Auto) bzw. den paar hundert Euro umsetzen? Da ist ja n Satz Reifen teurer... Solche sinnlosen Rechnungen, klar sind die Wege angesichts der Beträge für lau. Ich zahle gern eine Rad-/Fußsteuer wenn dann auch entsprechende Infrastruktur da ist. Einkommenssteuer zahlen übrigens die Meisten - das sind aber nicht solche Kleckerbeträge wie fürs Kfz. Die reichen vielleicht für bisschen Legostrassen :)

  16. Felix

    Man fragt sich, wie der ÖPNV den Menschen bei diesem Preis schmackhaft gemacht werden soll. Die wenigsten fahren eine Stunde hintereinander mit der DVB - die meisten aber mehr als 4 Haltestellen bzw. 2km. Somit müssen immer 2,40€ gelöhnt werden - das steht in keinem Verhältnis zur Leistung. Und das Ticket gilt noch nicht einmal zonenübergreifend - also nichts mit einer Stunde - ab 2 und mehr Zonen muss zusätzlich bezahlt werden. Eine riesige Sauerei und völlig verkehrte Politik. Ein Anreiz für den ÖPNV wären z.B. die jetzigen 4er-Karten mit 8 halbstündigen Streifen zum gleichen Preis. Und dazu müsste es zonenübergreifend gelten - also nur die Zeit entscheidend.

  17. Jago

    Steigende Preise sind das Ergebnis steigender Löhne - ein normaler Kreislauf in einer Volkswirtschaft. Natürlich ist es nicht schön, wenn man mehr bezahlen muss und mangels Tarifvertrag keine Lohnsteigerung erhält. Hier kann man nur selbst aktiv werden und versuchen eine Steigerung auszuhandeln. Auch unser Staat könnte hinsichtlich der Abgabenlast die Pendlerpauschalen anheben. Kosten für Kraftstoff, vor allem jedoch Werkstattkosten steigen stetig. Während Fahrkosten durch ÖPNV steuerlich abgesetzt werden können, bedeutet die Stagnation der Pendlerpauschale für alle Arbeitnehmer, die auf einen PKW angewiesen sind, herbe Nachteile. Aber solange diese Hängepartie an der Regierungsspitze sich weiter fortsetzt, können keine Veränderungen erwartet werden.

  18. C.G.

    @6, Sie können sich beruhigt zurück lehnen und den Schaum vom Mund wischen: Die Straßenbenutzungsgebühr kommt und nennt sich Maut. Während uns immer suggeriert wird, es wäre eine Gebühr zur Nutzung der Autobahn, wird diese von JEDEM Fahrzeugbesitzer automatisch eingezogen, ob er die Schnellstraße überhaupt nutzt oder nicht. Es soll ja wirklich Menschen geben, die nie Autobahn fahren und ihr Fahrzeug nur für bestimmte Strecken nutzen MÜSSEN! Und Sie wissen schon, dass der Autofahrer die Melkkuh der Nation ist, ich spare mir hier eine Aufzählung aller Abgaben. Nur so viel: Die Ökosteuer wurde nur zum Auffüllen der Rentenlöcher erfunden, (allerdings kann man eine sogen. Ökosteuer dem Volk besser unterjubeln, bei Manchem scheint es auch zu funktionieren) und vom Spritpreis an der Tanke wandern 3/4 ins Staatssäckel, davon wird auch Ihr ÖPNV subventioniert. Ihrem Kommentar entnehme ich, dass Sie kein Fahrzeugnutzer sind, sonst würden Sie diesen Unsinn nicht von sich geben.

  19. Steuern

    @15: Alleine Mineralölsteuer und KFZ-Steuer zusammen sind ca. 50 Mrd. Euro. LKW-Maut einige weitere Mrd. Euro. In den Straßenbau fließen weniger als 10 Prozent, insgesamt nur etwa 5 Mrd. Euro. Die restlichen fast 50 Mrd. fließen in den Bundeshaushalt, finanzieren Ihre Rente, die schwarze Null und alle möglichen Ausgaben. Ohne diese extreme Quersubventionierung (weit über 90% der Einnahmen) hätten wir keine KFZ-Steuer und Benzinpreise wie in den USA.

  20. Vom Mond

    @15. Auf die Gefahr hin, Ihr Weltbild zu erschüttern, die jährlichen Einnahmen aus der Kfz- und Mineralölsteuer betragen in Deutschland rund 50 Milliarden Euro. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nicht möglich sein soll, davon eine nennenswerte Infrastruktur zu bauen.

