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Donnerstag, 03.05.2018 Billard

Poolstars gewinnen Gipfeltreffen

Nach Heimsieg gegen den Tabellenzweiten: Der ESV Lok Döbeln steht vor dem direkten Wiederaufstieg in die Oberliga.

Im Spitzenspiel toll in Form: Robby Sauer blieb gegen den Uhyster BSV ohne Niederlage.
Im Spitzenspiel toll in Form: Robby Sauer blieb gegen den Uhyster BSV ohne Niederlage.

© André Braun

Döbeln. Nur noch ein Punkt aus zwei Spielen. Die Poolstars des ESV Lok Döbeln haben nach einem Jahr in der Verbandsliga die Rückkehr ins sächsische Oberhaus nach einem 7:5-Sieg im direkten Aufeinandertreffen mit dem Verfolger, Uhyster BSV, praktisch in der Tasche. In einem bis zum Ende ausgeglichenen Duell brachte erst die abschließende dritte Runde die Entscheidung über Sieg, Remis oder Niederlage. Dabei waren es die beiden allerletzten Kugeln, die den weiter ungeschlagenen Tabellenführer auf die Siegerstraße führten.

Vor dem Startschuss machte Döbelns Spielführer André Dittmann deutlich, dass es zwar um viel geht, aber die Truppe dennoch locker und unverkrampft an die Aufgabe herangehen soll. Da wusste der Mannschaftskapitän noch nicht, dass er selber einen rabenschwarzen Tag erwischen würde. Außerdem warteten die Gastgeber mit einer taktischen Umstellung auf. Die war vielleicht nicht ausschlaggebend für den Sieg, sorgte aber zumindest für Verwirrung beim Gegner. Und das auch in den eigenen Reihen. Normalerweise spielt Mario Kattner in der ersten Runde immer 10-Ball, während seine Mitspieler in der Disziplin 14/1 gesetzt sind. Doch diesmal tauschte er mit Dittmann. Allerdings brachte das nicht den erwarteten Erfolg, denn beide verloren sang- und klanglos ihre Matches. Maik Thiele und Robby Sauer hingegen liefen an diesem Tag zu Hochform auf. Sie sorgten dafür, dass die Mittelsachsen mit einem 2:2-Zwischenstand in die nächste Runde gingen.

In dieser neigte sich die Waagschale leicht auf die Seite der Poolstars. Kattner verlor zwar deutlich, aber seine drei Teamkollegen siegten in packenden Partien jeweils mit 6:4. Mit einem leichten Punktepolster gingen die Muldenstädter in die abschließende Runde. Es entwickelte sich nun eine an Spannung kaum zu überbietende Konstellation, die die Protagonisten beider Vereine so auch noch nicht erlebt hatten. Zunächst war Thiele anzumerken, dass die beiden vorangegangenen Spiele zu sehr an der Substanz nagten. Er musste klar den Ausgleich der Ostsachsen zulassen. Doch nun kam richtig Schwung in die Partie. Dittmann lag 5:3 vorne und verschoss eine vermeintlich leichte Kugel. Sein Gegenüber nutzte dies gnadenlos aus. Sauer lief auch immer einem Rückstand hinterher und Kattner lag scheinbar aussichtslos 1:7 hinten. Doch da unterlief dem Gast ein folgenschwerer Fehler, was dem Döbelner einen kleinen Hoffnungsschimmer brachte. Kattner holte Punkt um Punkt auf und plötzlich stand es 7:7. Das nächste Spiel musste entscheiden. Mittlerweile waren die Akteure am Nebentisch am selben Punkt angelangt. Sauer führte derweil 6:5. Dann kam die Ernüchterung. Dittmann verlor und die Gäste glichen im Gesamtklassement aus.

Zwischenzeitlich musste auch Sauer den Ausgleich hinnehmen. Gebannt schauten die nicht mehr aktiven Spieler auf diese beiden Partien. Kattner hatte eine schwere letzte Kugel im Visier und spielte diese mutig. Er lochte, aber die weiße Kugel lief gefährlich nah an die Mitteltasche ran, tuschierte nur um Millimeter vorher die Bandenecke und blieb auf dem Tisch liegen. Wäre diese Kugel gefallen, wäre das ein Foul und gleichbedeutend mit dem Sieg für den Kontrahenten gewesen. Durchatmen bei den Gastgebern. Das Unentschieden war damit sicher. Doch genug war das noch nicht im Aufstiegskampf.

Nun musste Sauer dem Druck standhalten. Völlig unbeeindruckt von den Ereignissen an den umliegenden Schauplätzen, behielt er die Nerven und als einziger Akteur an diesem Tag die weiße Weste. So sicherte der Abteilungsleiter den Poolstars den wichtigen 7:5- Erfolg. (DA/rsa)

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