  21. DDler

    @10: ja,ja, die Diskussion hatten wir vor kurzem mal wieder. An Kfz-Steuer kommen so jählich an die 7 Mrd Euro zusammen, für Bau von Bundesstraßen und Autobahnen alleine werden aber ca. 17 Mrd Euro veranschlagt, fehlen noch die ganzen Landes- und kommunalen Straßen. Da kommen Sie mit der Kfz-Steuer also nicht sehr weit. @26: zumindest gibt es Monatskarten. Die lohnen sich ab 21-26 Einzelfahrten, je nachdem ob Abo-MK oder normale MK. Das Jobticket dürfen Sie auch nicht vergessen in Betracht zu ziehen. Das lohnt sich schon ab 19 Fahrten. Bei durchschnittlich 21 Arbeitstagen monatlich hat man 42 Einzelfahrten. Somit hinkt Ihre einseitige Betrachtung mit dem Fahrpreis für Einzelfahrten gewaltig. Aber ich stimme Ihnen zu, wenn Sie sagen, die ÖPNV-Preise seien zu hoch. und was die Zonen angeht, so ist die derzeitige Situation auch nicht der Weisheit letzter Schluß.

  22. S3-Nutzer

    10-Minuten-Takt auf der S1/S2, während auf der S3 irgendwelche zerranzten Uralt-Dostos unterwegs sind. Da sieht man wieder schön, was die Lieblingslinien des VVOs sind...

  23. Thomas

    Wenn sich die Autofahrer als Melkkuh der Nation fühlen, dann fahrt kein Auto. Übrigens fahre ich mindestens 26 km am Tag mit dem ÖPNV und das nur in DD.

  24. ÖPNV-Nutzer

    @10 Die Kfz-Steuer ist keine Maut, demzufolge keine Straßennutzungsgebühr. @18: Ja, ja, der arme Autofahrer. Dabei kommen Sie als Autofahrer sehr billig weg, zahlen doch alle die durch Ihre Nutzung des Autos verursachten externen Kosten. Also schön weiter Auto fahren, die Umwelt verpesten und die Gemeinschaft zahlen lassen. Die "Autobahnmaut" ist ein Witz, haben wir doch mit Staats-/Landes- und Gemeindestraßen ein weit aus größeres Straßennetz, welches unterhalten werden will, aber doch täglich jedem frei zur Verfügung steht.

  25. DDler

    @18: Wieviel Euro insgesamt werden denn an den Tanksäulen in Form der Mineralölsteuer und Umsatzsteuer eingenommen? Die Behauptung, "dass der Autofahrer die Melkkuh der Nation ist", reicht mir so nicht aus. Das muß schon mit Fakten hinterlegt werden. Also?

  26. Felix

    @DDler #21: Klar weiß ich, dass es Monatskarten gibt - nur wenn man nur ab und zu mit den Öffis fährt, lohnen die sich nicht. Und das Jobticket können Sie vergessen, weil viele Firmen dieses gar nicht anbieten können - also viele AN nicht davon profitieren können. Es geht ja auch gerade darum, Anreize zu geben, das Auto wenigstens ab und zu mal stehen zu lassen - mindestens für die Fahrten in die Stadt (heißt ja nicht, dass man in der Stadt arbeitet). Ich gehöre jetzt nicht zur Zielgruppe der Umsteiger (vom Auto zum ÖPNV), da ich Fahrradfahrer bin. Aber auch da gibt es Tage/Situationen, wo man das Fahrrad lieber mit der DVB tauschen würde (oder gar muss) - allerdings wird man bei den Preisen dann arm. Und für meinen früheren Arbeitsweg nach Radebeul (S-Bahn 10min, Fahrrad ca. 20min) hätte ich zwei Zonen bezahlen müssen - auch das hätte viel von meinem Gehalt aufgefressen.

  27. Leser

    @6. ÖPNV-Nutzer lege ich meine prozentuale Gehaltsentwicklung bei gestiegener Leistungsanforderung in der Firma, neben die der Kostensteigerung VVO, siehe oben, entsteht eine riesen Differenz. 50% mehr seit 2004 wäre ein T-R-A-U-M

  28. Thomas Rosenberg

    Eigentlich geht es in dem Artikel um Preise für Leistungen. Aber wenn das Duell der Vehikel nunmal ausgebrochen ist: http://iopscience.iop.org/article/10.1088/1748-9326/4/2/024008/pdf Und so relativieren sich bei Betrachtung des Ganzen so einige Kleinigkeiten.

  29. Andreas

    Da regen sich die DDner wieder über Erhöhungen auf.Wieviele zig Tausend Euro wurden die letzten Tage ohne Sinn und Verstand in die Luft gejagt?Da regt sich niemand aufoder redet sogar über Luftverpestung.Im Jahr 1950 wurde zur Finanzierung des Straßenbaus und mit selbiger Begründung - damals noch "zweckgebunden" - die Mineralölsteuer in Höhe von 4,5 Pfennig/Liter Benzin eingeführt. 1989 wurde dann diese "Zweckbindung" aufgehoben, weil die tatsächlichen Ausgaben für den Straßenbau nur noch einen Bruchteil der zwangsweise eingetriebenen Mineralölsteuern ausmachten. Ebenfalls mit der Begründung, den Straßenbau weiterhin finanzieren zu können, wurden die Kfz-Steuer und die LKW-Maut in Deutschland eingeführt.Mittlerweile belaufen sich die unter dem Vorwand des Straßenbaus eingetriebenen öffentlichen Zwangsabgaben auf ca. 52 Mrd. EUR jährlich, während die Ausgaben für den Straßenbau lediglich 17 Mrd. EUR jährlich (Zahlen von 2011) betragen.

  30. Randdresdnerin

    Warum gibt es in Sachsen eigentlich noch keine 65plus Abokarte? Ich bin mir sicher, mit dieser Karte würden viele Senioren gern auf Bus und Bahn umsteigen. Meines Wissens gibt es dieses Ticket in Berlin/Brandenburg und Hessen und sicher auch in anderen Bundesländern.

  31. smoky

    Ach ja, da haben wir nun das, was `89 gewünscht wurde, ist es auch wieder nicht recht. Nur mal ein klein wenig bei der Ökonomie vorbei schauen und man sieht, wie sich die Preise, sehr oft aber auch die Löhne, entwickelt haben. Gehört nun mal zum System. Ausnahmen bestätigen dei Regel. Das so einige Reiche exorbitant reicher werden, liegt aber zum Teil auch an denen, die zwar kaum Knöpfe in der Tasche haben, aber jeder durch`s dorf getrieben Sau nachrennen müssen. @20: wo haben sie denn die 50Mrd her? Habe 36, 3 Energie- St und 8, 9 Kfz-St gefunden. Wobei "Energie" ja noch etwas mehr als nur die von Autofahrern gezahlte Minöl- st ist, oder? Ich werde die Vermutung nicht los, dass die Pkw- fahrer die "Großen Dicken" gehörig mit subventionieren. Immerhin gilt wohl als erwiesen, dass Letztere Straßen um das X- fache (je nach Leseart 20- bis 30000mal) mehr belasten als Pkw.

  32. smoky

    ..und nun zu den Ausgaben: Bundesfernstraßen: 8,65 Mrd, "Verbesserung der Verkehrsverhältnisse in den Gemeinden": 1,76Mrd, (was wohl Fördermittel sind?) und einige Kleckerposten. Ja, und dazu kämen dann noch Länder- Kreis-, Gemeindestraßen. https://www.bundeshaushalt-info.de/#/2017/soll/

  33. DDler

    @Randdresdnerin: Zumindest im ZVON gibt es die, für 36 Euro, ist personengebunden und gilt im gesamten ZVON-Gebiet. Das halte ich prinzipiell für eine gute Idee auch im VVO, VMS, MDV und wie sie alle heißen. Kann ja in einer erweiterten Variante gerne auch ein paar Euro mehr kosten und dann sachsenweit gelten.

  34. herdubreid

    Hier ist eine Jammerorgie im Gange, als wäre der Weltuntergang nahe.... Ja, alles wird teurer. Aber jammern Sie nicht auf hohem Niveau? 95% der Deutschen geht es wesentlich besser als dem Rest der Welt! Wir haben alles, was wir zum Leben brauchen und können uns noch vieles darüber hinaus leisten. Wie wäre es mit ein bisschen FREUDE? @30 Warum sollte es eine Abokarte speziell für Rentner geben? Die allermeisten sind nicht ärmer als der Durchschnitt. Die Senioren können doch auch so mit Bus und Bahn fahren und viele tun es.

  35. tschle

    Das ist ja mal richtig Öko, Autofahrer werden höher zur Kasse gebeten und damit das nicht zu ungerecht erscheint, langt auch der VVO gleich nochmal hin. Wäre die VVO wenigstens in der Lage und willens das Jobticket auch für Betriebe unter 30 Abokunden anzubieten, dann könnte man dem noch einen freundlichen Gedanken abgewinnen. Aber so. Drewag will die Strompreise senken und Gas stabil halten? Klar, muss sie doch die anderen Verlustbringer der technischen Werke in Dresden subventionieren aber gleichzeitig irgendwie versuchen wettbewerbsfähig zu bleiben. Bei den anvisierten Preisen gibt es immer noch günstigere Alternativen!

  36. Anmerkung

    @Andreas (29) Die 17 Mrd treffen nur Bundesstraßen und Autobahnen. Der Großteil des Stra0ßenbestandes ist aber Staatsstraße, Kreisstraße oder Gemeindestraße. Winterdienst etc. ist in diesen Zahlen auch nicht drin. Dass es unterschiedliche Auffassungen darüber gibt, ob die Einnahmen aus den KFZ-bezogenen Steuern reichen ist bekannt. Da findet sich hier keine Einigung. Ursprünglich ging es aber um die Aussage von @6, dass die Straßennutzung "für lau" ist. @30 Die gibt es doch, heisst halt 9Uhr-Monatskarte und kann auch von Jüngeren genutzt werden, wenn Sie nicht im morgendlichen Berufsverkehr fahren

  37. Autofahrer

    @34: Völlig richtig. Ob nun 1,50 oder 2,00 oder mehr, sind doch Peanuts. Gerne sollten die Gebühren am Wochenende und zur Weihnachtszeit noch deutlich erhöht werden, damit es mehr freie Plätze gibt. Es ist nur wichtig, klar zustellen dass man als Autofahrer deutlich mehr mitzahlt für andere und nicht nur Straßenbau. Und so werde ich weiterhin glücklich durch die Stadt fahren mit dem guten Gewissen, dass jeder gefahrene Kilometer eine Spende an die Allgemeinheit ist. :-) Klassische Win-Win-Situation.

  38. Olli

    Das Autofahrer die Melkkühe der Nation sind, ist die Weisheit des Spießer. Niemand wird zum Autofahrer gezwungen, ist immer noch als bequemer Luxus einzuordnen. Ich fahre auch Auto, wenn das finanziell nicht mehr möglich ist, verkaufe ich das Ding, dann wird eben die Mobilität auf das nötigste heruntergefahren, den weitaus größeren Abschnitt ihrer Existenz bewältige die Menschheit ohne Auto, würde auch schon viel gebaut damals und erfolgreich.

  39. ole

    @10: Es gibt Kfz-Steuer? Wieso musste dann die Grundsteuer für jeden Dresdner auf Höchstniveau gehoben und die WOBA verkauft werden, um die Waldschlößchenbrücke zu bauen?

  40. Der Realist aus dem ehemaligen DNN-Forum

    @ole: Warum verbreiten Sie immer wieder diese alte Lüge? Die WOBA wurde verkauft, um die WSB zu bauen, Mann, dass haben wir schon vor zehn Jahren diskutiert.

  41. DDler

    @ole: Sehr gern vergessen wird, daß vor allem kommunaler Straßenbau über diverse Gebühren, z.B. von den jeweiligen Grundstückseigentümern zu zahlende Straßenbaubeiträge, mitfinanziert wird. Das Stadtsäckel wird meines Wissens auch nicht von der KFZ- oder Mineralölsteuer gefüllt. maximal gibt es hier Fördermittel vom Bund oder auch Land, immer mit Eigenanteil der Kommunen. Also zahlen wir alle die Straßen direkt vor unserer Nase/Haustür mit. Die vielen täglich in die Stadt einfallenden Pendler sollen sich mal bitte nicht beschweren...

  42. Keine Ausreden

    @34, sehe ich auch so. Jammern über Kleinigkeiten. Insbesondere bei den Parkgebühren sehe ich die Erhöhung mehr als berechtigt an.

  43. PeterK

    Preissteigerungen sind das Resultat des Wirtschaftens jeder Volkswirtschaft. Somit sind Preiserhöhungen normal und in gewisser Höhe erwünscht. Es zeigt, dass unsere Volkswirtschaft funktioniert. Jeder, der mehr Geld verdienen möchte und verdient, dreht genau an dieser Preisschraube. Im Vergleich zu anderen Ländern ist unsere Preisniveauentwicklung mehr als moderat: Internationale Preisniveau-Entwicklung -> https://de.wikipedia.org/wiki/Inflation Statt zu kritisieren, könnten wir uns auch glücklich über einen sehr guten ÖPNV und die günstigen Kita-Gebühren im Vergleich zu anderen Städten freuen.

  44. Sonnhild Bauckmeier

    Deutschland...ist ein reiches Land...die Wirtschaft boomt...usw. die andere Seite..stete Preiserhöhungen ÖPNV. Und wie machen es unsere Nachbarn? In Tschechien..brauche ich ab 70 J. gar nichts mehr dafür bezahlen...armes Deutschland!!! In Holland..haben die großen Städte an der Peripherie große Parkhäuser mit guter ÖPNV-Anbindung..und auf die Parkkarte können ganze 4 Personen ganztags umsonst fahren. Warum nicht von den Nachbarn lernen, sondern nur immer agieren: Preise hoch ..

  45. Johanna

    Es gibt Sachen, da kann ich mir aussuchen, ob ich sie nutze oder eben nicht. Wenn ich jedoch einer Arbeit nachgehen will, um nicht in der sozialen Hängematte zu sein, bin ich auf einen Kita-Platz angewiesen. Von wegen "Kinder sind die Zukunft" und "Demografieproblem". Es wird Alles dafür getan, dass man sich keine Kinder mehr leisten kann. Außer, man geht halt keiner Beschäftigung nach und bekommt die Kita quasi zum Nulltarif. Einfach nur noch traurig :(

  46. Kathrin

    Was interessiert mich der ÖPNV-Preis? Aufgrund der Geruchsprobleme und hygienischer Mängel kann man den doch sowieso nicht mehr nutzen.

  47. Stephan

    Die Erhöhung der Parkgebühren wird die Geschäfte im Elbepark freuen. Menschen in meinem Umfeld nehmen diese bereits als Anlass lieber im EP einzukaufen. Langfristig muss sich Dresden überlegen ob die konstante Preiserhöhung für die Beförderungsinfrastruktur nicht die Menschen abhält in die Stadt zu gehen. Das schwächt den Handel und damit die städtischen Einnahmen.

  48. XXX

    @47: ja, das sollen sie mal so tun. Ich habe hier im Forum gelernt, daß der Elbepark diese Leute eh als Zielgruppe hat. Ich meinerseits freue mich über weniger Autos in der Stadt. Es sind auch so genug Leute unterwegs, da habe ich um die Läden in der Stadt keine Angst. Achja, apropos Zielgruppe des Elbepark: gibt es die so wirklich? Sicher lebt der Elbepark zum guten Teil von Leuten aus dem Umland, die mit dem Auto dort sowieso vorbei kommen, aber nicht ausschließlich. Und wie heißt es so schön? Kleinvieh macht auch Mist. Es kommen auch jede Menge andere Leute dorthin, unabhängig von irgendwelchen Parkgebühren in der Stadt... und außerdem nicht ausschließlich mit dem Auto.

  49. Dresden ein Rummelplatz?

    @48: Liegt vielleicht eher an den vielen Gästen, die kostenlos mitfahren? Erweckte in letzter Zeit den Eindruck, man sitze in einer Gespensterbahn. Nun sehen wir, die Stadt hat Geld für alles, nur nicht für die eigenen Bürger. Die müssen ordentlich geschröpft werden und das Geld wird trotzdem lange nicht reichen...

  50. @Stephan

    #47: Wenn die Innenstadt-Geschäfte Kunden anlocken wollen müssen sie halt mit Elbe-Park & Co konkurrieren sprich z.B. auch kostenfreie Parkmöglichkeiten in den ja vorhandenen Parkhäusern oder auf den Parkplätzen anbieten. Einige machen das ja schon per Ticket-Freischaltung o.ä. für X Stunden ab Mindestumsatz von Z Euro.

  51. Strom

    Einen güstigeren Anbieter als die Drewag gibt es allemal ! Vergleichen !

  52. Dresdnerin

    @ Kathrin: Wie recht Sie haben! Und wie oft ich deswegen die DVB angeschrieben habe!

  53. Karo

    @46... Sehr gut Kathrin,dem gibts nichts hinzuzufügen. In den Straßenbahnen und Bussen der dvb stinkt es !

  54. smoky

    @Kathrin: Ihre Pawlowschen Reflexe in Bezug auf ÖV funktionieren perfekt, das wissen mittlerweile alle. Und sonst so?

  55. smoky

    @47: Genau, und gibt`s was umsonst stehen sich alle auf den Füßen und jammern auch wieder...

  56. Paul

    Ein Staat, der nur noch nimmt statt gibt, von Almosen abgesehn, der läuft nicht rund. Er ist auch nicht "Reich" weil es der Wirtschaft soooo gut geht ... So lange uns Kollegen Raffke und SED-Verleugner im Rathaus vertreten, wird es noch laaange Dunkeldeutschland bleiben.

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